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Salto Systems

Ganz oben angekommen

Die Mitarbeiterzahl hatte sich verfünffacht, der Umsatz versechsfacht, der Platz wurde eng. Fünf Jahre nach seiner Gründung ist Salto Systems Deutschland aus dem Industriegebiet im beschaulichen Gevelsberg in eine 30er-Jahre-Villa nach Wuppertal umgezogen. Anfang Juli 2015 feierte man gebührend am neuen, prunken Standort.

Im Juli 2010 hätten mit dem Namen Salto Systems in Deutschland selbst Branchenkenner kaum etwas anfangen können, sagte Geschäftsführer Axel Schmidt in seiner Eröffnungsrede. Inzwischen sei man bei allen Wettbewerbern bekannt, akzeptiert und respektiert. Kein Wunder, ist der Hersteller von elektronischen Zutrittskontrolllösungen nach eigener Aussage weltweit inzwischen doppelt so groß wie der bis dahin in der D-A-CH-Region bekannteste Name: Simonsvoss.

Axel Schmidt erzählte vom rasanten Aufstieg des von ihm in Deutschland aufgebauten Unternehmens. Er erläuterte die logistischen Herausforderungen, die das rasante Wachstum mit sich brachte und skizierte die technischen Entwicklungen vom Beschlag Salto Geo hin zur neuesten, webbasierten Software Proaccess Space. Das System, das vor den zahlreich erschienenen Partnern des Unternehmens zuvor ausführlich erläutert worden war, bündelt die Leistungsstärke seiner Vorgänger Proaccess und Hams, unterscheidet sich in der Architektur aber gleichzeitig von diesen Systemen. So soll etwa die Installation deutlich einfacher werden, unter anderem deshalb, weil die Web-basierte Software auf nur einem Server läuft und per Webbrowser auf sie zugegriffen werden kann.

Erfolgsgeheimnis „Salto Spirit“

Die erfolgreiche Entwicklung des Herstellers führte Axel Schmidt indirekt auf die Atmosphäre im Unternehmen zurück. So erwähnte er während seiner Rede mehrmals den „Salto Spirit“. Egal in welcher Hierarchiesparte man stehe: „Man wird begrüßt, beachtet, akzeptiert und respektiert. Man wird gefordert, aber auch gefördert. Es macht einfach Spaß, für Salto zu arbeiten.“ Als Beispiel erinnerte er unter anderem an den ersten Messeauftritt auf der Security 2010, als sein Team in Jeans und Polo-Shirt Besucherscharen an den Messestand zog. Etwa 100 Gäste, Partner, Lieferanten und Mitarbeiter von Salto Systems Spanien und Holland hörten gebannt zu.

Viele anwesende Gäste seien „Partner der ersten Stunde“, betonte der Salto-Geschäftsführer. Unter anderem erwähnte er die Firmen Adverbis, BKH Sicherheitstechnik, Ela-Soft, GST Sicherheitstechnik und Zambo. So habe man etwa mit GST den ersten Großauftrag realisiert, als man in einem Mühlheimer Krankenhaus 1.600 Türbeschläge verbaute.

Fünf Mitarbeiter beschäftigte das Unternehmen damals, betonte Schmidt, mit der Aufgabe, den Norden, Süden und die Mitte Deutschlands zu betreuen. Doch bald seien weitere Aufträge dazu gekommen. In den letzten Jahren habe man die Niederlassung in Gevelsberg kontinuierlich ausgebaut, zum Teil „unter grenzwertigen Umständen“, und irgendwann ging es nicht mehr. 2013 platzte der Standort aus allen Nähten.

24 fest angestellte Mitarbeiter arbeiten inzwischen für Salto Systems Deutschland. Der Umsatz hat sich in den letzten fünf Jahren versechsfacht: „Wir sind in der Gruppe der Zutrittskontrollhersteller in der D-A-CH- Region ganz oben angekommen. Alle Wettbewerber kennen und respektieren uns“, war sich Axel Schmidt sicher, der seit 2013 auf der Suche nach einer neuen Bleibe für sein Unternehmen war und in Wuppertal fündig wurde. Mitte März sei man in die 30-Jahre- Villa eingezogen, habe renoviert und sich eingerichtet: „Heute um elf Uhr sind wir fertig geworden.“

Andreas Albrecht

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Salto Systems

Den eigenen Stärken bewusst

Die Entwicklung von Salto Systems kennt seit der Gründung im Jahr 2000 nur eine Richtung: nach oben. 2016 werden erstmals über 100 Millionen Euro Umsatz erzielt, IHS führt das Unternehmen inzwischen als zweitgrößten Hersteller elektronischer Zutrittssysteme in Europa.

Axel Schmidt, Geschäftsführer Salto Deutschland im Interview mit PROTECTOR zur Coronakrise in der Zutrittskontrolle.
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Interviews

Coronakrise: „Wir haben alle viel dazu gelernt“

Axel Schmidt, Salto Deutschland, über die Veränderungen im Markt durch die Coronakrise, die Zukunft von Messen und die Entwicklung seines Unternehmens.

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Zutrittskontrolle im Seniorenzentrum

„Ein beruhigendes Gefühl“

Flexibilität bei der Berechtigungsvergabe und wenig Aufwand bei der Installation, diese beiden Punkte standen bei der Auswahl des elektronischen Zutrittssystems im Seniorenzentrum Horn im Mittelpunkt. Erreicht haben das die Verantwortlichen mit dem Einsatz einer kabellosen und virtuell vernetzten Lösung, die neben den Türen auch die Tiefgaragenzufahrt und die Briefkästen einbezieht.

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True 4K Kameras

Glasklare Sache

Panasonic stellte vor kurzem seine „True 4K Kameraserie“ mit einer Roadshow durch mehrere Städte in Deutschland und Österreich vor. PROTECTOR besuchte die Station in Stuttgart.