BHE und Messe Essen veranstalteten im September 2019 wieder gemeinsam die Essener Sicherheitstage.

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Erfolgreiche Sicherheitstage von BHE und Messe Essen

BHE und Messe Essen veranstalteten im September gemeinsam die Essener Sicherheitstage. Regeländerungen und Anwendungstipps prägten den zweitägigen Branchentreff.

Den Auftakt der Essener Sicherheitstage 2019 von BHE und Messe Essen gab eine Podiumsdiskussion zum Thema Fluchtweglenkung, die von Steffen Ebert von der Fachzeitschrift GIT-Sicherheit moderiert wurde. Bastian Nagel von der Hekatron Vertriebs GmbH, Jörg Finkeldei, Inotec Sicherheitstechnik GmbH und Uwe Hoffmann, Ifam GmbH, debattierten mit den Planern und Sachverständigen Sascha Puppel und Raimond Werdin die Frage, wie Brandschutzplanung, speziell der Fluchtwege mit anderen Gewerken sinnvoll kombiniert werden kann.

Podiumsdiskussion auf den Essener Sicherheitstagen zu gewerkeübergreifender Brandschutzplanung

Aus dem Publikum brachte dazu Sebastian Brose vom VdS den Impuls ein, ob es dazu nicht einer übergeordneten Instanz bedürfe, jemanden, der „den Hut“ aufhabe: „Die gesamte Sicherheitstechnik-Branche ist im Begriff, sich zu vernetzten. Doch im Brandschutzbereich haben wir immer noch das vorherrschende Denken, dass der eine die Brandmeldeanlage plant, der zweite die RWA und der dritte die Fluchtwege.“ Sascha Puppel pflichtete der Forderung nach einem Koordinator gewerkeübergreifender Planung bei und betonte, dass die Betreiber so früh wie möglich in die Planungsphase miteinbezogen werden müssten. Dies gelte nicht nur für die Nutzer, meinte Jörg Finkeldei. Alle Beteiligten, vom Hersteller über die Distributoren, Planer und Errichter bis zum Endkunden müssten bei der Planung von Anfang an in einem Boot sitzen. Doch Bastian Nagel gab zu Bedenken, bevor man sich über die konkrete Planung unterhalte, müssten Begrifflichkeiten in der Brandschutzbranche geklärt werden: „Was ist ein eigentlich ein Brandabschnitt? Eine Wand, ein Geschoss, ein ganzes Gebäude? Wir müssen uns zunächst auf die Semantik einigen, und sicherstellen, dass alles dasselbe unter einem Begriff verstehen“.

BHE gewinnt Referenten zu allen Bereichen der elektronischen Sicherheitstechnik

Nach der Brandschutzspezialisten-Runde konnten sich die Besucher, überwiegend Errichter aus der Region Nordrhein-Westfalens sowie Planer und Architekten in zwei parallel laufenden Vortrags-Panels umfassend über Neuerungen und Hitergründe aus allen Bereichen der elektronischen Sicherheitstechnik informieren.

So schilderte im Bereich Perimeterschutz Roland Popp von der STYX Sicherheitstechnik GmbH die Projekterfahrung aus Sicht eines Errichters und Thomas Hermes von Securiton gab Einblicke in Detektion, Verifikation, Intervention und intelligente Außenbeleuchtung eines Perimeter-Sicherheitssystems im laufenden Betrieb.

Manfred Klostermeier, Interflex Datensysteme, widmete sich dem in der elektronischen Zutrittskontrolle schwierigen Thema von Normen und Standards. Der Fachautor und ehemalige Mitarbeiter von PCS, Werner Störmer, plädierte dafür, den Begriff „Zutrittskontrolle“ durch „Zutrittssteuerung“ zu ersetzen sowie Off- und Online-Systeme zusammen zu denken. Wie Schließanlagen cloudbasiert und sicher über das Smartphone gesteuert werden können, erläuterten im Zutrittsblock schließlich Hanspeter Seiss und Johannes Ullmann von Evva Sicherheitstechnik.

Im Segment Videosicherheit sprach Jochen Sauer von Axis Communications über die Herausforderungen der Smart City, und Dekom-Geschäftsführer Wolfgang Haack erläuterte am Beispiel des Luxushotels „The Fontenay“ in Hamburg, wie ein Videosicherheitssystem datenschutzkonform und mit geringem Aufwand realisiert werden kann. Diana Henn von Barox Kommunikation widmete sich schließlich der Systemsicherheit von IP-Netzwerken, und machte konstruktive Vorschläge wie diese erreicht werden kann.

Im Bereich Alarmierung veranschaulichte Rainer Holsteg von Advancis, wie intelligente Gefahrenmanagementsysteme effizient arbeiten, dabei Kosten senken und die Sicherheit erhöhen können, und Stephan Holzem von Telefonbau Arthur Schwabe (TAS) brachte die Teilnehmer auf den neuesten Stand der Vorschriftenlage bei der Aufschaltung von Alarmübertragungsanlagen.