Foto: Nürnbergmesse/ Katrin Heim

Perimeter Protection

Mechanisch geschützt, elektronisch detektiert

Die dritte Auflage der Fachmesse Perimeter Protection 2014 in Nürnberg, der in Deutschland einzige, klar auf Perimeterschutz fokussierte Branchentreff, bewies den Vormarsch von Komplettsicherungssystemen aus mechanischen und elektronischen Komponenten für die Freigeländeüberwachung.

Mit der wiederum gesteigerten Anzahl von Ausstellern (78) und Fachbesuchern (2.236) hat die Perimeter Protection, vom 14. bis 16. Januar 2014 in Nürnberg, ihren festen Platz bei Anbietern und Anwendern von Zäunen, Zaunsystemen, Toren, Torsystemen, Zutritts- und Zufahrtssperren sowie elektronischen Alarmierungssystemen erobert. Nach einhelligen Aussagen verschiedener Aussteller zeichnete eine hohe Qualität die Gespräche mit gut informierten Fachbesuchern aus. Die Mehrheit kam auf die Messe und ihren Stand, um Detailfragen zu konkreten Projekten zu diskutieren. Dabei war dem Ergebnis der repräsentativen Besucherbefragung nach das Interesse der Fachbesucher an beiden Sicherheitstechniken in etwa gleich. Bei 53 Prozent lag das Hauptaugenmerk auf der mechanischen, bei 42 Prozent auf der elektronischen Perimetersicherung.

Ernstzunehmende, anwachsende Bedrohungspotenziale und daraus resultierende steigende Sicherheitsbedürfnisse erzwingen breiten Handlungsbedarf sowie neue Herangehensweisen auch beim Schutz von gewerblichen, öffentlichen und privaten Freigeländen und sensiblen Infrastrukturen. Die Vielfalt von Schutzobjekten und Schutzarealen wächst stetig und umfasst neben Gebäuden und Flughafenarealen beispielsweise Ölplattformen, Rennstrecken der Formel 1, Sportstadien und Land- und Wasserseiten von Hafenarealen.

Individuelles Gesamtkonzept

Für jedes Schutzobjekt müsse nach eingehender Analyse ein individuelles Gesamtkonzept aus angepassten mechanischen und baulichen Maßnahmen, elektronischen Systemen und Abwehrstrategien erstellt werden, so der Tenor der Vorträge des zeitgleich am 14. und 15. Januar 2014 im Nürnberger Messekongresszentrum veranstalteten Perimeter Protection Kongresses des Hamburger VfS Verbands für Sicherheitstechnik. Insgesamt zwölf Fachvorträge beleuchteten deren verschiedene Facetten.

Orientierungshilfen in den Etappen boten der VdS Schadenverhütung mit seinen „Sicherungsrichtlinien Perimeter“ (VdS 3143) und die zweite überarbeitete Auflage des VfS-Handbuchs „Perimetersicherung“. Letzteres enthält auf 245 Seiten neben Grundlagenwissen planerische und technische Erläuterungen zur Umsetzung eines Schutzsystems für das eigene Freigelände. In der Auswahl der neuen Themen bestätigt fand sich das Redaktionsteam nach den Worten von Markus Lütolf, Geobrugg AG, auch durch die auf der Messe präsentierten Lösungen wie mobile Systeme, Cloud-basierte Systeme, Übersteig- und Untergrabschutz, Schutzkonstruktionen im Wasser sowie Thermografie. Als wesentliche Entscheidungskriterien würden Anwender auf die Erweiterbarkeit der Systeme achten, auf Bedienerfreundlichkeit und erweiterte Schnittstellen, um zum Beispiel forensisch auswertbare und damit auch später juristisch verwertbare Daten zu gewinnen.

Punktgenaue Lokalisierung

Andreas Panek, Geschäftsführer der Torwerk Weimar GmbH, deren Spezialität die Herstellung großformatiger Stahltore ist, formulierte den mehrheitlichen Ruf der Mechaniker nach nachrüstbaren einfacheren Systemen. Andere Zaun- und Torspezialisten, wie beispielsweise die Berlemann Torbau GmbH zeigten selbst und mit Partnern entwickelte Steuer- und Überwachungssysteme in Komplettlösungen. Auf die mehrfach auf der Messe zu findenden Aluminiumtore in Leichtbauweise angesprochen, ordnete Vertriebsleiter Heiko Jaensch diese in ein anderes Anforderungssegment und damit in ein zusätzliches Marktsegment ein.

