Das Thema Einbruchschutz spielt eine gewichtige Rolle, wenn es darum geht das eigene Zuhause gegen unbefugtes Eindringen zu sichern.
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Das Thema Einbruchschutz spielt eine gewichtige Rolle, wenn es darum geht das eigene Zuhause gegen unbefugtes Eindringen zu sichern.

Mechanische Sicherheit

Einbruchschutz: Das kleine Einmaleins der Fachbegriffe

Welchen Einbruchschutz braucht man für sein Zuhause und was bedeuten die einzelnen Fachbegriffe?

Wenn es darum geht, sich in den eigenen vier Wänden sicher und geborgen zu fühlen, spielt das Thema Einbruchschutz eine gewichtige Rolle. Aber welchen Schutz braucht man für sein Zuhause? Was bedeuten die einzelnen Fachbegriffe? Dieser Artikel klärt exemplarisch über die wichtigsten Punkte auf.

Bandseite und Bänder an Fenstern und Türen

Fenster und Türen haben eine Griffseite und eine Bandseite. Dort, wo der Griff angebracht ist, spricht man von der Griffseite. Ihr gegenüber liegt die Bandseite. Sie hat ihren Namen von den Bändern, über die ein Fenster oder eine Tür am Rahmen befestigt ist und sich bewegen lässt. Die als Bänder bezeichneten Bauteile werden auch Scharniere oder Gelenke genannt.

Widerstandsklasse RC 2 schreckt Einbrecher

RC 2 ist die Abkürzung für Resistance Class 2. Hierbei handelt es sich um eine von acht Widerstandsklasse, die von der DIN EN 1627 insbesondere für einbruchhemmende Fenster und Türen definiert werden. Sind Fenster und Türen nach DIN EN 1627 geprüft/zertifiziert und in die Widerstandsklasse RC 2 eingruppiert, dann halten sie Angriffen des sogenannten Gelegenheitstäters stand. Die Polizei empfiehlt zur Einbruchsicherung von privaten Wohnungen grundsätzlich Fenster und Türen der Widerstandsklasse RC 2.

Pilzkopfzapfen als Verriegelungselement

Ein Pilzkopfzapfen sitzt als Verriegelungselement im Fenster und verschließt das Fenster gemeinsam mit seinem Gegenstück – dem entsprechenden Schließteil im Fensterrahmen – so fest, dass er das Fenster vor dem Aufhebeln durch Einbrecher schützt. Diese speziellen Beschläge für Fenster, Türen und auch Fenstertüren sind nach ihrem pilzartigen Aussehen benannt. Sind diese Beschläge nach DIN 18104 Teil 2 geprüft/zertifiziert und montiert, bieten sie polizeilich empfohlenen Einbruchschutz.

Renovierungen im Frühling mit Sicherheits-Check

Ein Sicherheits-Check sollte bei Renovierungen im Frühling dazu gehören. Denn nur angemessene und wirksame Sicherheitstechnik schützt vor Einbrüchen. 
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Sperrbügel für Türen – integriert oder nachrüstbar

Ist ein Sperrbügel an einer Tür verbaut, ermöglicht er, die Tür nur einen Spalt breit zu öffnen, um z. B. Post anzunehmen. Niemand braucht unbekannten Personen so die Tür vollständig öffnen und damit Gelegenheit zum Eintritt zu geben. Türketten sind dafür keine Alternative, da Sie leicht reißen können. Der Sperrbügel hält auch kräftigen Personen Stand. Sperrbügel können als integrierte Sperrbügel bereits in der Tür verbaut sein, oder in Kombination mit einem Kastenschloss oder Querriegel als Aufschraubsicherung nachgerüstet werden.

Stangenschloss als Aufschraubsicherung

Ein Stangenschloss ist eine stabile Stange, meist aus Stahl, die über einen abschließbaren Fenstergriff oder ein abschließbares Schloss verriegelt werden kann. Das Stangenschloss gibt es sowohl für Fenster und Fenstertüren als auch für Haus- und Nebeneingangstüren. Es wird von innen hochkant an der Griffseite von Fenster oder Tür montiert. Das Stangenschloss zählt damit zu den sogenannten Aufschraubsicherungen, mit denen das Zuhause vor Einbrüchen gesichert werden kann. Seine einbruchhemmende Wirkung hat das Stangenschloss nachgewiesen, wenn es nach DIN 18104 Teil 1 geprüft/zertifiziert ist.

Teleskopstange gegen Einbrüche

Eine Teleskopstange ist eine solide Stange, meist aus Stahl, die im Innenraum quer vor einem Fenster, i. d. R. mit Hilfe einer massiven Mauerverankerung, angebracht wird. Die Teleskopstange ist damit eine von verschiedenen Aufschraubsicherungen, mit denen Fenster gegen Einbrüche gesichert werden können. Ihre einbruchhemmende Wirkung hat die Teleskopstange nachgewiesen, wenn sie nach DIN 18104 Teil 1 geprüft/zertifiziert ist. Wenn man das Fenster von innen öffnen möchte, entriegelt man die Stange und nimmt sie aus der Verankerung.

Dome-Kamera zur Überwachung

Eine Dome-Kamera ist eine Überwachungskamera und kann damit Teil eines Videoüberwachungssystems sein. Sie sitzt in einer halbrunden getönten Kunststoffkuppel. Dome-Kameras sind damit besonders gut gegen Vandalismus und Manipulation geschützt. Eine solche Kamera könnt Ihr auch als Speed-Dome-Kamera erhalten. Diese lässt sich mittels eingebautem Motor schwenken und neigen, sodass ein breiteres Areal überwacht werden kann.

Zwangsläufigkeit als Prinzip für Alarmanlagen

Zwangsläufigkeit ist ein Installationsprinzip bei Alarmanlagen. Zwangsläufigkeit gewährleistet, dass zum einen eine Scharfschaltung der Alarmanlage nur dann möglich ist, wenn sich alle Melder im korrekten Zustand befinden, und dass zum anderen ein Betreten der überwachten Räume nur nach Unscharfschaltung der Alarmanlage erfolgen kann.

Noch Fragen offen? Mehr Informationen zu Täterarbeitsweisen, Schwachstellen am Gebäude, sinnvoller Sicherheitstechnik und richtigem Verhalten bieten die Polizeilichen Beratungsstellen deutschlandweit kostenlos und kompetent.