Foto: Fraunhofer IOSB

Sicherheitsforschung

Flugroboter und digitale Lagetische als Helfer

Am 12. Juli 2012 trafen sich im Fraunhofer IOSB Premium-Partner der BDSW Sicherheitsforschungskooperation sowie Sicherheitsakteure zu einer Informationsveranstaltung zu aktuellen Forschungsprojekten.

So hatten auch Sicherheitsakteure, die bisher noch kein Premium-Partner sind, die Möglichkeit, sich über die Kooperation unmittelbar ein Bild für ihre Entscheidungs-findung zu machen. Unter der Leitung von Dr. Michael Meißner, Fraunhofer IOSB, und Wolfgang Wüst, mit BSG-Wüst GmbH (Premium-Partner), wurden Institut und Motivation der Forschungskooperation vorgestellt. Meißner stellte die Arbeitsfelder Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung vor und zeigte Berührungspunkte zu sicherheitstechnischen Dienstleistungen auf. Wüst betonte, dass die Forschungskooperation einerseits dem Ziel der Effizienzsteigerung von Leitstellen dienen soll. Andererseits soll die Kooperation dazu verhelfen, dass die Bedeutung und Entwicklung sicherheitstechnischer Dienstleistungen auch auf wissenschaftlicher Ebene mit Praktikern diskutiert werden kann.

Gestengesteuerte Lagetische

Kurzvorträge gaben den Teilnehmern Informationen aus erster Hand über aktuelle Forschung in den Bereichen Bildauswertung, vernetzte Videoüberwachung, gestengesteuerte Lagetische sowie anwenderorientierte Lern- und Entwicklungssoftware.

Die Inhalte der Fachvorträge wurden anschließend durch praktische Vorführungen von aktuellen Forschungsarbeiten verstärkt. So bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, gestengesteuerte Lagetische des Fraunhofer kennen zu lernen und im Smartcontrolroom die Möglichkeiten eines voll digitalisierten Lagezentrums zu erfahren. Ferner wurde der Einsatz von Flugrobotik mit Videoüberwachung im Verbund mit einem Segway im Außengelände dargestellt.

Flugroboter liefert Bilder an die Leitstelle

Der Flugroboter hatte die Aufgabe, autonom in einem festgelegten Abstand und in einer bestimmten Höhe zum Segway-Fahrer Bilder von diesem Objekt an eine – auch mobile – Leitstelle zu senden. Mit Blick auf eine aktuell fertiggestellte mobile Leitstelle und ein Sicherheitsszenario "Großveranstaltungen" wurde Sicherheitsforschung "begreifbar".

In der abschließenden Diskussion zeigte sich deutlich, dass alle beteiligten Personen, auch diejenigen, die noch nicht Premium-Partner der Sicherheitsforschungskooperation sind, ihre Bedeutung anerkennen. Durch die anwenderorientierten Kurzvorträge und Praxisbeispiele konnten Erkenntnisse über die Generierung von Nutzwerten veranschaulicht werden. Besonders der gemeinsame Informationsaustausch zur Thematik in einer ausführlichen und hochklassig besetzten Gesprächsrunde wurde als förderlich wahrgenommen.

Gemeinsam auf Security 2012

Die Premium Partner der Sicherheitsforschungskooperation und das Fraunhofer IOSB werden auf der Security 2012 in Essen gemeinsam in der Öffentlichkeit am Stand des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) in Halle 4 auftreten. Am Fraunhofer-Lagetisch werden Fachleute von BDSW und Fraunhofer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Foto: Fraunhofer IOSB

Digitaler Lagetisch im Lagezentrum

Den Durchblick bewahren

Auf der Security in Essen konnten sich die Fachbesucher erstmals über die neue Partnerschaft zwischen dem Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) und dem BDSW informieren. Zentrales Exponat: der digitale Lagetisch.

Foto: Fraunhofer IOSB

Fraunhofer IOSB

Mobile Roboter als Katastrophenhelfer

Seit dem 11. September 2001 arbeiten Forscher an roboter- und sensorbasierten Unterstützungssystemen für das Katastrophenmanagement. Insbesondere die Lageaufklärung zur Rettung von Opfern und zum Schutz der Einsatzkräfte ist im Fokus der Entwicklerteams. Zu Beginn dieses Jahres startete das Projekt Seneka.

Foto: BDSW

BDSW

Technik-Tagung mit Zukunftsaussichten

In Anwesenheit des IHK-Präsidenten und BDSW-Mitgliedes Bernd Bechtold, des BDSW-Vizepräsidenten Peter H. Bachus und des BDSW-Landesgruppenvorsitzenden Albert Haber fand die BDSW Technik-Tagung unter dem Motto "Agenda 2020 - Ein Blick in die Zukunft" am 25. April 2012 statt. Über 100 Experten für sicherheitstechnische Dienstleistungen waren anwesend.

Foto: DFKI GmbH

Robotersysteme

Unterstützung in menschenfeindlicher Umgebung

Müssen chemisch verseuchte Areale saniert oder kerntechnische Anlagen zurückgebaut werden, sind die Arbeiter – allen Vorsichtsmaßnahmen und Schutzausrüstungen zum Trotz – erheblichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Künftig sollen Robotersysteme solche Dekontaminationsarbeiten ausführen, damit Menschen der Gefahrenzone fernbleiben können.