Kaspersky

Hoch entwickeltes Schadprogramm „Flame“ entdeckt

Kaspersky Lab hat ein neues, hoch entwickeltes Schadprogramm entdeckt, das als Cyberwaffe missbraucht wurde, um zahlreiche Länder anzugreifen.

Die Komplexität und die Funktionalität der Malware überschreiten alle bisher bekannten Cyberbedrohungen. Das Schadprogramm, von den IT-Sicherheitsexperten „Flame“ genannt, wurde von Kaspersky Lab während einer Untersuchung im Auftrag der zur UNO gehörenden Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union – ITU) als Worm.Win32.Flame entdeckt.

Die Malware ist auf Cyberspionage ausgerichtet und kann wertvolle Informationen stehlen, inklusive Bildschirminhalten, gespeicherten Dateien, Kontaktdaten sowie Mitschnitten von Audio-Konversationen.

Erste Untersuchungen haben ergeben, dass Flame seit über zwei Jahren (mindestens seit März 2010) „in freier Wildbahn“ existiert. Da das Programm sehr komplex ist und äußerst zielgerichtet eingesetzt wurde, konnte es bisher nicht von Sicherheitssoftware entdeckt werden.

Obwohl Flame sich von vorigen Cyberwaffen wie Duqu und Stuxnet unterscheidet, gehört das Schadprogramm aufgrund seiner Angriffsgeografie, dem Missbrauch spezifischer Software-Schwachstellen und der Tatsache, dass nur zielgerichtet attackiert wurde, zu derselben Kategorie leistungsstarker Cyberwaffen.

Die Experten von Kaspersky Lab analysieren Flame derzeit weiter. In den nächsten Tagen wird eine Serie von Blogposts erwartet, die weitere Details über die Schadsoftware offenlegt.

Foto: Kaspersky Lab ZAO/ securelist.com

Operation Roter Oktober

Cyberspionage-Angriffe auf Regierungen

Kaspersky Lab hat Details über eine Cyberspionage-Kampagne veröffentlicht, die sich seit mindestens fünf Jahren gegen diplomatische Einrichtungen, Regierungsorganisationen und Forschungsinstitute in verschiedenen Ländern richtet.

Foto: Barracuda Networks

Barracuda-Statement zu Flame

„Da ist noch mehr unterwegs“

Wieland Alge, General Manager EMEA bei Barracuda Networks, kommentiert die Entdeckung des Schad- und Spionageprogramms Flame, das als Cyberwaffe genutzt werden kann.

Foto: Rainer Sturm/Pixelio

Kaspersky

Warnung vor Spionageangriffen über Hotel-WLANs

Kaspersky Lab hat vor Kurzem die Spionagekampagne „Darkhotel“ enttarnt, bei der seit mindestens vier Jahren gezielt sensible Daten von geschäftlich reisenden Führungskräften gestohlen wurden.

Foto: Antje Delater/ Pixelio

Websense-Studie

Die kommenden Cyber-Attacken 2013

Schadhafte mobile Apps, zunehmend staatlich geförderte Angriffe und ein Comeback bösartiger E-Mails: Das sind nur einige der Cyber-Bedrohungen, die der Sicherheitsexperte Websense in seinem Bericht "Websense 2013 Security Predictions" für 2013 vorhersagt.