Foto: iStockphoto.com/AndreasWeber

Brandschutz für Windenergieanlagen

Millionenschäden verhindern

Das Landschaftsbild in Deutschland wird immer mehr von Windenergieanlagen geprägt. In vielen Gegenden wachsen innerhalb kürzester Zeit Dutzende der unbemannten „Energieproduzenten“ aus dem Boden. Und dieser Trend breitet sich rund um den Globus aus, da regenerative Energien einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Doch auch die Brandrisiken bei solchen Anlagen sind nicht zu vernachlässigen.

Ob in Deutschlands Norden oder im fernen China: Die Anzahl der über 100 Meter hoch aufgebauten Anlagen steigt unaufhaltsam und geht mittlerweile in die Tausende. Ganz eindeutig ist daran zu erkennen, dass diese Branche sich im Zuge der Energiewende zu Windkraft stark im Aufwind befindet.

Kommt es bei einer Windenergieanlage zum Störfall, tut sich eine Reihe von brandschutztechnischen Problemen auf. Die Rotor- und Maschinengondeln befinden sich in 80 bis 130 Metern Höhe und sind mit ihren typischen Brandlasten und Brandrisiken für Feuerwehren unerreichbar hoch. Auch Anlagen, die Offshore, also vor Küsten oder auf hoher See aufgebaut wurden, sind ohne Weiteres nicht löschbar. So brennt das kostspielige Investment im schlechtesten Fall nahezu unbemerkt ab, die Schäden liegen dann im Millionenbereich. Es muss daher in der Anlage und ihren Anbauten für eine entsprechende automatische Brandschutzlösung gesorgt werden, die frühestmöglich einen Brand meldet, um ein rechtzeitiges Reagieren zu ermöglichen.

Vielfältige Brandursachen

Die potenziellen Brandursachen der Windenergieanlagen liegen sowohl in der Mechanik (Getriebe, Hydraulik, Bremsen) als auch in der Elektronik (Generatoren, Transformatoren, Steueranlagen). Betroffen sind somit sowohl die Gondeln als auch die Kontrollanlagen. Neben einem Blitzschlag als natürlichem Brandauslöser sind es vor allem technische Brandauslöser, wie die Überhitzung der Lager, heiß laufende Bremsen, Kurzschlüsse oder Wartungsversäumnisse. Mehrere Hundert Liter von Getriebe- und Hydraulik-Öl sowie das Dämmmaterial und Kunststoffteile in jeder einzelnen Anlage nähren einen Brand und können so zu einem Totalausfall des kompletten Systems mit schwer wiegenden Folgen führen.

Um den hohen Investitionswert einer Windenergieanlage zu erhalten, bedarf es wirksamer Gegenmaßnahmen zum Schutz der komplexen und teuren Anlagen. Denn im Falle eines Brandes darf es unter keinen Umständen zu einer Zerstörung der Anlage und den möglicherweise damit verbundenen negativen Folgen für die Stromversorgungsanlage kommen.

Brandfrühesterkennung ist die Lösung

Eine Lösung stellt die Technologie der Titanus-Rauchansaugsysteme zur frühestmöglichen und täuschungs- sowie fehlalarmsicheren Detektion in einer Windenergieanlage und der dazugehörigen Kontrollstation am Boden dar. Die sichere Rauchdetektion wird selbst unter besonderen klimatischen Verhältnissen und bei hohen Staubbelastungen oder Luftströmungen gewährleistet.

Der geringe Wartungsaufwand durch zugänglich montierte Auswerteeinheiten und ein fast wartungsfreies Rohrsystem, das der kontinuierlichen Luftprobenentnahme dient, kommen der überwiegend unbemannten Betriebszeit einer Windenergieanlage sehr entgegen. Durch die aktive Luftprobenentnahme und frühestmögliche Detektion der Rauchansaugsysteme kann bereits in der Pyrolysephase die Anlage frühzeitig abgeschaltet werden. Dadurch lassen sich rechtzeitig weitere Gegenmaßnahmen, wie beispielsweise das Auslösen einer Löschanlage, einleiten.

Rechtzeitige Gegenmaßnahmen

Die Folgen eines Brandes bei Windenergieanlagen sind gravierend. Bereits ein kleiner Schwelbrand an der komplizierten Elektronik kann eine ganze Anlage außer Gefecht setzen und zum Abbrennen führen. Die stark ansteigende Anzahl von Anlagen weltweit verlangt nach wirkungsvollen Brandschutzkonzepten. Nur dann, wenn eine Branddetektion frühestmöglich erfolgt, lassen sich rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten und der hohe Investitionswert erhalten. Die Technologie der Rauchansaugsysteme bietet hier optimale Möglichkeiten und hat sich bereits in einer Vielzahl von Windenergieanlagen als die beste Brandschutzlösung erwiesen.

Foto: Wagner

Firex 2015

Wagner zeigt neue Generation von Ansaugrauchmeldern

Die Wagner Group GmbH demonstriert auf der Fachmesse für Brandschutz, Brandvermeidung und Branddetektion Firex vom 16. bis 18. Juni 2015 in London seine Lösungs- und Anlagenbaukompetenz im Bereich der aktiven Brandvermeidung und intelligenten Brandfrüherkennung.

Foto: Wagner

Brandvermeidung im Hochregallager

Schwerwiegende Gefahren

Die Kern & Sohn Waagen- und Gewichtefabrik ist seit über 170 Jahren spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Präzisionswaagen. Bisher besaß das Unternehmen für seine Ware vier kleinere Lager. Mit dem Neubau des Hochregallagers am Firmenstandort Balingen wurden diese zusammengeführt, sodass eine individuell zugeschnittene Brandschutzlösung gefragt war.

Foto: Wagner

Logimat 2015

Wagner sorgt mit Brandschutz für Lieferfähigkeit

Die Wagner Group GmbH stellt auf der Logimat 2015 neue Brandschutztechnologien vor, die sich für den Einsatz in Lager und Logistik eignen.

Foto: Wagner

Brandschutzkonzept für Rechenzentren

Durchdacht statt überdimensioniert

Die brandschutztechnischen Anforderungen moderner Rechenzentren sind hoch: Gefragt sind redundante und energiesparende Systeme, die sensibel und gleichzeitig falschalarmsicher funktionieren.