Foto: Maniago & Henss

Steuerung und Sicherung von Fluchttürsystemen

Gemeinsam stark

Ein attraktives Potenzial für Mehrwert und Komfort in der Fluchttürsteuerung steckt im abgestimmten Zusammenspiel moderner Modulsysteme. So lassen sich anspruchsvollste Anforderungen der Fluchtwegsicherung über die Kombination elektromechanischer Panikverschlüsse und elektrischer Fluchttürsteuerung mit reduziertem Aufwand und größerer Planungsflexibilität erfüllen.

Die Absicherung von Fluchttüren in Gebäuden stellt alle Beteiligten vor komplexe Anforderungen, denn die Sicherungs- maßnahmen müssen einerseits den Schutz von Menschenleben in Notsituationen mittels Panikfunktion gewährleisten, andererseits sollen sie aber auch nichtautorisierte Begehungen der Fluchtwege zuverlässig vermeiden – zum Beispiel zum Schutz von Sachwerten oder für einen kontrollierten Zugang zu sensiblen Daten. Fachplaner, Architekten und Objektnutzer fordern in beiden Fällen maximale Sicherheit und wünschen gleichermaßen Flexibilität und Komfort bei der Planung und Anwendung. Werden Hardware- und Software-Komponenten passge nau verbunden, können solche vielseitigen Anforderungen unkompliziert umgesetzt und darüber hinaus attraktive Funktionalitäten addiert werden. Eine erste moderne Modullösung dieser Art verknüpft nun auf intelligente Weise elektromechanische und elektrische Verriegelungssysteme von Türen in Flucht- und Rettungswegen und erweiterte damit nicht nur Planungsmöglichkeiten für Neubauten, sondern auch und insbesondere für die Nachrüstung von Objekten.

Funk und Farbdisplay für mehr Komfort und Klarheit

Zwei Partner, die direkt miteinander kommunizieren – so lautet die ebenso einfache wie smarte Erfolgsformel der neuen Lösung auf dem Markt, welche die komplexen Ansprüche aus Rettungswegsicherung und Zutrittskontrolle vereint und damit für Sicherheit in und entgegen der Fluchtrichtungen sorgt. Konkret wurden elektromechanische Panikverschlüsse aus dem Schließsystem „ÜLock-B“ von Südmetall mit dem elektrischen Fluchttürterminal FT-16 des Herstellers Maniago & Henss kombiniert. Der Dialog beider Systeme erfolgt über Funk. Hierzu sind Funk-Sende-Empfangseinheiten in die Schlösser integriert. So kann beispielsweise zur berechtigten Begehung der Türe gegen die Fluchtrichtung ganz einfach über Funk der Außendrücker des Schlosses vom Steuerterminal eingekuppelt werden. Ebenso erfolgen Statusmeldungen zum Zustand der Schließeinheit direkt an das Steuerterminal und werden dort angezeigt. Das FT-16 verzichtet dabei auf die marktüblichen, interpretierungsbedürftigen LED-Symboliken und spricht Klartext mittels Farbdisplay. Auf diese Weise werden Betriebszustände der Fluchttüre unmissverständlich kommuniziert. Zusätzlich können Einstellungen der Parameter wie Freigabe und Alarmzeiten simpel und schnell mittels Servicemenü vorgenommen werden. Die „ÜLock-B“-Schlösser gibt es in zwei installationsfreundlichen Ausführungen. Bei der Version „ÜLock-B Battery“ befindet sich eine Batterie im Schlosskasten. In der Ausführung „ÜLock-B Inductive“ erfolgt die Energieübertragung an das Schloss induktiv. Beide Varianten erübrigen damit die mühevolle Verkabelung des Türblatts. Das reduziert nicht nur Zeitaufwand und Kosten, sondern beseitigt auch gängige Probleme bei notwendigen Nachrüstungen in Gebäuden.

Rolf Maniago, Geschäftsführer MANIAGO & HENSS GmbH, www.maniago.de & Ulrich Bauer, Geschäftsführer Süd-Metall Schließsysteme Leipzig GmbH, www.suedmetall.com Security Essen 2018, Halle 3, Stand F20