Foto: Sesam Elektronische Sicherheitssysteme

Einbruchmeldeanlagen

Privat sehr gefragt

Noch vor wenigen Jahren nahm die Zahl der im Privatbereich verbauten Einbruchmeldeanlagen (EMA) im Verhältnis stetig ab. Viele Errichter konzentrierten sich auf das lukrative Gewerbegeschäft. Das hat sich inzwischen geändert.

Mit gewerblichen Einbruchmeldeanlagen waren Errichter in der Lage, ihren Umsatz kräftig zu steigern, auch weil in diesen Objekten oft weitere Sicherheitsgewerke wie Videoüberwachung, Zutrittskontrolle oder Brandschutz gefragt sind. Bedingt durch ein in den letzten Jahren gestiegenes, oft subjektiv empfundenes Gefühl der Unsicherheit, denken nun wieder vermehrt Privatpersonen über eine Absicherung ihres Wohnobjektes nach. Dies gilt zunehmend auch für die Besitzer einer typischen Doppelhaushälfte oder ähnlichem und nicht nur für Wohlhabende mit entsprechend großen Anwesen.

Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit wichtig

Dieser Kundenklientel sind bei der Einbruchmeldetechnik vor allem die Faktoren Preis, eine schnelle und saubere Installation sowie einfache, moderne Bedienung wichtig. Solche Anlagen mit einer sinnvollen Kombination von Fallen- und Außenhautabsicherung können in der Regel nur als funkbasierende Einbruchmeldeanlagen realisiert werden. Auch dem Errichter ist bei einem Kundenbudget zwischen 2.500 und 4.500 Euro eine schnelle Installationszeit wichtig, damit sich auch für ihn das Verbauen solcher Anlagen rechnet. Einige Systemhersteller haben sich auf diese Anforderungen eingelassen und bieten heute entsprechend kompakte Einbruchmeldezentralen mit integriertem Bedienteil, Funkmodul, Wählgerät und Innensirene an. Alle weiteren Systemkomponenten wie Bewegungsmelder, Magnetkontake, Sirenen und Funkkoppler sind über eine bidirektional arbeitende Funkverbindung mit der Zentrale verbunden. Die Scharf- und Unscharfschaltung erfolgt hier oft entgegen der Philosophie der Zwangsläufigkeit mittels Zeitverzögerung über das Bedienteil, den Handsender ober die Smartphone-App. Im Gegensatz zu Gewerbeobjekten geht es dem privaten Endkunden nicht „nur“ um die Absicherung seines Objektes und der darin befindlichen Werte. Bedingt durch das oben beschriebene Gefühl der Unsicherheit, denkt die Privatperson mehr an das Wiederherstellen des Gefühls der Geborgenheit und Sicherheit speziell in den eigenen vier Wänden. Da die klassischen elektronischen Absicherungen bestenfalls mit der Außenhautabsicherung enden, können diese Anforderungen des Kunden nur bedingt gelöst werden.

Sinnvolle Kombination

Nur wenige Einbruchmeldesysteme wie zum Beispiel das Funk-Alarmsystem „RAP- TOR“ der Sesam Elektronische Sicherheitssysteme GmbH bieten neben der klassischen Intern- und Externschärfung auch noch weitere Schärfungsebenen wie „Außenbereich“ und „Perimeter“ an. Hierdurch können speziell für den Außenbereich entwickelte Bewegungsmelder in sinnvoller Kombination in die jeweilige Schärfung integriert werden und warnen den im Objekt befindlichen Kunden vor herannahender Gefahr, beispielsweise vor potentiellen Einbrechern, die sich im Schatten der Dunkelheit im Gartenbereich auf den bevorstehenden Einbruch vorbereiten. Solche Szenarien sind Ängste, die den privaten Kunden umtreiben und die bei der Planung und Projektierung von privaten Einbruchmeldeanlagen aufgenommen und berücksichtigt werden müssen.

Carsten Hoersch, Geschäftsführender Gesellschafter, SESAM Elektronische Sicherheitssysteme GmbH