Der Connext-Campus in Paderborn kann dank der Lösung von Salto seine komplexe Zutrittskontrolle mühelos handhaben.
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Zutrittskontrolle

Komplexe Zutrittskontrolle mühelos handhaben

Der neue Connext-Campus in Paderborn wählte für die Zutrittskontrolle ein System von Salto, das trotz hoher Komplexität mühelos zu handhaben ist.

Ein modernes Zutrittskontrollsystem von Salto Systems sorgt am Connext-Campus in Paderborn für einfache Handhabung trotz hoher Komplexität. Connext ist Anbieter einer Software-Familie für das umfassende Management von Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Aufgrund des Wachstums in den vergangenen Jahren hat das Unternehmen beschlossen, seinen Hauptsitz in Paderborn umzubauen und zu erweitern. Die Eröffnung des neuen Connext-Campus fand im Mai 2019 statt. Entstanden ist ein Ensemble, das die Büroräume und das Rechenzentrum des Unternehmens, ein Hotel mit 30 Zimmern und 56 Betten, 13 Veranstaltungsräume, eine Kindertagesstätte mit 15 Plätzen sowie einen Sauna- und Fitnessbereich beherbergt.

„Mit dem Hotel und den Veranstaltungsräumen wollten wir einen Ort für den persönlichen Wissens- und Erfahrungsaustausch schaffen. Wir schulen jährlich rund 5.000 Anwender. Denen können wir im neuen Campus nun ein ideales Umfeld bieten. Und auch für unser großes Anwendertreffen, bei dem wir bis zu 600 Gäste begrüßen, haben wir jetzt Raum im eigenen Haus“, erklärt Jörg Kesselmeier, Geschäftsführer und Inhaber der Connext Communication GmbH das Projekt.

Modernste Gebäudetechnik und effiziente Zutrittskontrolle auf dem Connext-Campus

Der neue Komplex ist durchweg mit modernster Gebäudetechnik ausgestattet, die Zutrittskontrolle bildet hier keine Ausnahme. „Mit dem Erweiterungsbau kamen etliche neue Anforderungen auf unsere Zutrittslösung zu. Das bislang von uns im Bestandsgebäude genutzte elektronische Schließsystem mit Aktivtranspondern kam für den Neubau nicht in Frage, weil es im Betrieb wegen der Transponder viel zu teuer geworden wäre. Überdies wären die Integration des bargeldlosen Zahlens für unsere Mitarbeiter im Restaurant und die Hotelintegration nicht möglich gewesen. Wir wollten aber keinesfalls zwei Schließsysteme im Haus, selbst wenn das bedeutete, den Bestand umzurüsten“, beschreibt Kesselmeier die Ausgangssituation. Ein mechanisches Schließsystem kam wegen der hohen Kosten über den Lebenszyklus, des Aufwands der Berechtigungsverwaltung und der mangelnden Sicherheit von vornherein nicht in Betracht. Folgerichtig ist auf dem gesamten Campus keine Mechanik verbaut.

Als Basis für die Auswahlkriterien legten die Verantwortlichen fest, dass die neue einheitliche Zutrittslösung mit einer passiven Transpondertechnologie arbeiten sollte, um insbesondere den Betrieb des Hotels und des Restaurants integrieren zu können. „Darüber hinaus sollte das System funkvernetzt sein, damit wir eine Türüberwachung sowie kurzfristige Änderungen von zeitgesteuerten Zutrittsplänen umsetzen und gegebenenfalls Türen aus der Ferne öffnen können“, umreißt der Geschäftsführer die Anforderungen. Hinzu kamen noch diverse Verknüpfungen mit automatischen Türsystemen, um Zugänge deaktivieren zu können, sowie mit Brandschutz- und Fluchtwegtüren. Da auf dem Campus einige Bereiche besonders gesichert sind, gehörte zu den Auswahlkriterien ebenso eine Anbindung an die Alarmanlage.

Gesamtlösung für die Zutrittskontrolle bindet auch Funkvernetzung ein

Die Suche nach einem passenden Anbieter für die Zutrittslösung erfolgte mehrgleisig. Kesselmeier und seine Mitarbeiter führten Internetrecherchen durch, ließen sich aber zugleich durch Presseberichte in Fachzeitschriften inspirieren. „Außerdem sind wir auf einen uns bekannten Fachpartner zugegangen, der uns verschiedene Systeme vorgestellt hat. Aufgrund der gewonnenen Informationen hat sich Salto als Favorit herausgeschält“, erinnert sich der Geschäftsführer und erläutert warum: „Uns haben besonders die Oberfläche und Bedienung der Software, die Integrationsmöglichkeiten – auch mit der Gebäudesteuerung – und die Hotelfunktionen überzeugt. Dadurch war die Gesamtlösung für unsere Belange anderen Anbietern überlegen“.

