Foto: Lase Peco Systemtechnik

Freiflächenüberwachung

Ein Duo für mehr Sicherheit

Garant für einen umfassenden Überblick über sensible Gelände, für Sicherheit, für das Vorbeugen von Fehlalarmen sowie für ein fokussiertes Ergebnis der Feldverletzung ist ein Laser Tracking System. Dies unterstützt unter anderem auch Automobil- und Nutzfahrzeughersteller bei der Perimeterüberwachung.

Bei einem Automobilhersteller werden die produzierten Fahrzeuge schon vor der Auslieferung auf dem Hof beschädigt, teure Teile (Airbags, Navigationsgeräte) demontiert und ehe der Werkschutz eingreifen kann, sind die Langfinger bereits weg. Da das Gelände unübersichtlich ist und die Fahrzeuge nie auf identischen Positionen stehen, ist mit der üblichen Sensorik nicht viel zu machen. Deshalb werden Korridore geschaffen, die durch Laserscanner überwacht werden. Findet hier nun eine Bereichsverletzung statt, wird neben der Alarmauslösung auch die exakte Position des Eindringlings an die nächste Dome-Kamera übergeben. So kann also nicht nur erkannt werden, dass jemand das Gelände unbefugt betritt, sondern der Täter kann sofort identifiziert und verfolgt werden.

Bei jedem Wetter überwacht

Ob starke Sonneneinstrahlung, Regen, Schnee oder Nebel, auch totale Dunkelheit – dies sind Kriterien, die einer Videoüberwachungsanlage im Normalfall zu schaffen machen. In Hochsicherheitsbereichen setzen hier Kombinationen von Lasertechnologie und Kamerasystemen an: Ein zweidimensionaler Laserscanner übernimmt die Flächenüberwachung. Durch das lückenlose Netz der Laserstrahlen wird das gesamte Feld so weit wie möglich in der Horizontalebene abgedeckt – jede Bewegung wird sofort erfasst. „Registriert der Laserscanner ein unerwünschtes Objekt, dann steuert er automatisch die Dome-Kamera, fokussiert sie zentimetergenau, damit diese ein scharfes Bild vom Eindringling machen kann und so die Identifikation gewährleistet“, erklärt Henry Florin, geschäftsführender Gesellschafter beim niederrheinischen Unternehmen Lase Peco Systemtechnik. „Da der Laser die genaue Distanz zum Fremdkörper bemisst, zoomt er die angeschlossene Kamera so herbei, dass sie ein möglichst exaktes Bild erzeugen kann.“ Denn da Laser und Kamera in der hauseigenen Software über ein gemeinsames Koordinatensystem verfügen, sprechen sie dieselbe Sprache.

Laservorhang erkennt Komplizen

Das große Plus dieses Laser Tracking Systems: Es erkennt nicht nur Einzeltäter. „Wenn eine Zielperson erkannt und durch die Kamera identifiziert wurde, arbeitet der Laservorhang kontinuierlich weiter. Er kann nicht nur erkennen, wie diese Person sich verhält und diese verfolgen, sondern bemerkt auch weitere Komplizen und dokumentiert deren Verhalten ebenfalls“, berichtet Florin. Durch die ständige Auswertung des zu schützenden Bereiches wird dabei sichtbar, wo die Eindringlinge sich befinden. „Bewegt sich der Störenfried, so erkennt der Laser dies – und sorgt dafür, dass auch die Kamera ihm folgt“, erläutert er weiter. „Die Verantwortlichen erhalten einen exakten Überblick darüber, was in diesem Moment auf der zu bewachenden Freifläche geschieht – in Echtzeit und am PC-Monitor.“ Da der Laserscanner den Gesamtblick auf das Gelände übernimmt, kann dadurch die Zahl der Kameras reduziert und somit die Aufmerksamkeit erhöht werden. Daher müssen sie nicht mehr in die ganze Fläche hinein blicken, sondern kommen nur im Ernstfall gezielt zum Einsatz.

Folgekosten vermeiden

Im erwähnten Fallbeispiel konnte so der Diebstahl von Autoteilen vermieden werden. Nicht nur der eigentliche Diebstahl der Teile wurde hier als Problem erkannt. Auch die damit verbundenen Kosten für den Rückruf, die Nachrüstung der Teile sowie der Ausfall des Fahrzeugs für den Kunden lassen den vermeintlich geringen Schaden sehr schnell in einen hohen vierstelligen Eurobereich summieren, der zusammen mit dem Imageverlust nunmehr einen hohen wirtschaftlichen Schaden darstellt. „Bei der Planung und Installation des Laser Tracking Systems ist es wichtig, die jeweilige Ausgangssituation in den Blick zu nehmen und dafür eine angepasste Lösung zu finden“, sagt der Sicherheitsexperte. „Denn egal, wie das betreffende Gelände im Einzelnen beschaffen ist – anhand eines individuellen Konzeptes kann stets für die nötige Sicherheit gesorgt werden.“ Dazu bieten die Messsysteme ausreichend Flexibilität, da sie sowohl für den Indoor-Bereich als auch in der robusteren Ausführung für Außengelände entwickelt wurden. „Dank neuester Lasertechnik und spezieller Algorithmen in der Programmierung eignet sich diese Technologie auch für den Einsatz bei widrigen Wetterverhältnissen“, erläutert Florin. Zugleich lässt sich das System derartig konfigurieren, dass unerwünschte Alarme auf einen Bruchteil der herköm m lichen Technologie verringert werden können. Da der Nutzer dann nur noch im echten Alarmfall auf den Bildschirm schauen muss, erhöht sich seine Konzentration und die Wachsamkeit für den Ernstfall.

Christian Jagusch, Marketing Manager, Lase Peco Systemtechnik GmbH

Foto: Lase

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Foto: Stnazkul

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