Foto: Morse Watchmans

Anlagen- und Zugangskontrolle im KMU-Markt

Mehr als nur Schlüsselkontrolle

Die Konfiguration und Installation eines Sicherheitssystems lässt sich für jede Organisationen, unabhängig von ihrer Größe, einrichten. Nicht nur Großunternehmen, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) benötigen zuverlässigen Schutz.

Die Gewährleistung einer nach innen und außen sicheren Arbeitsumgebung ist, unabhängig von der Größe des Unternehmens, unverzichtbar, um die wertvollsten Ressourcen zu schützen: die Menschen, Informationen und Sachanlagen, die im Unternehmen eingesetzt werden.

Sicherheitssysteme gibt es in vielen verschiedenen Formen. Bewährt hat sich zur Unterstützung des KMU-Managements bei der Sicherstellung einer sicheren Arbeitsumgebung eine benutzungsfreundliche Lösung, die den Einsatz eines Schlüsselkontroll- und Anlagenmanagementsystems umfasst. Die State-of-the-Art-Systeme für automatisierte Schlüsselkontrolle protokollieren und kontrollieren den Zugriff auf Schlüssel zum Auf- und Abschließen von Türen in der gesamten Anlage. Sensible Dokumente, Bargeld, Mitarbeiterausweise oder Karten für zugangsbeschränkte Bereiche, Festplatten und sogar kleine elektronische Ausrüstungsgegenstände können mithilfe von Anlagenmanagement-Schließfächern oder Schlüsselkartenmodulen, die in ein Schlüsselkontrollsystem integriert werden können, vor unbefugtem Zugang geschützt und sicher aufbewahrt werden.

Anlagenschließfachsysteme funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Schlüsselkontrollsysteme: Benutzer können ausschließlich auf Gegenstände in Schließfächern und Modulen zugreifen, für die sie vorab autorisiert wurden. Alle Aktivitäten wie die Entnahme oder Rückgabe von Gegenständen beziehungsweise das Öffnen von Schließfächern und Modulen wird automatisch protokolliert und kann nachvollzogen werden.

Ein weiterer Vorteil für KMU-Benutzer durch die Integration von Anlagenschließfächern in ein System ist die Möglichkeit, das System exakt nach Kundenwunsch – sowohl im Hinblick auf aktuelle Anforderungen als auch auf die Zukunft – zu gestalten. Die Konfiguration einer Anlagenkontrolllösung ist einfach: Es muss nur der Bedarf ermittelt und dann das System aus den einzelnen Modulen, die diesen Bedarf erfüllen, erstellt werden. Der Benutzer wählt zuerst die gewünschte Schrankgröße aus. Falls mehr als ein Schrank erforderlich ist, können die Schränke linear (nebeneinander) oder übereinander angebracht werden. Die Schranktür kann aus beruhigtem Stahl oder durchsichtigem Polycarbonat bestehen.

Die Module zum Einrichten der Schränke können eine Auswahl aus Schlüsselaufbewahrungsmodulen, Keditkartenmodulen, Schließfächern verschiedener Größen oder einfachen Leermodulen, die zu einem späteren Zeitpunkt gefüllt werden, umfassen. Die Kombination der Module hängt ganz vom Benutzer ab. Das System kann ganz individuell gestaltet und auch geändert werden, um den Bedarf nach einer Erweiterung oder anderen spezifischen Anforderungen zu erfüllen.

Kleine, kompakte Systeme mit lediglich sechs Schlüsseln und nur einem Schließfach für die Aufbewahrung von wertvollen Gegenständen bieten sich beispielsweise für kleine Büroanlagen an. Eine mögliche Installationskonfiguration für das Büro der Geschäftsführung eines städtischen Kulturzentrums könnte beispielsweise drei Module umfassen: ein Kreditkartenmodul, ein Doppelschließfachmodul zur Aufbewahrung kleiner persönlicher Gegenstände und ein drittes Modul zur Aufbewahrung der Gebäudeschlüssel.

Individueller Zugang

Der Zugang zu den Schlüssel- und Anlagenschränken kann ebenfalls individuell gestaltet werden. Zu den Optionen gehören ein eingebautes Tastenfeld, biometrische Vorrichtungen wie ein Fingerabdruckleser oder Magnetkartenleser sowie Transponder. Systeme, die Kartenleser für den Zugang integrieren, können häufig auch Zugangskontrollkarten nutzen, die bereits in der Organisation verwendet werden, das heißt, die Umsetzung des Systems wird vereinfacht.

