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Gefahrenmanagement

Erweiterung und Integration

Um für komplexer werdende Sicherheitsstrukturen aktuell und gut handhabbar zu bleiben, erweitern Gefahrenmanagementsysteme zunehmend ihre Möglichkeiten. Auch Funktionalitäten aus Bereichen wie Anlagenwartung und Service werden integriert, was Komfort und Mehrwert bietet.

Die optimale Meldungsverarbeitung ist die zentrale Aufgabe eines Gefahrenmanagement-systems. Langjährige Erfahrung und fachliche Kompetenz sind notwendig, um rechtzeitig zu erkennen, dass diese Anforderungen auch entsprechende Anpassungen im Kern des Systems erfordern. Am Beispiel von Flexes Guard werden Aspekte beleuchtet, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Seit seiner Markteinführung wurde das System den Kundenanforderungen entsprechend stetig weiterentwickelt.

Vielseitiges Schnittstellendesign

Eine große Anzahl von Schnittstellentreibern ermöglicht es, neben der Integration der hauseigenen Gewerke Brandmeldetechnik, Sprachalarmierung und Krankenhauskommunikation auch ein ständig wachsendes Portfolio an proprietären Anbindungen vorzunehmen. Die wichtigsten Standardprotokolle für die Integrationslösungen: OPC (Automatisierungstechnik), BACnet (Gebäudeautomatisierung), Modbus (Industrie-Sensorik) und ESPA 4.4.4 (Ruftechnik) werden unterstützt. Da die Novar GmbH im Umfeld des Gefahrenmanagements klassischer Sicherheitstechnikdisziplinen auf eine erfolgreiche Historie zurückblickt, konnte sie hier ihr Know-how in die Vorgaben für die Entwicklung des Managementsystems einbringen.

Zu den wichtigsten Anforderungen an moderne Systeme zählen neben der Möglichkeit einer Gewerke übergreifenden Integration auch ein verteiltes, paralleles Arbeiten an mehreren Bedienplätzen (Clients), in Industrieleitständen auch mit mehreren Monitoren. Eine hohe Ausfallsicherheit, eine sichere Datenhaltung, die Integration der angeschlossenen Subsysteme in bestehende IT-Landschaften und die schnelle und sichere Lagebeurteilung sind ebenso wichtig. Gefahren- und Sicherheitsmanagementsysteme erfassen und protokollieren Informationen aus verschiedenen Gewerken, bereiten diese entsprechend auf und zeigen sie in sinnvoller Weise an. Sie stellen außerdem eine einheitliche Bedienoberfläche für die Gewerke der Sicherheitstechnik bereit. Konfigurationsänderungen an Subsystemen, etwa an einem aufgeschalteten Brandmelderzentralen-Netzwerk, werden automatisch erkannt, die Meldepunkte werden in die Datenbank aufgenommen und sind danach sofort meldebereit.

Anforderungen an moderne Systeme

Verstärkt nachgefragt wird die flexible Erweiterungsmöglichkeit um weitere Arbeitsplätze sowie die Integration neuer Funktionsmodule und zusätzlich aufgeschalteter Geräte. Ein Update von Altsystemen durch die unkomplizierte Übernahme der Projektdaten (Grafiken, Symbole, Berechtigungen, Datenbank) sollte leicht realisierbar sein.

Mit einem geeigneten Softwaredesign können Anforderungen erfüllt werden, die heute an ein modernes Gefahrenmanagement gestellt werden: dazu zählen u.a. unterschiedliche Schnittstellen zur Datenerfassung, individuelle Datenaufbereitung, Modularität, Automatisierungsfunktionen und verschiedenste Ausgabekanäle zur Verteilung der Informationen. Der Programmkern von Flexes Guard basiert auf Java und stellt eine ideale Grundlage für plattformunabhängige Meldungsvisualisierung dar. Der Zugriff auf sämtliche Daten kann ortsunabhängig auf verschiedenen mobilen Endgeräten (PC, Tablet, Smartphone) erfolgen. Die integrierte Rechteverwaltung ermöglicht individualisierte Ansichten und Funktionalitäten. Eine der zentralen Aufgaben im Gefahrenmanagement ist es, die relevanten Informationen über eine Gefahrensituation bereitzustellen. Auch vollautomatische Aktionen wie der Feuerwehrlaufkartendruck können so im Brandfall gestartet werden.