Raijmond Rondeel, GPS Perimeter Systeme GmbH, illustrierte mit dem Sioux-Zaunüberwachungssystem mit punktgenauer Lokalisierung einen weiteren Trend der Verwendung von leistungsfähiger und dennoch kostengünstig beschaffbarer Mems-Technologie (mikroelektromechanische Systeme). So finden sich die hierin vielfach verwendeten mikroelektromechanischen 3D-Neigungs- und Beschleunigungssensoren auch in Smartphones. Die Kostenvorteile aus der Massenfertigung erlaubten es, gegenwärtige Überwachungsphilosophien in Frage zu stellen.

Intervention einleiten

Ebenfalls von verschiedenen Anbietern zu sehen war, dass in Perimeterschutzstrategien die Alarmverifikation sowie das umgehende Einleiten der geeigneten Interventionsstrategie einen wesentlichen Raum einnehmen. Die immer exakter erfassbaren Positionsdaten des Alarm-Ursprungs werden im System an PTZ-Überwachungskameras weitergeben. Die Situation lässt sich somit gut bewerten, die Abwehrstrategie schnell festlegen und steuern.

Die rasch steigende Nachfrage im Zaunmontagebereich nach Komplettsystemen aus Mechanik und Elektronik bestätigte auch Kai-Uwe Grögor, Geschäftsführer Fachverband und RAL Gütegemeinschaft Metallzauntechnik e. V., für seinen Vertretungsbereich und prognostiziert einen weiteren Anstieg. Der Branchenkenner schätzt PP-Anteil im Markt für Metallzauntechnik für Deutschland auf 200 bis 250 Millionen Euro und für Europa auf etwa 750 Millionen Euro. Seine nächsten Arbeitsschwerpunkte liegen nun auf der Einführung einer Güteordnung, nach der sich Metallzaunsysteme nach Qualitätsgruppen einstufen und klassifizieren lassen.

Karsten Seifert

Das Fachangebot der Perimeter Protection 2020 reichte von klassischen mechanischen Schutzmaßnahmen wie Zäunen, Toren und Zufahrtssperren bis hin zu modernsten elektronischen Komponenten wie Überwachungskameras.
Foto: NuernbergMesse / Thomas Geiger

Messen

Themenvielfalt der Perimeter Protection 2020 überzeugt

Mit 4.200 Fachbesuchern, einem Zuwachs von 16 % im Vergleich zu 2018, war die sechste Perimeter Protection Mitte Januar 2020 in Nürnberg ein voller Erfolg.

Perimeter Protection 2012

Gestiegene Besucher- und Ausstellerzahl

Die Perimeter Protection 2012 schloss mit einem deutlichen Plus auf Besucher- und Ausstellerseite. Es kamen 2.154 Fachbesucher, 33 Prozent mehr als zur Erstauflage (2010: 1.620).

Foto: Nürnbergmesse/ Katrin Heim

Perimeter Protection Kongress 2016

Fachlicher Austausch auf höchstem Niveau

Am 12. und 13. Januar 2016 diskutieren parallel zur Fachmesse Perimeter Protection, die bis zum 14. Januar 2016 läuft, bereits zum dritten Mal anerkannte Experten großer Unternehmen und Organisationen im Perimeter Protection Kongress über die besonderen Herausforderungen für eine optimale Außensicherung sowie das Zusammenspiel mechanischer und elektronischer Sicherheitssysteme.

Foto: NürnbergMesse

Perimeter Protection

Erfolgreiche Messe zur Freigeländesicherung

Mit über 3.600 Fachbesuchern ist am 18. Januar die fünfte Perimeter Protection erfolgreich zu Ende zu Ende gegangen. Das Messepublikum informierte sich an drei Tagen bei 135 Ausstellern über die neuesten mechanischen und elektronischen Lösungen der Freigeländesicherung.