Die gesamte Zutrittskontrolle ist über die Wireless Technologie funkvernetzt. Dieses Systemlayout eignet sich vor allem für Anwendungen, in denen eine Echtzeitüberwachung von Türen erforderlich oder gewünscht ist, und setzt daher die Anforderungen von Connext exakt um. Salto Wireless verbindet die batteriebetriebenen elektronischen Beschläge und Zylinder mit Gateways, die wiederum per Ethernet oder WLAN mit dem Server kommunizieren. Bei einer Unterbrechung oder Störung der Funkverbindung arbeitet das Zutrittssystem weiterhin, da die virtuelle Vernetzung der batteriebetriebenen Beschläge und Zylinder über das Salto Virtual Network (SVN) als Basistechnologie immer aktiv bleibt.

Mobile Zutrittstechnologie und Funkvernetzung für den Hotelbereich

Im Hotelbereich ergänzt die mobile Zutrittstechnologie Justin Mobile die Funkvernetzung und das virtuelle Netzwerk. Justin Mobile erlaubt das Öffnen von Türen mit dem Smartphone und verwendet dafür die in jedem Smartphone integrierte Bluetooth-Schnittstelle (Bluetooth Low Energy – BLE). Der mobile Schlüssel wird aus der Managementsoftware „Over the Air“ (OTA) an die in einem verifizierten Smartphone installierte Justin Mobile App verschickt. Der Hotelgast oder Mitarbeiter erhält eine Nachricht, dass er einen neuen mobilen Schlüssel erhalten hat und für welche Türen er berechtigt ist. Er muss dann nur noch das Smartphone vor den elektronischen Beschlag, Zylinder oder Wandleser halten und via App die Kommunikation starten.

Auf dem Connext-Campus sind rund 360 Zutrittspunkte in die Lösung eingebunden. Dabei kommen 140 elektronische XS4 Original Beschläge mit BLE-Funktion in der Wireless-Version, XS4 Mini Kurzbeschläge, 40 Online-Wandleser und 20 Türsteuerungen sowie etwa 80 elektronische Geo-Zylinder zum Einsatz. 38 Gateways und zwölf Nodes bilden die Wireless-Infrastruktur.

Für die Berechtigungsverwaltung der Mitarbeiter, Hotelgäste und externen Dienstleister verwendet Connext die Managementsoftware Proaccess Space. „Wir haben die unterschiedlichen Nutzungsbereiche, wie Büros, Hotel, Kita und Seminarräume, als Bereiche in der Software abgebildet und ihnen entsprechende Grundrechte zugewiesen. Darüber hinaus haben wir einzelnen Personen oder Nutzergruppen Sonderrechte eingeräumt, zum Beispiel das Schalten der Alarmanlage“, erläutert Kesselmeier. Das Unternehmen setzt tagsüber in weiten Teilen den Office-Modus ein, mit dem Türen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne frei zugänglich sind und automatisch oder manuell initiiert in den ausgekuppelten Standardmodus umschalten, in dem nur berechtigten Personen Zutritt gewährt wird.

Selbsterklärende und mühelose Handhabung für komplexe Prozesse

Kesselmeier schätzt an der Software nicht nur die selbsterklärende Handhabung: „Das System ist trotz seiner Komplexität ‚leichtgewichtig‘ – auch dank des Web-Clients –, was aus der Sicht eines Software-Anbieters naturgemäß ein Qualitätsmerkmal ist. Außerdem konnten wir über die Standardschnittstelle für PMS (Property Management Systeme) unser eigenes Hotel-PMS anbinden. Das haben wir kurzerhand selbst entwickelt, damit wir hier integrativ arbeiten können. Die Software arbeitet vorwiegend mit Symbolen und Farben und ist dadurch anwenderfreundlich und barrierefrei“.

Als Identifikationstechnologie fungiert bei den Mitarbeiterausweisen Mifare Desfire EV1. Dank der Multiapplikation lässt sich damit auf einer Karte die Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und das bargeldlose Bezahlen im Restaurant vereinen. Auf diese Weise wurde zugleich eine weitere grundlegende technische Anforderung zur Realität.