Foto: VdS

VdS veröffentlicht Richtlinien

Einbruchschutz wird jetzt unsichtbar

Die Zahl der Wohnungseinbrüche befindet sich auf einem Rekordhoch – doch fast die Hälfte der Einbrecher scheitert an vorhandenen Sicherungen. Der VdS (Vertrauen durch Sicherheit) veröffentlicht erstmals Richtlinien für Fensterbeschläge zum Nachrüsten.

Wohnungseinbrüche haben 2011 den höchsten Wert seit zehn Jahren erreicht. Zahlen für 2012 stehen zwar noch aus, Regionalzeitungen berichten aber bereits von deutlichen Anstiegen um bis zu einem Drittel.

Hauptangriffspunkt sind und bleiben die Fenster und baugleichen Fenstertüren. „Deutschland entwickelt sich zum Paradies für Einbrecher“, warnt die Gewerkschaft der Polizei. Dabei ist genau bekannt, wie die Kriminellen vorgehen und wie Bürger sie mit einfachen Mitteln stoppen können. „Fast die Hälfte der Einbrecher scheitert an vorhandenen Sicherungen. Dazu kommen noch all die Täter, deren Einbruchversuch aufgrund der starken Sicherungen nicht einmal bemerkt wird“, weiß Sebastian Brose, Konzeptentwickler bei VdS. „Schon nach wenigen erfolglosen Minuten an Fenstern oder Türen geben die meisten Täter auf – und hierfür können Vermieter, Eigenheimbesitzer und Mieter ganz einfach sorgen.“ Die entscheidenden Minuten Schutz sichern schon kostengünstige Nachrüstprodukte. Brose betont: „Diese stoppen selbst die Experten in unseren Prüf-Laboratorien, wie die VdS-Dokumentationen auf Youtube zeigen.“

Hoher Bedarf

Im Sicherheitsmarkt besteht großer Bedarf an der Nachrüstung bestehender Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren, bevorzugt mit unsichtbaren Elementen, die keine zusätzlichen Bedienschritte erfordern. Vermieter, Eigentümer und Versicherer konnten allerdings bisher die Qualität dieser nachgerüsteten Beschläge nicht sicherungstechnisch bewerten. Um für diese Techniken Klarheit zu schaffen, hat VdS ein neues Zertifizierungsverfahren entwickelt. Diese Richtlinien „VdS 3168: Einbruchhemmende, in Fenster und Fenstertüren montierte Beschläge zur Nachrüstung“ sind jetzt in Kraft getreten.

Foto: FVSB & BMI/PKS

Polizeiliche Kriminalstatistik

Richtige Sicherheitstechnik verhindert Einbrüche

Die kürzlich veröffentlichen Zahlen der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) zeigen, dass der richtige Einbruchschutz immer wichtiger wird. Die Statistik belegt, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche 2015 erneut gestiegen ist, dieses Mal sogar um rund zehn Prozent.

Foto: FVSB

KfW-Förderung

Bund erhöht Zuschuss zum Einbruchschutz

Nachdem die Fördermittel in 2016 bereits im dritten Quartal aufgebraucht waren, hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) nun die Zuschüsse der KfW-Bankengruppe für Förderprogramme zum Einbruchsschutz und zur Barrierefreiheit für 2017 aufgestockt.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) meldet einen Rückgang um 16,3 Prozent auf 97.504 Einbrüche. Dennoch wird in Deutschland alle fünfeinhalb Minuten ein Einbruchversuch unternommen.
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de

News

Einbruchschutz wirkt: Deutschland wird sicherer

Polizeiliche Kriminalstatistik 2018: Rückgang bei Einbrüchen um 16,3% auf 97.504 Fälle. Dabei gibt es bundesweite Unterschiede. Was die Einbrecher abschreckt.

Foto: VdS

VdS

NRW fördert Einbau von Einbruchschutztechnik

Die Einbruchzahlen erreichen mit jedem Jahr neue Rekordwerte: Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen (NRW). Als erstes Land fördert NRW deshalb jetzt den Einbau von Einbruchschutztechnik.

Special Zutrittskontrolle: Informieren Sie sich rund um den Themenbereich der Zutrittskontrolle

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