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Caroline Eder, Geschäftsführerin des Bayerischen Verbands für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW).

Wirtschaftsschutz

Mitarbeiter sensibilisieren – die Wirtschaft schützen

Der Bayerische Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW) tut viel, um in Unternehmen Mitarbeitende für die Risiken von Cyberangriffen zu sensibilisieren.

Sicherheit ist für Deutschlands global vernetzte Wirtschaft ein zentraler Wettbewerbsfaktor, die durch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden in Unternehmen erhöht werden kann. Mit der Digitalisierung sind die Risiken vielfältiger geworden und verändern sich permanent. Für die erfolgreiche Abwehr brauchen Unternehmen nicht nur technische Maßnahmen, sondern vor allem auch loyale und aufmerksame Mitarbeiter. Der BVSW unterstützt Unternehmen dabei, Awareness aufzubauen.

Cyberattacken, Industriespionage, Diebstahl und andere Kriminalitätsphänomene verursachen bei deutschen Unternehmen Schäden in Millionenhöhe. Eine wichtige Voraussetzung für langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist deshalb die Sicherheit im analogen sowie im digitalen Bereich. Doch die Risiken nehmen zu und ändern sich ständig. Besonders während der Pandemie hat sich gezeigt, wie schnell Kriminelle auf aktuelle Gegebenheiten reagieren, um sie geschickt für ihre Zwecke auszunutzen. Während die Gesellschaft durch Homeoffice und Social Distancing gezwungen war, vermehrt auf digitale Angebote zurückzugreifen vergrößerte sich die Bandbreite an Angriffsmöglichkeiten vor allem im digitalen Raum.

Angreifer nehmen Mitarbeiter in den Fokus

Bereits vor der Corona-Pandemie gehörten Phishing-Attacken und Social Engineering zu den größten Bedrohungen für Unternehmen. Dabei versuchen Kriminelle als vertrauenswürdiger Kommunikationspartner aufzutreten und verschicken E-Mail mit infizierten Anhängen oder Links. Sobald ein Mitarbeiter darauf klickt, installiert sich eine Schadsoftware. Mit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 stiegen die Angriffe weiter an. Die europäische Agentur für Cybersicherheit Enisa berichtet von einem Zuwachs von über 600 % allein in Februar und März 2020. Und viel zu oft ist diese Masche erfolgreich.

Mittelstand und kleine Betriebe besonders gefährdet

Große Betriebe wissen um die Risiken und schulen ihre Mitarbeiter entsprechend. Deshalb fokussieren sich die Kriminellen zunehmend auf den weniger gut geschützten Mittelstand oder auf kleinere Unternehmen. Oft handelt es sich hier um Betriebe mit hoher Innovationskraft und die Angreifer versuchen, geistiges Eigentum zu entwenden.

Zunehmend nutzen Angreifer auch Zulieferer und Dienstleister als Sprungbrett, um Kontakt zu den größeren Unternehmen, ihrem eigentlichen Angriffsziel, herzustellen. Derartige Angriffe auf die Lieferkette nutzen das Vertrauensverhältnis aus, das zwischen Kunden und Lieferanten besteht. Gleichzeitig setzen die Angreifer darauf, dass kleinere Unternehmen weniger Geld in Schutzmaßnahmen investieren und sich oft überhaupt nicht bewusst sind, was es bei ihnen Schützenswertes gibt.

Erfolgsfaktor Mensch für die Sicherheit in der Wirtschaft

Mit technischen Maßnahmen ist Sicherheit nur bis zu einem gewissen Grad möglich, denn die Technik reagiert auf gewisse Reize, wie beispielsweise eine Anomalie im Unternehmensnetzwerk, oder eine Person auf der Überwachungskamera. Menschen jedoch sind in der Lage proaktiv zu handeln, bevor ein kritisches Ereignis eintritt. Unternehmen haben es in der Hand, ihre Mitarbeiter von der vermeintlichen Schwachstelle zu einer Chance für die Unternehmenssicherheit zu wandeln. Voraussetzung dafür ist, immer wieder ein Bewusstsein für die sich rasch wandelnden Risiken zu schaffen. Der Bayerische Verband für Sicherheit in der Wirtschaft hat sich das Ziel gesetzt, die Unternehmen dabei zu unterstützen. Mit einer breiten Palette an Schulungen und Trainings, Veranstaltungen und Arbeitskreisen ist der Verband seit 1976 Partner der Wirtschaft in allen Sicherheitsfragen. Durch starke Leistungen für Unternehmen und die enge Kooperation mit den Sicherheitsbehörden möchte der BVSW dazu beitragen, dass die Wirtschaft auch in einer digitalisierten und sich rasch wandelnden Welt dauerhaft stark und wettbewerbsfähig bleibt. In Bayern ebenso wie auf Bundesebene über die Zusammenarbeit mit dem ASW Bundesverband.

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