Foto: Pixelio.de/ Ulla Trampert

Statik

Gefahr durch Schneeberge auf den Dächern

Starker, lang anhaltender Schneefall birgt Einsturzgefahr fürs Heim. Prof. Norbert Gebbeken ist Statik-Experte an der Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen der Universität der Bundeswehr München und gibt Tipps, wie Hausdächer winterfest gemacht werden sollten.

Damit die Schneelast nicht erdrückend wird, müssen Eigentümer Vorsorge treffen. Was ist noch vor dem Schneefall zu erledigen? Dachrinnen säubern, Laubsiebe reinigen, Fallrohre und Abflussrohre überprüfen, damit tauender Schnee abfließen kann. Wenn es stark schneit, gibt es Weiteres zu beachten: Jeder Hauseigentümer oder Verfügungsberechtigte sollte wissen, wieviel Schnee sein Dach tragen kann. Das steht in der Statik für das Haus. In München sind es beispielsweise etwa 100 Kilogramm pro Quadratmeter.

Das variable Gewicht des Schnees

Nun sagt aber die Schneehöhe nichts über das Gewicht des Schnees aus, da es Schnee mit mehr oder weniger Wassergehalt gibt. Schon zehn Zentimeter nasser Schnee wiegt fast 100 Kilogramm pro Quadratmeter. Wenn der Hauseigentümer das Schneegewicht nicht selber bestimmen kann, dann sollte er einen Statiker zu Rate ziehen. Wenn sich bereits sichtbare Verformungen am Dach einstellen, Fenster oder Türen klemmen, oder sich Risse im Putz zeigen, dann besteht Handlungsbedarf.

Laien sollten nicht aufs Dach

Doch Vorsicht! Schnee vom Dach zu entfernen, das kann gefährlich werden. Als Laie sollte man das Dach besser gar nicht erst betreten. Die Gefahr abzurutschen oder einzubrechen, etwa durch verschneite Oberlichter, ist groß. Dachdecker sind im Schneeräumen geschult. Und wenn Gefahr im Verzuge ist, dann kann man auch die Feuerwehr alarmieren.

Besonders zu beachten ist auch die Eisplattenbildung nach Tau-Frost-Wechseln. Dann wird das Betreten des Daches zur Rutschpartie und man gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch Passanten.

Prof. Norbert Gebbeken, Universität der Bundeswehr München

Foto: Roofguards

Roofguards

Schneelast-Warnsystem kontrolliert Dachlasten

Die Nachricht vom Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall 2006 ist in trauriger Erinnerung geblieben. Der Druck auf die Verantwortlichen hat seither zugenommen. Der Schneelastwächter der Firma Roofguards wurde entwickelt, um die Einsturzgefahr von Dächern rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Foto: Julien Christ/ Pixelio.de

IT-Risiko der Woche

Cybergefahren im Sommerurlaub

Sommer bedeutet Urlaub, Entspannung und Ruhe. Und doch bleiben wir digital. Wir buchen Hotels online, lesen die digitale Version eines Sommerromans auf dem E-Reader am Strand und schicken digitale Grüße in die Heimat. Sind wir dabei auch „cybersafe“? Hier folgen sechs Tipps für einen entspannten Urlaub mit Smartphone & Co.

Foto: Lamilux

Lamilux

Flachdachfenster dienen als RWA

Die beiden Lamilux-Oberlichter aus dem CI-System Glaselement F100 sowie Glaselement FE stehen nun auch als geprüfte RWA-Varianten nach EN 12101-2 mit elektrischem Antrieb zur Verfügung. Damit wird Energieeffizienz mit sicherem Rauch- und Wärmeabzug vereint.

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Gefahrenquelle Polystyrol-Schaum

Die Hütte brennt normgerecht ab…

Schweres Heizöl ist in Deutschland neben Beton, Stein, Stahl und Glas der am meisten verwendete Baustoff! Aus Erdöl wird nämlich Polystyrol-Schaum hergestellt, der als Wärmedämmung zunehmend Verwendung findet.