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Fraunhofer Fokus

Katastrophen-App in Hamburg erprobt

Erfolgreicher Test der Katastrophen-App Katwarn: Rund 35000 angemeldete Nutzer wurden gestern in Hamburg über das Handy probeweise alarmiert. Katwarn ist als bundesweit einheitliches Warnsystem bereits in vielen Städten, Landkreisen und Bundesländern fest etabliert und hat insgesamt fast eine halbe Million Nutzer.

Gestern Vormittag meldete sich bei vielen Bürgern in Hamburg das Handy: „Katwarn Probealarm – gültig ab sofort“. Im Ernstfall warnt das System vor Unwettern, Chemieunfällen, Großbränden oder Naturkatastrophen. Es unterstützt seit 2009 die Gefahrenabwehr in Deutschland.

Regelmäßige Probealarme in Großstädten wie Hamburg, Berlin, München, aber auch in Kreisen und Städten in Nordrhein-Westfalen oder Bayern stellen sicher, dass das Katwarn-System die Menschen zuverlässig erreicht. Und sie zeigen: Katwarn ist vielerorts ein fester Bestandteil der Gefahrenabwehr.

Solche Großtests seien ganz wichtig, denn bei vielen tausend Nutzern sei ein reibungsloser Ablauf der digitalen Warnungen nicht mehr selbstverständlich, so Kay Finger, zuständiger Katastrophenschützer der Hamburger Innenbehörde, die den Test durchgeführt hat. Außerdem erinnere man die Menschen auch an die Funktionsweise von Katwarn und sensibilisiere sie für den Katastrophenschutz.

Entwickelt wurde das System von Fraunhofer Fokus in Berlin, einem Forschungsinstitut der gemeinnützigen Fraunhofer-Gesellschaft.

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Stadt Nürnberg

Neues Online-Alarmierungssystem

Nürnberg führt das kommunale Warn- und Informationssystem „Katwarn“ ein. Ab sofort erhalten alle angemeldeten Bürger behördliche Warnungen vor Gefahrensituationen über eine Smartphone-App. Die Warnungen gibt es für iPhones und Android-Smartphones. Alternativ steht das System auch per Short-Message-Service (SMS) und per E-Mail zur Verfügung.

Foto: Matthias Heyde/Fraunhofer Fokus

Alarmierungssysteme

Kommunikationsmix

Katastrophen wie das letztjährige Hochwasser zeigen das Fehlen einer zentralen Alarmierungsmöglichkeit für die Bevölkerung leider allzu deutlich. Doch es gibt Alternativen: PROTECTOR sprach mit Dr. Ulrich Meissen vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fokus) über Alarmierungssysteme, die sich unter anderem auf Mobiltelefone und Internet stützen.

Zur Adaption der Lautsprechertechnik an unbemannte Flugobjekte (UAV/Drohnen) und Fahrzeuge der Polizei, Hilfsdienste und Feuerwehren sind hochwertige Trägersysteme verfügbar.
Foto: Pass Medientechnik

Gefahrenmeldetechnik

Wie Lautsprechertechnik in Katastrophenlagen warnt

Modernste Lautsprechertechnik ermöglicht die effektive und schnelle Warnung der Bevölkerung in diversen Gefahrensituationen und in Katastrophenlagen.

Foto: Fraunhofer IOSB

Fraunhofer IOSB

Mobile Roboter als Katastrophenhelfer

Seit dem 11. September 2001 arbeiten Forscher an roboter- und sensorbasierten Unterstützungssystemen für das Katastrophenmanagement. Insbesondere die Lageaufklärung zur Rettung von Opfern und zum Schutz der Einsatzkräfte ist im Fokus der Entwicklerteams. Zu Beginn dieses Jahres startete das Projekt Seneka.