Nächstes Messeopfer der Coronapandemie: Nach der Verlegung von Mitte März auf Ende September, hat die Messe Frankfurt die Light + Building 2020 nun abgesagt.
Foto: Messe Frankfurt

Light+Building

Light + Building 2020 ist endgültig abgesagt

Nächstes Messeopfer der Coronapandemie: Nach der Verlegung von Mitte März auf Ende September hat die Messe Frankfurt die Light + Building 2020 nun abgesagt.

Angesichts der durch die Coronapandemie bestimmten weltweiten Lage und den damit verbundenen Veranstaltungsverboten sowie Reiserestriktionen hat sich die Messe Frankfurt gemeinsam mit ihren Partnern – ZVEI und ZVEH – sowie dem Messebeirat darauf verständigt, die 11. Light + Building auszusetzen und turnusgemäß vom 13. bis 18. März 2022 durchzuführen.

Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August macht Planung, Vorbereitung und Durchführung der Light + Building unmöglich

Aufgrund der Coronakrise war bereits die originär für den März geplante Durchführung der Light + Building 2020 nicht möglich, weshalb die Entscheidung getroffen worden ist, die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik auf den 27. September bis 2. Oktober 2020 zu verschieben. Die Messe Frankfurt hat daraufhin gemeinsam mit ihren Partnern entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um eine Veranstaltungsverschiebung bestmöglich durchzuführen.

Nach erneuter Bewertung der aktuellen Situation und zehn Wochen nach erstmaliger Verschiebung ist, mit Blick auf die gemeinsame Entscheidung von Bund und Ländern, dass Großveranstaltungen bis mindestens Ende August in Deutschland nicht stattfinden dürfen, eine planungsgemäße Vorbereitung und Durchführung nicht sichergestellt. Für die Durchführung von Veranstaltungen jeglicher Art spielen Reisebestimmungen sowie Versammlungsverbote eine zentrale Rolle. Dabei ist es der Anspruch der Branche und auch der Wirtschaft generell, eine Weltleitmesse Light + Building gemäß Kundenerwartungen, Konzeption und Leistungsversprechen angemessen durchzuführen. Dieser Anspruch kann aktuell seitens der Messe Frankfurt nicht gewährleistet werden.

Intersec Building als Plattform für vernetzte Sicherheitstechnik auch 2022 zentraler Bestandteil der Light + Building

„Die aktuellen Auflagen gepaart mit anhaltenden globalen Reiserestriktionen und der potenziellen Gefährdung der individuellen Gesundheit machen es im Jahr 2020 unmöglich, die Light + Building durchzuführen“, bemerkt Wolfgang Marzin. „Gleichzeitig müssen wir im Interesse von Ausstellern und Besuchern unnötige Kosten frühzeitig abwenden. Die Entscheidung ist uns allen nicht leichtgefallen, aber wir richten nun unsere Energie darauf, die nächste Light + Building turnusgemäß im Jahr 2022 durchzuführen.“ Die Entscheidung betrifft ebenfalls Intersec Building. Als Plattform für vernetzte Sicherheitstechnik wird das Format als integraler Teil der Light + Building nun in 2022 seine Premiere feiern.

ZVEI : Abstandsgebote sind mit Messekonzept der Light + Building unvereinbar

„Die Light + Building ist für die Unternehmen der Licht- und Gebäudetechnik von ganz besonderer Bedeutung – hier blicken die Branchen mit neuesten Technologien weit in die Zukunft. So sehr wir die Absage bedauern, befürworten wir sie auch. Angesichts der vielfältigen Unsicherheiten und Herausforderungen, war es richtig, diese Entscheidung jetzt gemeinsam und im partnerschaftlichen Dialog zu treffen“, formuliert ZVEI-Präsident Michael Ziesemer.

Der Vorsitzende des ZVEI-Fachverbands Elektroinstallationssysteme, Daniel Hager, ergänzt: „In der aktuellen Situation hätten wir den positiven, gemeinschaftlichen und innovativen Geist, den die Light + Building seit jeher ausmacht, nicht erleben können. Jeder ist mit dem Kopf gerade woanders und soziale Distanz passt nicht zu einer Messe. Deshalb sollten wir alle nach vorne blicken: Die Messe soll als Leuchtturm der Branche und als ideenträchtige Austauschplattform weiter Bestand haben. Ich bin sicher: Mit neuer Energie haben wir im März 2022 eine bessere Ausgangslage für die Veranstaltung.“

ZVEH: Möglichkeiten moderner Kommunikation können das persönliche Gespräch nicht ersetzen

Manfred Diez analysiert aus Perspektive des ZVEI-Fachverbands Licht: „Die Lichtindustrie ist eine sehr innovative Branche mit vielen neuen Produkten und Technologien. Um diese einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, ist die Light + Building eines unserer wichtigsten Instrumente. Damit sie es bleibt“, so der Vorsitzende des Fachverbands weiter, „müssen wir alle am gleichen Strang ziehen.“

Parallel dazu unterstrich ZVEH-Präsident Lothar Hellmann: „Die Light + Building hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu ‚der‘ Informations- und Technologieplattform der Branche entwickelt. Was die Weltleitmesse so unverzichtbar macht, ist der intensive Austausch. Dass das persönliche Gespräch, allen Möglichkeiten der modernen Kommunikation zum Trotz, durch nichts zu ersetzen ist, ist eine wichtige Erfahrung der Coronakrise. Ich schaue daher mit Vorfreude auf die Light + Building 2022, bei der Klimaschutz, Elektromobilität und Digitalisierung einen wichtigen Schwerpunkt bilden werden.“

Zudem äußerte sich Holger Heckle. Der Vorsitzende des VEG (Bundesverband des Elektrogroßhandels) sagte: „Wir können die Entscheidung in vollem Umfang nachvollziehen. Es ist wirklich bedauerlich für die E-Branche, dass 2020 keine Light + Building stattfinden kann und wir ohne unsere wichtigste Messe auskommen müssen. Aber Gesundheit geht vor.“

Für 2020 gelte es also, branchenweit Luft zu holen, um umso stärker zurückzukommen – zur Light + Building 2022, so die Messe Frankfurt.

Messestand von Bosch in Halle 9.1. auf der Light + Building 2018.
Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Sandra Gätke

Messen

Messepremiere der Intersec Building auf 2022 verschoben

Mit Spannung war die erste Intersec Building im Rahmen der Light + Building 2020 erwartet worden. Corona zwingt die Sicherheitsbranche nun, bis 2022 zu warten.

Ein solches Bild wird es in diesem Jahr nicht geben - heute wurde die Security 2020 abgesagt.
Foto: Messe Essen GmbH

Security

Absage der Security Essen 2020

Die für den 22. bis 25. September 2020 geplante Security Essen wird aufgrund der nicht absehbaren Entwicklungen der Coronakrise abgesagt.

Die Hallen der Messe Frankfurt bleiben vom 8. Bis 15. März leer. Aufgrund des Coronavirus wurde die Light + Building 2020 in den September verschoben.
Foto: Messe Frankfurt

Messen

Light + Building 2020 wird in September verschoben

Paukenschlag von der Messe Frankfurt. Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus in Europa wird die Light + Building 2020 in den September verschoben.

Dominique Ewert, Leiterin Marketingkommunikation der Light + Building, lässt die Experten zum Thema vernetzte Sicherheitstechnik zu  Wort kommen.
Foto: Annabelle Schott-Lung

Veranstaltungen

Vernetzte Sicherheitstechnik auf der Light + Building

Die Light + Building, die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik, stellt im kommenden Jahr vernetzte Sicherheitstechnik in den Fokus.