Foto: Freudenberg

W&S Coach

Einsatzbereit bis ins Rentenalter

Die Einsatzfähigkeit älterer Mitarbeiter zu erhalten, ist wichtig, weil diese in Zukunft länger eingesetzt werden, und der Nachwuchs besser geschult werden muss. Eignungstests zeigen, dass junge Bewerber den Anforderungen nicht immer gewachsen sind.

Ein Grund dafür ist die "Generation Internet“, deren Fitness häufig konditionell nicht ausreichend ist. Umso wichtiger ist es, dass die verfügbaren Kräfte möglichst lange im Dienst verbleiben können. Aufgrund insbesondere der physischen Belastungen beträgt die Sonderaltersgrenze für Berufsfeuerwehren bislang 60 Jahre. Mitarbeiter einer Werkfeuerwehr müssen hingegen bis zum regulären Renteneintrittsalter, derzeit 65 und in Zukunft 67 Jahre, ihren Dienst leisten - eine große Herausforderung. Umso wichtiger ist der kontinuierliche und professionell betreute Erhalt der physischen Leistungsfähigkeit, damit die Mitarbeiter bis zum Eintrittsalter ihren aktiven Dienst versehen können.

Die Mitarbeiter der Werkfeuerwehr erhalten bei Freudenberg eine duale Ausbildung, nämlich eine Berufsfeuerwehrausbildung und eine zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft. Mit dieser dualen Qualifikation können die Mitarbeiter je nach Ereignis flexibler eingesetzt werden, als dies bei einer strikt getrennten Ausbildung der Fall wäre. Regelmäßige Weiterbildung und Teilnahme an Lehrgängen halten das Know-how der Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand der Technik.

Für den Fall, dass eine Verwendung im Einsatzdienst aus arbeitsmedizinischer Sicht nicht mehr vertretbar ist, können diese Mitarbeiter dank ihrer bereichsübergreifenden Kompetenz und langjährigen Erfahrung an anderen Standorten dafür eingesetzt werden, Standardisierungen im Brandschutz zu entwickeln und umzusetzen. Die Mitarbeiter verbleiben dadurch im Unternehmen, übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben und bringen ihre Expertise und fachliche Erfahrung ein, um Standards zu implementieren. Gleichzeitig erhalten junge Mitarbeiter die Chance, Erfahrungen im Einsatzdienst zu sammeln.

Fitness im Fokus

Am Standort der Unternehmensgruppe Freudenberg in Weinheim ist im Rahmen der weltweiten Arbeitssicherheits-Initiative „We all take care“ ein Projekt prämiert worden, das sich der Leistungsfähigkeit der Werkfeuerwehr widmet.

Da die Feuerwehrleute teilweise unter erschwerten Bedingungen mit Atemschutz und einer schweren persönlichen Ausrüstung in den Einsatz müssen, ist eine hohe physische wie auch psychische Belastbarkeit besonders wichtig. Die Arbeit im Schichtdienst erschwert den regelmäßigen Besuch eines Sportstudios, weswegen der Werk-/Brandschutz von Freudenberg Service es seinen Mitarbeitern ermöglicht, ihre Fitness während der Arbeitszeit zu steigern. Eine verbesserte Leistungsfähigkeit erleichtert während eines Einsatzes die Konzentration und senkt damit das Unfallrisiko. Das freiwillige Angebot wird von den Mitarbeitern sehr gut angenommen und macht sich auch in den regelmäßigen Auswertungen der Leistungsfähigkeit positiv bemerkbar.

Die Ausgestaltung des Fitnessprogramms ist gemeinsam mit einem externen Dienstleister entwickelt worden, wobei die Mitarbeiter nach individuell auf sie zugeschnittenen Plänen trainieren. Die investierte Arbeitszeit amortisiert sich schnell über den verbesserten Krankenstand, der deutlich reduziert werden konnte. Das Programm entfaltet dabei nicht zuletzt eine positive Außenwirkung des Unternehmens, da potenzielle Bewerber sehen, dass das Unternehmen am Erhalt der Leistungsfähigkeit bei einem stressigen und risikoreichen Beruf aktiv mitarbeitet. Dieser positive Eindruck lässt sich an den gestiegenen Bewerbungen seit Bekanntwerden des Programms verifizieren.

Dirk Jacobs, Head of Security & Fire Safety der Freudenberg Service KG

Foto: Freudenberg

Brandschutz im Industriepark

Reibungslose Produktion

Technologie- und Industrieparks zeichnen sich durch leistungsfähige Infrastrukturen sowie umfangreiches Service- und Dienstleistungsangebote aus. Ebenso spielt die Sicherheit eine große Rolle. W&S hat sich das Brandschutzkonzept für den Industriepark Weinheim angesehen.

Foto: Hectas

Werkschutz

Veränderte Anforderungen für Fachkräfte

Die Anforderungen an Werkschutzfachkräfte haben sich in den letzten 15 Jahren deutlich verändert, das Bild des „Nachtwächters“, der abends seine Runden dreht oder seinen Dienst nur an der Pforte versieht, ist mittlerweile ein Anachronismus.

Foto: Flughafenfeuerwehr Stuttgart

W&S Coach

Weiterbildung ist ein Muss

Am Flughafen Stuttgart halten sich bis zu 25.000 Menschen über den Tag verteilt in den Terminals auf, während rund 400 Maschinen den Airport täglich nutzen. Auf insgesamt 10.400 Quadratmetern sind zahlreiche Shops sowie Gastronomie- flächen untergebracht.

Foto: BDSW

Sicherheitsdienstleister

Attraktiver werden

Die Abbruchquote der Auszubildenden, zur Fachkraft für Schutz- und Sicherheit, ist in Deutschland sehr hoch und stellt für die privaten Sicherheitsdienstleister einen akuten Handlungsbedarf dar, wenn weiterhin eigener Nachwuchs in der Branche gefördert werden soll. Mit folgenden Handlungsempfehlungen kann der Beruf für Auszubildende attraktiver gestaltet werden.