Änderungen bei der Zugangsberechtigung einzelner Personen können sofort durch die Administratoren des Programms vorgenommen werden. Die optionalen Benutzeroberflächen können auch direkt in den Schrank integriert werden, um den Zugang zu erleichtern, oder sie können separat untergebracht werden. Bei beiden Anordnungen haben die Benutzer nur Zugang zu den aufbewahrten Gegenständen, zu deren Entnahme oder Rückgabe sie berechtigt sind. Die robusten Schränke sind widerstandsfähig und reagieren auf nicht ordnungsgemäßen Zugriff. Die überfällige Rückgabe eines Schlüssels, eine offene Tür und sogar der unsachgemäße Gebrauch des Tastenfelds lösen einen Alarm aus; das Ereignis wird in der Log-Datei protokolliert.

Bei KMUs wie Produktionsanlagen, medizinischen Anlagen oder kleinen Wohnoder Seniorenwohnanlagen ist die Integration von Anlagenmanagementlösungen in bestehende Sicherheitssysteme typischerweise ohne kostspielige Nachrüstungen oder Instandsetzungen möglich. Für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen können beispielsweise Anlagenkontrollsysteme mit Ein- und Ausgängen für den Alarm und Relais in bestehende Videoüberwachungssysteme integriert werden. Kompatibilität mit und Integration in das System wird durch Ethernet- und USB-Anschlüsse gewährleistet. Und Schlüsselmanagementsysteme können auch in bestehende Ausweissysteme von Einrichtungen integriert werden.

Die Kompatibilität mit anderen Sicherheitssystemen und der Netzzugang bereichern das System und verbessern die Nutzbarkeit für das KMU zusätzlich; die Integration in bestehende Datenbanken spart Zeit und Geld. Integrierte RS-232-Schnittstellen für die Kommunikation erleichtern die direkte Anbindung an Drucker oder andere Geräte; ebenso steht die Netzwerkanbindung über Ethernet zur Verfügung.

Protokollierte Zugriffe

Neben der sicheren Aufbewahrung und Verwaltung von Gegenständen in einem elektronischen Schließfach gibt es weitere Eigenschaften, die Schlüsselkontroll- und Anlagenmanagementsystems für KMUs wertvoll machen. Dazu gehört ihre Fähigkeit, automatisch alle Vorgänge zu protokollieren. Bei jedem Zugriff auf den Schrank werden Zeit und Name der jeweiligen Person in der Log-Datei gespeichert. Mithilfe dieser Informationen können KMUs schnell und einfach feststellen, wo sich jeder Gegenstand befindet oder wer welchen Gegenstand wann entnommen hat.

In Kombination mit Überwachungssoftware können die Protokollierungsdaten eine zuverlässige Quelle zur Bestätigung aller Zugriffsvorgänge darstellen. Wird das System in ein Zugangskontrollsystem integriert, dann kann die Geschäftsführung per Alarm informiert werden, wenn eine Person versucht, das Gebäude ohne ordnungsgemäße Rückführung eines aus einem Schließfach entnommenen Gegenstands zu verlassen.

Fernando Pires
Foto: Morse Watchmans

Verwaltungssysteme für Zugangskontrolle

Schlüsseltechnologie

Die ordnungsgemäße Handhabung von Schlüsseln in Bezug auf Zugriff, Aufbewahrung und Nachverfolgung wird durch Schlüsselkontrolltechnik sichergestellt. Sie ist auch eine zuverlässige und kosteneffiziente Methode zur Verbesserung der Sicherheit für kritische Infrastrukturen.

Foto: Morse Watchmans

Schlüsselkontrolle in vernetzte Sicherheitssysteme integrieren

Protokollierte Schlüsselfunktion

Aufgrund der Schwachstelle Mensch ist das Schlüsselmanagement eine Voraussetzung für jede Zugangskontrollstrategie. Verlorene oder fehlende Schlüssel, die Anfertigung von unerlaubten Nachschlüsseln, ungenaue und häufig unlesbare manuelle Logbücher – all dies hat das Potential, anspruchsvollste Sicherheitsinitiativen zu untergraben.

Foto: Morse Watchmans

Schlüsselverwaltungs-System

In der Praxis bewährt

Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen stellen Sicherheitsexperten vor besondere Herausforderungen. Die Sicherheit von Patienten, Personal und Besuchern muss zu jeder Zeit sichergestellt sein. Gleichzeitig ist jedoch eine offene und angenehme Umgebung erforderlich. Kombinierte Systeme können hierbei Abhilfe schaffen.

Foto: Morse Watchmans

Schlüsselmanagement in Gerichtsgebäuden

Ein sicherer Ort

Das ständige Kommen und Gehen von Richtern, Häftlingen, Anwälten, Vollstreckungsbeamten, Wartungspersonal und anderen Personen stellt Gerichtsgebäude vor beträchtliche Sicherheitsprobleme. Ein Bestandteil des Sicherheitsmanagements für solche Einrichtungen ist unter anderem die Stärkung der Rolle der Zugangskontrolle.