Krifa 2014

Fachtagung Kritische Infrastrukturen

Magdeburg meldete 2013 die „größte Hochwasserkatastrophe seiner Geschichte“. Welche Erfahrungen Behörden sowie Bevölkerungs- und Katastrophenschützer bei solchen extremen Ereignissen gesammelt haben, ist ein Thema auf der Fachtagung Krifa am Dienstag, 27. Mai, in Münster.

Krifa – dieser Tagungstitel steht seit 2013 für „Kritische Infrastrukturen“. Bei der Premiere vor einem Jahr ging es darum, wie Organisationen im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz die Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls bewältigen.

Auf der Krifa träfen sich die Aktiven im Einsatz, die Leiter der Krisenstäbe sowie Führungskräfte und Behördenvertreter zu einem offenen und praxisorientierten Informationsaustausch, erläutert Thomas Arabin, Geschäftsbereichsleiter Eigenveranstaltungen beim Messe und Congress Centrum Halle Münsterland das Konzept des Kongresses mit angeschlossener Ausstellung. Etwa 200 Teilnehmer werden erwartet.

In Münster werden Experten aus den Hochwassergebieten der vergangenen Jahre von ihren Erfahrungen berichten. In Magdeburg zum Beispiel galt es 2013, den Einsatz von 2000 Helfern aus ganz Deutschland zu koordinieren, Deiche zu verteidigen, Stadtteile zu räumen und Notunterkünfte einzurichten.

Eines der größten Probleme ist dabei die Kommunikation. Telekom-Experten berichten auf der Krifa, wie sie mit der Hochwasserlage 2013 umgegangen sind. Verlässliche Wetterdaten sind eine Grundlage, um die Bevölkerung rechtzeitig warnen zu können. Hierzu referiert der Meteorologe Klaus Wesp. Treten die Flüsse über die Ufer, fehlt es nicht an Freiwilligen: Sie verabreden sich kurzfristig über soziale Medien und packen engagiert mit an. Allerdings verfügen sie meist über keinerlei Erfahrung im Katastrophenschutz und bringen sich zudem häufiger in Gefahr als professionelle Kräfte. Wie kann der Einsatz der Freiwilligen koordiniert werden? Mit der Rolle der „ungebundenen Helfer“ hat sich das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes befasst.

Auch Fragen der Logistik, darunter die Rekrutierung und Betreuung von Einsatzkräften und die Versorgung mit Trinkwasser, stehen auf der Tagesordnung. Bei allen konkreten Einsatzfragen wird aber auch nicht der Blick auf die Zukunft aus den Augen verloren: Wie können künftig extreme Hochwasserereignisse verhindert werden? Dazu spricht mit Reinhard Vogt, Geschäftsführer der Hochwasserschutzzentrale Köln, ein ausgewiesener Experte.

Die Trinkwasserversorgung als Teil der Kritischen Infrastrukturen muss entsprechend gesichert werden – hier das Beispiel eines Wassertransportmoduls.
Foto: M. Lülf, Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr

Katastrophenschutz

Trinkwasser als Teil der Kritischen Infrastruktur

Die Trinkwasserversorgung gehört zu den Kritischen Infrastrukturen (Kritis). Für Not- und Krisensituationen muss entsprechend vorgesorgt werden.

Foto: MCC Halle Münsterland

Krifa 2016

Behörden als kritische Infrasturkturen

Als kritische Infrastrukturen gelten vor allem die Strom- und Wasserversorgung und die Kommunikationstechnik. Die Fachtagung Krifa nahm vor Kurzem eine ganz andere kritische Infrastruktur in den Blick – die Katastrophenschutz-Behörden in den Kreisen und kreisfreien Städten selbst.

Waldbrände und andere Naturgefahren treten bedingt durch den Klimawandel immer häufiger auf. Sie stellen auch ein Problem für Kritische Infrastrukturen da.
Foto: Harry Hautumm/Pixelio

Wirtschaftsschutz

Kritische Infrastruktur vor Naturgefahren schützen

Wenn Naturgefahren wie Starkregen, Dürre, Waldbrände oder Sturmfluten auf Kritische Infrastrukturen treffen, entfaltet sich großes Katastrophenpotenzial.

Im Fall einer Versorgungskrise kommt es schnell zu Hamsetrkäufen und Engpässen bei Lebensmitteln.
Foto: Wikimedia Commons

Wirtschaftsschutz

Versorgungskrisen: Was tun, wenn das Wasser ausgeht?

In Versorgungskrisen ist effektives Katastrophenmanagement gefragt. Das Projekt „Nolan“ erforscht dazu öffentlich-private Partnerschaften.