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Frank Schimmel, stellvertretender Vorsitzender Fachausschuss Ausbildung.

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Gegen Phantasieabschlüsse im Sicherheitsgewerbe

Der BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft geht gegen die von diversen Bildungsträgern durchgeführten Phantasielehrgänge und -abschlüsse im Sicherheitsgewerbe vor. Dies sagte der stellvertretende Vorsitzende des Fachausschusses Ausbildung, Frank Schimmel, in Bad Homburg.

„Die Anstrengungen der Branche, die Mitarbeiter tätigkeitsbezogen zu qualifizieren, werden durch eine außerhalb der bestehenden Qualifizierungsstruktur liegende Bildungslandschaft konterkariert“, stellte Schimmel fest.

Der BDSW habe in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und dem DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) in den letzten zehn Jahren eine bundeseinheitliche Bildungspyramide entwickelt, deren Abschlüsse inzwischen nicht nur von den Kunden verlangt werden, sondern auch in Ausschreibungsverfahren Verwendung finden. „Leider werden immer noch Abschlüsse gefördert, die sich in diesem System nicht wiederfinden. Dies ist nicht nur eine enorme Verschwendung von Mitteln, es hilft auch weder den Mitarbeitern, noch den Unternehmen.“

In einer Information an die Bundesagentur für Arbeit und Schreiben an alle Dienststellen der Deutschen Rentenversicherung und des Berufsförderungsdienstes informierte der Verband über die bestehende Qualifizierungsstruktur und rief die Verantwortlichen dazu auf, künftig nur noch Maßnahmen zu fördern und zu genehmigen, die in dieses System passen. „Nur auf diesem Weg können zukünftige Sicherheitsmitarbeiter marktgerecht und entsprechend ihres zukünftigen Einsatzgebietes geschult werden, sodass ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen“, so Schimmel abschließend.