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Interview Vivotek

„Einfach, aber leistungsstark“

Die kleinste Fischaugen-Netzwerkkamera der Welt hat der taiwanesische Kamerahersteller Vivotek angekündigt. Im PROTECTOR-Interview ermöglicht William Ku, Vice President der Brand Business Division von Vivotek, einen näheren Blick auf das kompakte Kamerapaket.

PROTECTOR: Vivotek hat soeben die kleinste Fischaugen-Netzwerkkamera der Welt herausgebracht. Was kann sie und welches sind ihre großen Vorteile?

William Ku: Die FE8180 ist tatsächlich die weltweit kleinste Fünf-Megapixel Fischaugen-Netzwerkkamera. Mit ihrem extrem niedrigen Profil und ihrem Durchmesser von nur 90 Millimetern ergänzt sie Vivoteks Produktpotfolio optimal und reagiert auf die aktuellen Marktanforderungen. Die Markteinführung dieser Kamera ist für uns der Anbruch einer neuen Ära von einfacher, aber leistungsstarker Panorama-Videoüberwachung. Die Kamera ist mit einem 1,57-Millimeter Fischaugenobjektiv für einen 180-Grad-Panoramablick bei der Wandmontage und einen 360-Grad-Rundumblick bei der Installation an der Decke, auf dem Boden oder auf einem Tisch ausgestattet. Ohne tote Winkel kann die Kamera somit weite, offene Flächen überwachen.

In Kombination mit WDR-Gegenlichtkompensation (Wide Dynamic Range) und 3D-Rauschuntertrückung kann eine einzigartige Bildqualität rund um die Uhr garantiert werden, wobei gleichzeitig die Bandbreiten-Effizienz verbessert wird. Über die lokale oder auf Client-Seite angebrachte Entzerrfunktion kann das hemisphärische Bild der FE8180 in eine konventionelle geradlinige Projektion für die Analyse und Bildbetrachtung umgewandelt werden. Zudem können die Anwender über die ePTZ- und die Pixelberechnungs-Funktion einfach in die Aufnahmen zoomen oder sich auf interessante Bereiche, die Regions of Interest (ROI), konzentrieren; immer mit dem Wissen, dass die Bilder jederzeit klar und deutlich bleiben.

Der große Vorteil von Fischaugen-Kameras ist natürlich ihre Weitwinkelsicht, die eine Überwachung großer Flächen erlaubt. Das hat auch ökonomische Vorteile: der Kunde kann über das Panoramabild ein Gelände einsehen, für das er sonst zwei oder drei Kameras installieren müsste. So wird nicht nur das ganze Überwachungssystem übersichtlicher, sondern auch kostengünstiger.

In den vergangenen Jahren hat Vivotek viel in die Entwicklung von fortschrittlichen Fischaugen-Netzwerkkameras investiert. Durch die Markteinführung einer ganzen Serie entsprechender Modelle haben wir nicht nur unschätzbare Erfahrungswerte gesammelt, sondern auch eine führende Position im Markt für Fischaugen-Kameras erreicht.

In welcher Anwendungsumgebung können die Kameras ihre Stärken ausspielen?

Besonders geeignet ist die FE8180 für den Einsatz an Flughäfen, in Einkaufszentren, im Einzelhandel, auf Parkplätzen, aber auch in Büros. Darüber hinaus ist sie, wenn sie bei der Wand- oder Deckenmontage auf einer ebenfalls erhältlichen flachen Anbauplatte für die Gehäuserückwand befestigt und um 15 Grad geneigt wird, auch für die Überwachung von Eingängen geeignet.

Von der leistungsfähigen Kamera ist der Weg zur intelligenten Videoauswertung nicht weit. Was planen Sie diesbezüglich?

Seit 2015 konzentriert sich Vivotek – neben fortschrittlicher Bildtechnik, modernen Produkten und umfassenden vertikalen Lösungen – auf die Entwicklung von intelligenten Funktionen. Wir haben die Vivotek Application Development Platform VADP gestaltet, eine offene Plattform für die Integration von Videoanalyse-Programmen in Kameras. Intelligente Funktionen wie die Objektzählung, die Detektion des Überschreitens vorgegebener Grenzen und die Gesichtserkennung, können so direkt in Vivotek-Kameras eingebaut werden. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Wirtschaftlichkeit für die Kunden.

Des Weiteren haben wir drei wichtige Videoanalyse-Funktionen, kurz VCA für Video Content Analysis, für kommerzielle Anwendungen eingeführt: Field Detection, Line Crossing Detection und Object Counting. Das gesamte Videoanalyse-Programmpaket ist bereits in den Kameras MD8562, FE8174/74V und FE8173 enthalten, weitere Kameras werden bald folgen.

Welche Ziele verfolgen Sie derzeit gemeinsam mit Ihren Software-Partnern?

Von Anfang an hat sich unser Unternehmen der Aufgabe gewidmet, auf die Anforderungen des Marktes mit zuverlässigen IP-Überwachungslösungen zu reagieren. Eine flexible Installation und skalierbare Erweiterungen sind zwei wichtige Faktoren, die Kunden bei der Einrichtung eines IP-Überwachungssystems in Erwägung ziehen. Seit Jahren arbeiten wir eng mit internationalen und regionalen Programmierern für Videomanagement-Software zusammen, um Kamera-Funktionen nahtlos auf verschiedenen Plattformen zu integrieren. Zukünftig werden wir uns verstärkt um die Integration von Hardware und Software-Plattformen kümmern, um unsere Produkte und Services an die Innovations-Spitze zu bringen, die mit ihren topaktuellen Funktionen die Bedürfnisse der Kunden decken.

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Vivotek-Interview

Flexible und skalierbare Überwachungssysteme

Auf der Security Essen stellte der aus Taiwan stammende Hersteller für Sicherheitstechnik Vivotek seine neuesten Lösungen vor. PROTECTOR befragte Steve Ma, Vivoteks Executive Vice President, zu den Plänen des Unternehmens rund um Videoanalyse und zu den gemeinsamen Zielen mit Software-Partnern.

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Fünf-Megapixel-Fischaugenkamera im Minaturformat

Vivotek hat eine extrem kleine Fünf-Megapixel-Fischaugen-Netzwerkkamera entwickelt. Die FE8180 ist äußerst flach und hat einen Durchmesser von nur 90 Millimetern. Sie komplettiert das Angebot von Vivotek an Fischaugen-Modellen.

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Fischaugen-Kameraserie mit fünf Megapixeln

Vivotek hat zwei neue Modelle für seine Kameraserie mit Fisheye-Optik angekündigt: die Fünf-Megapixel-Modelle FE8181 und FE8181V.

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Fischaugen-Kameras zur Überwachung

Blick in alle Richtungen

Da die IP-Überwachung inzwischen auch den Massenmarkt für die Objektüberwachung erreicht hat, sind Hersteller dabei, neue und bessere Möglichkeiten zu entwickeln, um die herkömmlichen Überwachungsanwendungen zu verbessern.