Feiern die Partnerschaft (v.l.): T. Buths, S. Rödiger, A.-M. Keding, U. Hagemann und R. Haase.
Foto: Kötter GmbH

Sicherheitsdienstleister

Kötter feiert zehn Jahre JVA-Pilotprojekt

Die Kötter Unternehmensgruppe ist seit zehn Jahren am PPP (Public-Private-Partnership)-Pilotprojekt in der Justizvollzugsanstalt Burg beteiligt.

Besuchstag der anderen Art in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Burg in Sachsen-Anhalt: Vor Kurzem hatten die Angehörigen der Bediensteten der JVA die Gelegenheit, in ausgewählten Bereichen einen Blick hinter die Kulissen der hochmodernen JVA zu werfen. Anlass für die Veranstaltung, an der neben JVA-Bediensteten und ihren Angehörigen unter anderem Vertreter von Land, Projektgesellschaft, Behörden und Partnerunternehmen teilnahmen, war das zehnjährige Bestehen der Einrichtung.

Eine der größten JVAs Europas

Mit rund 630 Haftplätzen, einer Gesamtfläche von rund 220.000 Quadratmetern (dies entspricht etwa 30 Fußballfeldern) sowie höchsten Sicherheitsstandards gehört die JVA Burg zu den größten und modernsten Justizvollzugsanstalten in Europa. Gleichzeitig kommt ihr Modellcharakter zu. Denn mit ihrer im Mai 2009 erfolgten Inbetriebnahme ging ein PPP-Pilotpro¬jekt (Public-Private-Partnership) im Justizsektor an den Start, da erstmalig bei der Realisierung einer Justizvollzugsanstalt in Deutschland von der Planung über den Bau und die Finanzierung bis hin zum Teilbetrieb über eine langjährige Vertragslaufzeit der Großteil der nichthoheitlichen Dienstleistungen komplett an ein privates Konsortium vergeben wurde.

Er sei stolz auf den erfolgreichen Verlauf dieses Projekts, das ein Musterbeispiel für die gute Kooperation von öffentlicher Hand und privater Wirtschaft sei, und mit dem man zudem seine seit mittlerweile 25 Jahren bestehende Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Justizdienstleistungen unterstreiche“, sagte Friedrich P. Kötter, Verwaltungsrat der Kötter Unternehmensgruppe. Er richtete seinen besonderen Dank für die gute Zusammenarbeit an Anne-Marie Keding, Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, an Ulrike Hagemann, Leiterin der JVA Burg, sowie an die Geschäftsführung der Projektgesellschaft Justizvollzug Burg GmbH & Co. KG.

Gleichzeitig dankte der Familienunternehmer gemeinsam mit Rüdiger Haase, Mitglied der Geschäftsleitung der Kötter Justizdienstleistungen SE & Co. KG, seinem rund 70-köpfigen Team vor Ort für die hervorragende Arbeit und verlässliche Unterstützung. Ihm sei bewusst, dass die täglichen Anforderungen und der Einsatz auch außerhalb üblicher Arbeitszeiten den Mitarbeitern und deren Familien viel abverlangten.

Nichthoheitliche Aufgaben übernommen

Im Zuge des Teilbetriebs der vollzuglichen und allgemeinen Dienstleistungen übernehmen die Mitarbeiter unter der fachlichen Leitung und Kontrolle des Personals des Landes Sachsen-Anhalt zahlreiche nichthoheitsrechtliche Hilfs- und Betreuungsaufgaben. Diese reichen von Hilfsdiensten an der Außenpforte über Aufgaben in der Gefängnisbücherei bis zu medizinischer Versorgung. Damit werden die staatlichen Bediensteten von einer Vielzahl von Betreuungsaufgaben rund um Gefangene und allgemeine Hilfstätigkeiten entlastet und können sich mehr auf die originären Sicherungs- und Kontrollaufgaben sowie die Resozialisierungsarbeit konzentrieren. Weiterer wichtiger Punkt ist die Verlässlichkeit in der Dienstorganisation. Krankheits- oder urlaubsbedingte Schwankungen können ausgeglichen werden, da bei Personalausfällen qualifizierter Ersatz gestellt werden kann.