Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen die Vorteile eines Smart Home, das nun dank EN 303 645 sicherer werden soll.
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Smart Home

EN 303 645 – mehr Sicherheit im Smart Home

Mehr Sicherheit für vernetzte Geräte im Smart Home – dafür liefert der Europäische Standard (EN) 303 645 nun die Grundlage.

Als Cybersicherheitsbehörde des Bundes war das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) maßgeblich an der Entwicklung des am 30. Juni 2020 durch die europäische Normungsorganisation ETSI (European Telecommunications Standards Institute) veröffentlichten Standards EN 303645 für mehr Sicherheit im Smart Home beteiligt.

Smart Home wird oft angegriffen

Immer mehr Menschen in Deutschland nutzten die Möglichkeiten der Digitalisierung und Vernetzung des eigenen Zuhauses, so BSI-Vizepräsident Gerhard Schabhüser. Jedes neue internetfähige Gerät eröffne aber auch Cyberkriminellen neue Angriffsmöglichkeiten. Daher habe das BSI gemeinsam mit Herstellern, Prüfinstituten und internationalen Regierungsorganisationen die Entwicklung des neuen Standards vorangetrieben. Es gelte, vernetze Geräte als Teil des täglich wachsenden Internets der Dinge (IoT) auf eine sichere Basis zu stellen. Mit dem neuen EU-Standard sei dies gelungen; für die Informationssicherheit und Privatsphäre der Verbraucher in Deutschland und Europa sei dies ein Meilenstein, erklärt Schabhüser.

Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen die Vorteile eines Smart Home, das nun dank EN 303 645 sicherer werden soll.

EN 303 645 mit verpflichtend umzusetzenden Anforderungen

Der neue, weltweit anwendbare Mindestsicherheitsstandard EN 303 645 dient als Empfehlung für die sichere Entwicklung (Security by Design) von IoT-Geräten. Er baut auf dem vorherigen Standard TS 103 645 auf, und auch der vom BSI mitentwickelte deutsche Sicherheitsstandard DIN SPEC 27072 ist in die Erstellung des neuen europäischen Standards eingeflossen.

Unzureichend geschützte IoT-Geräte sind ein Risiko für die Informationssicherheit und Privatsphäre der Nutzer und daher ein beliebtes Ziel von Cyberangreifern. Kompromittierte Geräte können missbraucht werden, um an persönliche Daten der Besitzer zu gelangen oder um großflächige Cyberangriffe auf Infrastrukturen Dritter durchzuführen. Um diesen Bedrohungen zu begegnen, beinhaltet der Standard verpflichtend umzusetzende Anforderungen. Hierzu gehören sichere Authentisierungsmechanismen, ein angemessenes Update-Management und die Absicherung der Kommunikation.

Auf Basis des neuen Standards erarbeitet das BSI mit weiteren Partnern bei der europäischen Standardisierungsorganisation ETSI derzeit bereits eine Prüfspezifikation zu EN 303 645. Diese definiert, wie die Anforderungen aus dem Sicherheitsstandard strukturiert und umfassend getestet werden können.

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BSI

Dr. Schabhüser zum neuen Vizepräsidenten ernannt

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BSI

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Foto: VdS

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