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Brandvermeidung in Rechenzentren

Kein Stromlosschalten nötig

Der ständige Betrieb einer Vielzahl von elektrischen Anlagen bedeutet in EDV- und Serverräumen ein extrem hohes Brandrisiko. Kommt es zum Brand, kann beim Einsatz konventioneller Gaslöschtechnik ein sofortiges Stromlosschalten der gesamten Anlage erforderlich sein. Denn bereits durch kleinste Schwelbrände kann es zu Schädigungen oder zum Ausfall der Technik kommen.

Zur Aufrechterhaltung der Löschgaskonzentration und um Rückzündungen zu verhindern, sollte das gesamte IT-Zentrum stromlos geschaltet werden. Die von IT-Zentrumsbetreibern geforderte jährliche, sehr geringe Ausfallzeit im Minutenbereich ist damit jedoch gefährdet.

Gemäß der Verfügbarkeitsklasse (VK) 4 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik definieren IT-Betreiber die Anforderungen an die Verfügbarkeit ihrer IT-Infrastruktur heutzutage mit bis zu 99,999 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Ausfallzeit von gerade einmal maximal sechs Minuten. Die richtige Einschätzung dieses Risikos ist von enormer Wichtigkeit, da auch ein Brand zum Ausfall ganzer IT-Zentren führen kann. In IT-Zentren bündeln sich Stromversorgungseinheiten, Schaltschränke und Rechneranlagen an einem Ort. Eine dadurch bedingte hohe Energiedichte kann durch Wärmestaus zu Schäden und Schwelbränden führen.

Bedingt durch den dauerhaften Betrieb einer Vielzahl von Servern und EDV-Anlagen ist die Gefahr eines möglichen technischen Defektes in IT-Zentren groß. Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) stellte bereits im Jahre 2007 fest, dass vor allem defekte Kondensatoren und Netzteile (Windungsschlüsse) Brände im IT-Bereich verursachen können. Aufgrund der hohen Brandlast bergen ITZentren und Netzknotenpunkte eine latente Gefahr und stehen daher im Mittelpunkt von Brandschutzkonzepten.

Raumundichtigkeiten oftmals unterschätzt

Ein zentrales Thema in IT-Zentren stellt die Raumdichtigkeit dar. Oftmals von Betreibern unterschätzt und unbeachtet kann sie zusätzlich zur Verschleppung von gefährlichen Rauch- und Brandgasen aus oder in das ITZentrum hineinführen. Kann die Raumdichtigkeit nicht gewährleistet werden, ist die Einhaltung der für eine erfolgreiche Löschung notwendigen Haltezeit bei einer Gaslöschanlage unmittelbar gefährdet. Im schlechtesten Fall kann im Brandfall dadurch die Gaslöschung erfolglos bleiben, da die Haltezeiten zum Aufbau der Löschgaskonzentration nicht eingehalten werden können.

Durch Schwelbrände, die sich aufgrund von technischen Defekten oder schlechten Kabelverbindungen entwickeln können, entstehen Gase und Säuren, die die umliegende Technik kontaminieren können. Schäden an Geräten und Anlagen oder gar ein Ausfall der im Raum befindlichen Technik sind die Folge. Ein Schwelbrand, der nicht frühzeitig detektiert und bekämpft wird, findet ausreichend Nahrung, um sich ungestört weiter auszubreiten. Gemäß den geltenden Vorschriften der VdS Schadenverhütung muss die Konzentration des Löschgases im Brandfall nach der Flutung zehn Minuten lang im Raum gehalten werden.

Die hierzu erforderliche Löschgasmenge wird jedoch bereits vor der Inbetriebnahme eines ITZentrums dimensioniert, Probeflutungen werden im statischen Zustand durchgeführt. Der dynamische Zustand sieht aber oftmals anders aus. Kann nicht garantiert werden, dass die Dichtigkeit der Raumhülle und die Klimatisierung über die Jahre unverändert besteht, sollte im Brandfall das gesamte IT-Zentrum stromlos geschaltet werden, um Rückzündungen zu verhindern und den Löscherfolg nicht zu gefährden.

Einen Schritt voraus

Zur Vermeidung der möglicherweise fatalen Auswirkungen eines kleinen technischen Defektes, wurden von der Wagner Group neue und effiziente Brandschutzlösungen entwickelt, die bereits einen Schritt vorher ansetzen. Herzstück ist hier das Brandvermeidungssystem Oxyreduct, das das Brandereignis aktiv verhindert. Die Sauerstoffkonzentration wird hier, abgestimmt auf die jeweils zu schützenden Materialien, in den Räumen durch die Zufuhr von Stickstoff reduziert und kontinuierlich auf dem notwendigen Wert gehalten. Ein Feuer kann sich so nicht mehr ausbreiten oder zu einem Vollbrand entwickeln.

Der große Vorteil hier ist der Verzicht auf ein Stromlosschalten. Auch das Betreten der Räume bleibt trotz des reduzierten Sauerstoffgehaltes möglich. Des Weiteren bietet das System ein hohes Maß an Flexibilität, da es sich bei Nutzungsänderungen der zu schützenden Bereiche sehr leicht anpassen lässt. Zusätzlich werden Veränderungen hinsichtlich der Raumdichtigkeit durch ein von Wagner patentiertes Verfahren erkannt und direkt gemeldet. Die Auslegung des vom VdS zugelassenen Brandvermeidungssystems Oxyreduct erfolgt gemäß den VdS-Richtlinien 3527 und wird von den Versicherungen anerkannt.

Ständige Verfügbarkeit

Das höchste Schutzziel stellt die Sicherung des Geschäftsbetriebes dar, um die ständige Verfügbarkeit der EDV-Systeme und Anlagen gewährleisten zu können. Nur wenn ein Brand und das damit eventuell verbundene Risiko des Stromlosschaltens verhindert werden kann, lässt sich dieses Schutzziel auch erreichen. Das Prinzip der aktiven Brandvermeidung mit Oxyreduct macht das möglich. Viele Betreiber von IT-Zentren haben dieses bereits erkannt und setzen Wagners Brandschutzlösung mit System bereits heute ein, sodass sie weltweit bewährt und hundertfach im Einsatz ist.

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Aktive Brandvermeidung im Rechenzentrum

Ein Schritt voraus

Kaum ein Bereich reagiert so sensibel auf Störungen wie die IT. Daher ist es besonders wichtig, auf mögliche Zwischenfälle optimal vorbereitet zu sein. Was aber tun, wenn es einmal brennt? Welche Brandschutzlösung eignet sich besonders gut? Was passiert, wenn sich durch neue Hardware oder Umbauten die Raumsituation ändert?

Cebit 2012

IT-Brandschutzkonzepte von Wagner

Wagner präsentiert unter dem Motto "Managing Trust, Mastering Fire, Ensuring Zero Downtime" auf der Cebit IT-Brandschutzkonzepte. Im Vordergrund steht dabei, Ausfallzeiten zu verhindern und die Verfügbarkeit von Daten zu sichern.

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Brandschutzkonzept für Rechenzentren

Durchdacht statt überdimensioniert

Die brandschutztechnischen Anforderungen moderner Rechenzentren sind hoch: Gefragt sind redundante und energiesparende Systeme, die sensibel und gleichzeitig falschalarmsicher funktionieren.