Unterstützung bei der Bedienung

Die zunehmende Datenflut komplexer Sicherheitsstrukturen muss mittels Filterung geordnet und kanalisiert werden. Im Fall einer drohenden Gefahr müssen selbst in umfangreichsten Systemen möglichst schnell die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden, um betroffene Personen und Sachwerte im Gebäude zu schützen. Ein System wie Flexes Guard ist darauf ausgerichtet, die unterschiedlichen Softwareplattformen zu vereinheitlichen sowie Funktionalitäten zu integrieren, die im Bereich der Anlagenwartung und des Service bisher durch eigenständige Tools bedient wurden. Die Möglichkeiten der neuen Medien und die Verteilung der relevanten Meldungen auf die unterschiedlichen Plattformen erfordern ebenfalls strukturelle Anpassungen und Weiterentwicklungen an der Basis der Systeme.

Offensichtliche Mehrwerte entstehen zudem, wenn Gefahrenmanagementsysteme auch bei der täglichen Arbeit unterstützen. Es können etwa wiederkehrende Vorgänge, die mit angeschlossenen Gewerken durchgeführt werden müssen, teil- oder sogar vollautomatisch abgewickelt werden. Weiter ist es wichtig, bei steigender Informationsflut den Überblick zu behalten. Funktionen, die eine Überführungsmöglichkeit von Protokolldaten oder Meldepunktinformationen in exportierbare, übersichtliche Tabellen bieten, sind hier von großem Vorteil – besonders, wenn sie anschließend mit benutzerbezogenen Filtern die für den jeweiligen Nutzer relevanten Informationen selektiv anzeigen.

Schulung und Service immer wichtiger

Die Einsatzmöglichkeiten für Managementsysteme sind fast unbegrenzt und erstrecken sich von kleineren Projekten (vernetzte BMA) über das Transportwesen bis hin zu Großprojekten wie Flughäfen, Industrieanlagen oder Bürokomplexen, in denen die komplette Palette der Sicherheitstechnik zu finden ist. Allen gemein ist, dass im Falle einer Gefahrensituation die Lage möglichst schnell beurteilt und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden sollen. Trotzdem ist für jedes Projekt eine individuelle Planung vorzunehmen. Um die Möglichkeiten eines Managementsystems optimal nutzen zu können und um eine erfolgreiche Umsetzung von Gefahrenmanagement-Projekten zu gewährleisten, werden für Flexes Guard Systemschulungen angeboten. Daneben erhalten die Kunden Unterstützung bei der Beratung und der Planung sowie bei der Umsetzung und Inbetriebnahme.

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Intelligentes Sicherheitsmanagement

Filter in der Datenflut

In komplexen Sicherheitsstrukturen gewinnt ein Teilaspekt immer mehr an Bedeutung: Die Datenflut, mit der wir in allen Bereichen konfrontiert werden, ist ohne Filterung nicht mehr zu bewältigen; so auch im Bereich der Sicherheitstechnik.

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Novar/Esser

Gefahrenmanagement mit Flexes Guard

Novars Marke Esser umfasst nun auch das kürzlich neu vorgestellte, modulare Gefahrenmanagementsystem Flexes Guard, das Schnittstellen zur Datenerfassung, Datenaufbereitung und automatisierte Abläufe miteinander vereint.

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Präventive Alarmtechnik

Stopp für Einbrecher

Einbruchsdelikte sind für die Polizei ein Dauerthema. Sowohl private Immobilienbesitzer und -mieter, aber auch Unternehmen sind gefragt, Gebäude durch gezielte Prävention zu schützen. Moderne Einbruchmeldetechnik ist ein wichtiger Baustein im Sicherheitskonzept.

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Advancis im Interview

Sicherheit erhöhen, Kosten senken

Der Markt für elektronische Sicherheitstechnik wächst stetig, und der Trend geht insbesondere zur Digitalisierung und Vernetzung dieser Technik mit anderen Gewerken. Jan Meiswinkel, Geschäftsführer der Advancis Software & Services GmbH, erläutert im Interview die Vorteile eines herstellerneutralen Gefahrenmanagementsystems.