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Videoüberwachung

Kampf den Parkplatzrowdys

Viele Firmen nutzen Videoüberwachung, um Parkplätze besser im Blick zu haben. Gefahren können schneller erkannt und potentielle Täter abgeschreckt werden.

Gründe für die Überwachung von Firmenparkplätzen gibt es genug, wie aus dem Kfz-Diebstahlsreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht. Dieser verzeichnet für das letzte Erhebungsjahr 2017 einen Rekord-Versicherungsschaden von insgesamt 324 Millionen Euro. Das bedeutet eine Steigerung von Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Investitionen in Sicherheitstechnik steigen

Schutz und Prävention vor Einbruch, Diebstahl, Vandalismus oder tätlichen Übergriffen an Personen sind Themen, die uns immer mehr beschäftigen. Davon zeugen auch die zunehmenden Ausgaben für sicherheitstechnische Anlagen in Deutschland. Laut Statistik des Bundesverbands Sicherheitstechnik (BHE) sind diese in den letzten Jahren beständig gewachsen, nämlich von 3,7 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf fast 4,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Besonders hohe Zuwächse verzeichnen laut aktueller Markterhebung des BHE die Zutrittssteuerung mit einem Zuwachs von 6,7 Prozent und die Videoüberwachung mit einem Plus von sechs Prozent. „Nicht zuletzt aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im privaten, industriellen sowie öffentlichen Bereich und aufgrund ihrer präventiven Wirkung wächst das Interesse an professioneller Video-Technik und Zutrittssteuerung“, erklärt Norbert Schaaf, Vorstandsvorsitzender des BHE.

Störungsfreie Stromversorgung

Im folgenden Beispiel geht es um die Installation einer Videoüberwachungsanlage auf einem Outdoor-Firmenparkplatz mit einer Fläche von 150 mal 50 Metern. Für den Eigentümer stand die Sicherheit seiner Mitarbeiter im Vordergrund, als er sich entschloss, das neu ausgebaute Gelände per Kamera überwachen zu lassen, um Diebstahl und Vandalismus vorzubeugen. Vor Ort bot sich ein Lichtmast für die Installation an, allerdings 200 Meter vom Hauptgebäude entfernt und ohne vorhandenes Datenkabel. Zusätzliche Erdarbeiten zur Verkabelung kamen für den Kunden nicht in Frage. Gefordert wurden eine unterbrechungsfreie Stromversorgung der Videoüberwachungskamera und eine gesicherte Datenfernauslesung.

Sebastian Ratajczak vom Systemhaus Primary Connection aus Wolfsburg war mit der Konzeption und Errichtung der Anlage betraut. Seine Entscheidung fiel auf das Outdoor Netzwerkschnittstellengehäuse „Synaps PoE“ des Herstellers Slat, um die Tag-Nacht-Kamera „M16“ von Mobotix und die WLAN-Bridge (Ubiquiti Nanostation), die für die Datenübertragung per Funk ausgewählt wurde, störungsfrei zu versorgen. Der Vorteil des Outdoor Gehäuses bestand für Ratajczak darin, dass es vom Hersteller als Komplettpaket bereits vorbestückt war und zusätzlichen Platz für Kundengeräte beinhaltete, um - falls notwendig- eine individuelle Bedarfsanpassung vorzunehmen. Wesentliche Bauteile wie AC/DC-Wandler, Überspannungsschutz, „LiFePO4“-Akku, Ethernet-Switch mit zwei „PoE/PoE+“-Ports waren werkseitig integriert. Den noch freien Innenraum nutzte der Errichter, um eine 24 Volt „Passiv-PoE“-Stromversorgung einzubauen.

Komplettlösung ermöglicht sichere Datenübertragung und Fernauslesung

Jetzt war die Lösung komplett. Kamera und WLAN-Bridge waren versorgt und ließen sich über die sichere Synaps-Webserveranbindung in Echtzeit fernüberwachen. Etwa zum Abfragen des Systemstatus (ob Netz- oder Akkubetrieb, aktuelle Höhe des Akkustands in Prozent, verbleibende Autonomiezeit, Verbraucherspannung, Innentemperatur der DC-USV), des Netzwerkstatus (Anzeige der Schnittstellen und der verbundenen Geräte) oder um eine Neukonfiguration der Parameter über die HTTPS-Website durchzuführen. Ein weiteres Plus war für Sebastian Ratajczak das kompakte und optisch ansprechende Outfit des Gehäuses (IP65/IK10, Polycarbonat) sowie das einfache Montagehandling dank speziellem Montagekit.

Dem erfahrenen Errichter war klar, dass er mit dieser Lösung mehrere Fliegen mit einer Klappe schlug: Durch die WLAN-Bridge konnte auf teure Kabelverlegungsarbeiten verzichtet werden, und das Outdoor Netzwerkschnittstellengehäuse lieferte ihm ein logistisches Gesamtpaket für eine einfach zu handelnde Schnittstellenkonfiguration, die sichere Übertragung der Daten und deren bequeme Fernauslesung. „Eine perfekte All-In-One-Lösung“, so Sebastian Ratajczak, „deren Zeit- und Kostenvorteile mich überzeugt haben.“