Foto: Hekatron/ Thomas Lebie

Schutz von Senioren

Jede Sekunde zählt

In einem Seniorenheim kommt der frühzeitigen Alarmierung besondere Bedeutung zu, denn die Evakuierung der Bewohner braucht Zeit. Das Haus Ernst-Hoppe in Berlin hat seinen anlagentechnischen Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht.

Beim Brand in einem bewohnten Gebäude ist eine frühestmögliche Alarmierung geboten, um die Evakuierung einzuleiten. Im günstigsten Fall geschieht diese, indem sich die betroffenen Personen aus eigener Kraft auf den vorgesehen Fluchtwegen ins Freie begeben und bereits in Sicherheit sind, wenn die Feuerwehr eintrifft.

An seine Grenzen stößt dieses Prinzip der Selbstrettung in Seniorenpflegeeinrichtungen, wo die Bewohner in ihrer Mobilität eingeschränkt und in vielen Fällen sogar bettlägerig sind. In Objekten wie diesen ist die Alarmorganisation so ausgelegt, dass das Pflegepersonal alarmiert wird und es unverzüglich die Rettung der Bewohner einleiten kann. Und dabei zählt jede Sekunde – wertvolle Zeit, die durch moderne Detektions- und Alarmierungseinrichtungen gewonnen werden kann.

Moderne Hausalarmanlage

Auf anlagentechnischen Brandschutz der neuesten Generation setzt man im Vivantes Hauptstadtpflege Haus Ernst-Hoppe in Berlin, wo eine neu aufgebaute Hausalarmanlage für Sicherheit sorgt. Bei ihr setzten Planer und Errichter auf Ethernetvernetzung und die Verwendung universeller Schnittstellen. So kann Brandschutztechnik in bestehenden Objekten praktisch ohne bauliche Eingriffe auf den neuesten Stand gebracht werden.

Die 148 vollstationären Pflegeplätze im Haus Ernst-Hoppe verteilen sich großzügig auf drei Gebäude mit nur einem Obergeschoss, die in ein Parkgelände mit altem Baumbestand eingebettet sind. Im Jahr 2011 stand die Modernisierung des vorbeugenden anlagentechnischen Brandschutzes an. Zuvor hatte dieser aus einfach ausgelegten Hausalarmanlagen mit Druckknopfmeldern und Sirenen bestanden, in allen Häusern separat und ohne Zentralentechnik. Als neue Lösung projektierten die Mitarbeiter der Soscom GmbH für ihren Auftraggeber Vivantes eine Anlage aus Systemkomponenten von Hekatron.

Zeitgewinn

Den Mittelpunkt der Technik bildet in jedem der drei Gebäude eine Brandmelderzentrale Integral IP mit Ethernetbaugruppe und universeller Schnittstellengruppe. Die Ethernetvernetzung hat gerade bei den Gegebenheiten dieses Hauses einen entscheidenden Vorteil: Über das bestehende Intranet verbanden die Mitarbeiter der Soscom die Brandmeldetechnik in den drei Häusern zu einem Gesamtsystem, ohne dass dafür die enorm aufwendige Verlegung von Erdleitungen durch das Parkgelände nötig gewesen wäre.

Überhaupt ist „Vernetzung“ fast so etwas wie ein Zauberwort, das dem Pflegepersonal im Hinblick auf den Brandschutz manche Sorge abnimmt. Sollte einer der weit über 600 im Objekt verbauten Mehrfachsensormelder (Hekatron MTD 533X) einen Brand detektieren, so wird der Alarm nicht nur an das BMZ-Bedienfeld im Dienstzimmer des jeweiligen Hauses weitergeleitet, sondern auch an die DECT-Telefone der Mitarbeiter im Objekt. Um dies zu ermöglichen, wurde ein digitaler Alarm- und Kommunikationsserver (DAKS) installiert, der über die serielle Datenschnittstelle ESPA 4.4.4 die Telefonanlage ansteuert. Hierbei werden detaillierte Angaben zum Detektionsort einschließlich Etage und Zimmernummer übergeben. Derart zielgerichtet informiert, hat das Pflegepersonal gute Chancen, im Brandfall wertvolle Zeit zu gewinnen.

Die jetzige Brandschutzlösung im Haus Ernst-Hoppe entspricht den Spezifikationen einer Hausalarmanlage mit Internalarmierung und flächendeckender Überwachung nach DIN 0833 Teil 2. Eine Aufschaltung zur Feuerwehr gehörte einstweilen nicht zum Leistungsumfang. Nach den bereits erfolgten Projektierungsarbeiten lässt sie sich jedoch ohne größeren Aufwand jederzeit herstellen.

Foto: Hekatron

Hekatron

Mehrfachsensormelder alarmieren und retten

Für ein schnellstmögliches Erkennen von Brandgefahren empfehlen sich Melder, die abgesehen von Rauch und Wärme auch in der Lage sind, CO zu detektieren. Einen solchen Mehrfachsensormelder der neuesten Generation hat Hekatron mit dem CMD 533X vorgestellt.

Foto: Hekatron

Hekatron

Universelle Schnittstellen bei Brandmeldeanlagen

Vorbeugender anlagentechnischer Brandschutz, der heutigen und vor allem künftigen Anforderungen genügt, zeichnet sich durch umfassende Möglichkeiten der Systemintegration aus und erreicht diese durch verschiedene universelle Schnittstellen.

Foto: Hekatron

Lösungen für Flüchtlingsunterkünfte

Dem Bedarf angepasst

Von großen Zelt- und Containerdörfern über umgebaute Bürogebäude und Turnhallen bis hin zu kleineren Objekten wie Hotels oder Mehrfamilienhäusern gibt es eine Vielfalt unterschiedlichster Unterkünfte für Asylbewerber. Für jedes dieser Objekte ist eine maßgeschneiderte Brandschutzlösung notwendig. Für größere Unterkünfte wie das als Ankunfts- und Rückführungseinrichtung betriebene Containerdorf in Ingolstadt empfiehlt sich die Absicherung mit einer ausbaufähigen Brandmeldeanlage.

Die U-Bahn-Station Marienplatz wird mit umfangreichen Brandschutztechnik von Hekatron gegen die Gefahren durch Feuer und Rauchentwicklung geschützt.
Foto: Hekatron/Conny Kurz

Brandschutz

Brandschutztechnik für Münchner U-Bahn-Station

Moderne Brandschutztechnik inklusive einer umfangreichen Brandfallmatrix von Hekatron sichert die zentrale U-Bahn-Station Marienplatz in München.