Foto: Geutebrück

Kameratest

Geutebrück G-Cam EBC-3139

Wie schon in den vergangenen Heften präsentieren wir in dieser Ausgabe erneut Teilnehmer des PROTECTOR & WIK Tests HD-Netzwerkkameras. Hier finden Sie die Ergebnisse unseres umfassenden, praxisorientierten Tests der Geutebrück G-Cam EBC-3139.

Die G-Cam EBC-3139 von Geutebrück ist mit einem 1/2,8 Zoll großen CMOS-Bildsensor mit progressiver Abtastung ausgestattet und bietet 1080p-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Verfügbar ist flexibles Dual-Streaming in den Formaten H.264 und M-JPEG. An die Box-Kamera sind Wechselobjektive mit CS-Mount und DC-Steuerung anschließbar. Die Kamera bietet einen echten Tag/Nacht- Modus mittels schwenkbarem IR-Cut-Filter. Die minimale Beleuchtungsstärke wird im Datenblatt mit 0,03 Lux in Farbe und mit 0,005 Lux in Schwarzweiß angegeben.

Zur Ausstattung gehören automatische Funktionen für Weißabgleich, Belichtung, Ultra-WDR, Gegenlichtkompensation, Verstärkungsregelung (AGC) sowie digitale Bildstabilisierung (DIS). Zusätzlich sind integriert: Texteinblendung, vier Felder für die Bewegungserkennung und fünf Zonen für die Privatzonenmaskierung. Als nützlich können sich in der Praxis außerdem der Steckplatz für Micro-SD-Karten und der analoge Videoausgang erweisen.

Einrichtung

Bei der Inbetriebnahme und Einrichtung der Kamera treten im Test keine größeren Schwierigkeiten auf, alles ist zügig angeschlossen. Die Unterstützung für PoE beschleunigt die Installation zudem. Das Browser-Menü ist gut gegliedert, zeigt sich mit den verwendeten Programmen Internet Explorer und Firefox jedoch etwas problematisch. Einige Reiter des Menüs (System und Streaming) lassen sich auch nach mehrmaligen Anläufen nicht anklicken. Eine automatische Objektiv-Einstellung ist nicht verfügbar, was aber dank des manuell gut zu justierenden Objektivs kein Problem darstellt. Rein äußerlich wirkt die Kamera hochwertig verarbeitet und ist ausreichend robust ausgeführt. Onvif-Kompatibilität zur Version Profile S ist gegeben.

Bildqualität

Bei Normallicht wird der Aufbau mit Motivtisch insgesamt gut wiedergegeben. Die Zeichnung ist in allen Bereichen in ausreichendem Maße vorhanden, so dass weder Schatten zulaufen, noch Lichter ausfressen. Rauschen tritt kaum in Erscheinung und auch die Dynamik wird gut genutzt. Schärfe und Auflösung erreichen ordentliche Werte, auch wenn das Bild etwas stark nachgeschärft wirkt. Die Farben sind durchweg kräftig, erscheinen aber schon etwas grell. Das Testchart wird ebenfalls souverän erfasst, alle Farbfelder sind einwandfrei zu differenzieren und wirken weitgehend natürlich. Zu beobachten ist jedoch, dass sich einzelne Farben zeitweise etwas im Ton verschieben, so etwa Magenta in Richtung Rot und Gelb in Richtung Ocker.

Kleinere Schriften sind noch gut lesbar und auch die Dynamik stimmt. Rauschen sucht man vergeblich. Die Encoderleistung der Kamera wird im Test bei Full-HD-Auflösung ermittelt, da sich 720p aufgrund der nicht verfügbaren Streaming-Optionen nicht einstellen lässt. Die voreingestellten 25 Bilder pro Sekunde werden bei ruhender Bildvorlage zuverlässig gehalten, die erzeugte Datenrate liegt bei niedrigen 1,9 Megabit pro Sekunde. Kommt starke Bewegung ins Spiel, steigt die Datenrate auf moderate 3,9 Megabit. Die Bildfrequenz hingegen sinkt leicht auf etwa 17 bis 21 Bilder pro Sekunde.

Schwieriges Licht

Im Test unter Low-Light-Bedingungen liefert die Geutebrück-Kamera ein angenehmes und in allen Bereichen gut erkennbares Bild, das zwar mit etwas weniger Schärfe und Dynamik aufwartet, aber dennoch genügend Details und Zeichnung besitzt. Die Farben sind abgesehen von einem leichten Stich ins Orange recht natürlich und gut differenziert erfasst. Das Rauschen wird jetzt ebenfalls sichtbar, bleibt aber auf erfreulich geringem Niveau. In der Gegenlicht-Prüfung schlägt sich die EBC-3139 ebenfalls gut.

Das Überstrahlen um den Scheinwerfer ist wahrnehmbar, bleibt aber absolut im Rahmen. Das übrige Bild wird davon kaum beeinflusst. Die Zeichnung in den Schatten ist recht gut, während die hellsten Partien ein wenig zum Ausfressen neigen. Alles in allem stimmt die Dynamik aber. Die Farben werden trotz der extremen Lichtverhältnisse gut und nur minimal zu rötlich reproduziert. Rauschen tritt kaum in Erscheinung. Die Reaktion der Automatik auf das An- und Ausschalten des Gegenlichts verläuft sehr flott und zielsicher, das Bild wird mühelos nachjustiert. MG

Ausstattung

  • Sensor: 1/2,8 Zoll CMOS
  • Objektiv-Anschluss: CS-Mount
  • Auflösungen: u.a. 1080p, 720p, diverse SD
  • Codecs: H.264, M-JPEG
  • Streaming: Dual-Streaming
  • Onvif-Version: Profile S
  • Anschlüsse: 1 x RJ45, Audio-In, Audio-Out, Alarmein- und Alarmausgang, Video-Out,Micro-SD-Slot
  • Leistungsaufnahme: max. 5,5 W
  • Empf. VK-Preis: 348,00 Euro

Testequipment und Infrastruktur wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Schille Informationssysteme GmbH aus Hannover.

Michael Gückel

Foto: Sony

Kameratest

Sony SNC-VB635

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Foto: Dallmeier Electronic

Kameratest

Dallmeier DF5200HD-DN

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Foto: Dahua Technology

Test HD-IP-Kamera

Dahua IPC-HFW8232E-Z

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Foto: Vivotek

Kameratest

Vivotek IP9181-H

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