Foto: Christoph Mukherjee/ Baureferat München

Technisches Betriebszentrum München

Im Auge des Geschehens

Nach viermonatigem Testbetrieb ging im April dieses Jahres mit dem neuen Technischen Betriebszentrum (TBZ) der Stadt München Europas modernste zentrale Steuerungseinheit zur Lenkung und Überwachung des Verkehrs und der Betriebstechnik in Betrieb.

Damit werden alle Einrichtungen, die für Sicherheit und den Verkehrsfluss in der Stadt notwendig sind, an einem Ort gebündelt. Die neue Verkehrsleitzentrale (VZM) steht in der Tradition der Stadt München, die seit den fünfziger Jahren immer wieder die modernsten Verkehrssteuerungs-systeme eingesetzt hat. Rund um die Uhr steuern und überwachen von hier aus neun Mitarbeiter pro Schicht aus dem Baureferat, das Auftraggeber war, dem Kreisverwaltungsreferat und der Polizei die Münchner Verkehrsflüsse und sorgen so für sichere Verkehrsabläufe. Auf einer fast vierzig Quadratmeter großen Multimedia-Informationswand, dem Herzstück des Überwachungssystems, werden die Verkehrslage und die Betriebszustände der technischen Anlagen aller wichtigen Straßen der Stadt München dargestellt.

Videowand der Superlative

Diese Videowand der Superlative besteht aus 51 LED-Cubes von Eyevis, die von insgesamt vier Controllern aus der NPX4800er-Serie angesteuert werden. Deren Verwaltung übernimmt die integrierte Eyecon Wallmanagement-Software in Verbindung mit einem Eyevis Wallserver vom Typ ECS800R. Da sämtliche Controller redundant ausgelegt sind, besteht höchste Ausfallsicherheit. Die in den Rückprojektions-Cubes eingesetzten LEDs garantieren nicht nur höchste Bildqualität sondern auch eine besonders hohe Lebensdauer.

Auf siebzehn Metern Länge und über zwei Metern Höhe können zeitgleich über 200 Verkehrsvideobilder abgebildet werden - 330 Verkehrskameras beobachten das Verkehrsgeschehen im gesamten Stadtgebiet. Über 100 Kilometer – das sind sämtliche Hauptstraßen der Stadt – werden an verkehrstechnisch wichtigen Punkten durch die Kameras überwacht und können auf die Bildwand übertragen werden. Sie zeigen den VZM-Mitarbeitern auf den 132 Monitoren der Videowand den aktuellen Verkehrszustand Münchens. In der obersten Reihe der Monitore werden Alarmsituationen dargestellt, die sofortiges Handeln erfordern. Die Verkehrsleitzentrale ist räumlich so ausgelegt, dass die Videowand bei steigendem Bedarf erweitert werden kann.

Die neun Operatoren sitzen in ergonomisch geformten Bürosesseln vor den Detailschirmen, auf die sie sich die für sie relevanten Bilder von der Videowand herunterladen können, um Genaueres zu erkennen und die notwendigen Schritte einzuleiten.

Sichere Tunnel

Von besonderer Bedeutung sind die Überwachungsanlagen in den Tunnelbauwerken mit einer Gesamtlänge von über sechs Kilometern, in denen mit teilweise weit über 100.000 Kraftfahrzeugen pro Tag mit die höchste Verkehrsdichte auf den Münchner Straßen herrscht. 170 der insgesamt 330 im gesamten Stadtgebiet installierten Videokameras überwachen die Verkehrsströme und technischen Anlagen zur Verkehrsregelung der 13 Tunnel. Bei bestimmten Verkehrslagen veranlassen sie eine automatische oder manuelle Verkehrssperrung. Bei Unfällen werden die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr alarmiert. 25.000 Tunnelleuchten sind mit dem TBZ verbunden, das Ausfälle sofort registriert und entsprechende Entstörungstrupps losschickt. Zur Aufrechterhaltung des Verkehrs auf den Ersatzstrecken, beispielsweise bei Tunnelsperrungen an der Oberfläche, können Ampelanlagen für die in Frage kommenden Straßenabschnitte in Sonderprogrammen geschaltet werden.

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