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Meinungen

Messen leben noch – trotz Corona

Obwohl Corona wohl noch länger dauern wird, starteten im Herbst 2021 wieder mehrere Messen und Kongresse der Sicherheitsbranche als Präsenz- oder Hybridveranstaltungen.

Auch wenn Corona uns wohl noch länger begleiten wird, als gehofft: Mit der It-Sa und Feuertrutz in Nürnberg, der Sicherheitsexpo in München, der Protekt in Leipzig, dem VfS-Kongress in Kassel war der Terminkalender zuletzt wieder gut mit Messen und Kongressen gefüllt.

Den Anfang machte Mitte Oktober die IT-Sicherheitsfachmesse It-Sa 2021.  Natürlich waren die Zahlen nicht vergleichbar mit der letzten Veranstaltung 2019. Vor zwei Jahren kamen noch 753 Aussteller und knapp 16.000 Fachbesucher auf die Messe, in diesem Jahr waren es nur noch 274 Aussteller und rund 5.200 Fachbesucher. Doch klar ist: Die Zeiten der Verkündigung immer neuer Rekordzahlen sind unwiederbringlich vorbei, und Messen werden zukünftig allgemein ein anderes Gesicht haben als in der Vergangenheit – schmaler als bisher, aber auch ein Gesicht mit prägnanteren Konturen. So äußerten sich Messeveranstalter, Aussteller und Besucher durchweg positiv über die it-sa 2021. Die Besucher wussten die Bewegungsfreiheit, die stressfreie Atmosphäre und die Informationen zu schätzen, die ihnen über QR-Codes an den Messeständen zur Verfügung gestellt wurden. Die Aussteller betonten die hohe Qualität der Kontakte und die intensiven Fachgespräche, und die Nürnberg Messe resümierte, das Konzept der hybriden Veranstaltung sei voll aufgegangen und werde weiter verfolgt.

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Luftiges Standkonzept mit Maskenpflicht von Simonsvoss auf der Sicherheitsexpo 2021: So könnten Messen wohl noch länger aussehen.
Foto: Simonsvoss Luftiges Standkonzept mit Maskenpflicht von Simonsvoss auf der Sicherheitsexpo 2021: So könnten Messen wohl noch länger aussehen.

Sehnsucht nach der  Rückkehr von Präsenzmessen

Ob die noch anstehenden Messen in diesem Jahr zu einem ähnlich positiven Fazit kommen werden, bleibt natürlich noch abzuwarten, doch es gibt starke Anzeichen, die bereits jetzt darauf hindeuten. So offenbart eine groß angelegte Umfrage mit circa 59.000 Unternehmen von Deutschlands größtem Messeveranstalter, der Messe Frankfurt, wie groß das Verlangen nach der Rückkehr von Präsenzveranstaltungen ist. Nur drei Prozent der Unternehmen befürworten demnach in Zukunft weiterhin ausschließlich digitale Veranstaltungen. 67 Prozent wünschen sich dagegen reine Präsenzveranstaltungen. Hinzu kommen rund 30 Prozent, die ein hybrides Format bevorzugen. „Dies ist ein klares Bekenntnis für On-Site-Veranstaltungen“, analysierte der Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Wolfgang Marzin, die Ergebnisse.

Der digitale Zusatznutzen, den gerade in der Pandemie die hybriden Messeformate gebracht haben, wurde von den Unternehmen also einerseits bestätigt. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen aber auch eindeutig, dass das physische Messeformat weiter am Leben ist. Marzin verwies in diesem Zusammenhang auf eine frühere Befragung, die bereits 2020 von der Messe Frankfurt durchgeführt worden war. Besonders auffällig sei neben dem hohen Mitteilungsbedürfnis der ausstellenden Unternehmen dabei die Stimmungsaufhellung zwischen den beiden Befragungen, betonte der Messechef: „Die wirtschaftliche Situation vieler unserer Kunden hat sich deutlich verbessert. Gestiegen ist auch die Bereitschaft, jetzt und in Zukunft an Messen national wie international teilzunehmen. Beides stimmt uns als Messe Frankfurt sehr optimistisch. Unsere Kunden sind noch da“.

Mit Blick auf das kommende Jahr, wenn für die Sicherheitsbranche mit der Light + Building und der Security wieder zwei internationale Großmessen auf dem Programm stehen, geben die aktuellen Entwicklungen also allen Anlass für Optimismus. Vorausgesetzt, Corona ist dann endlich vorbei – und schmeißt nicht wieder alles über den Haufen.

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