Müssen Rauch- und Brandmelder etwa wegen Umbauarbeiten demontiert werden, können Mobile Brandmeldeanlagen die Sicherheitslücke schließen.
Foto: C.M, Heim GmbH

Brandschutz

Mobile Brandmeldeanlagen schließen Sicherheitslücken

Klassische Brandmeldeanlagen können während Renovierungs- und Umbauarbeiten oft nicht genutzt werden. Mobile Systeme sorgen dennoch für Sicherheit.

Effektiver Brandschutz für historische Gebäude sollte mittels mobiler Brandmeldeanlagen zu jeder Zeit gegeben sein. Wie notwendig dies ist, zeigt das jüngste dramatische Beispiel aus Paris. Notre-Dame brennt! Schnell verbreitete sich diese Nachricht am Abend des 15. April dieses Jahres. Es kommt fast einer Ironie gleich, dass die Ursache vielleicht in den Renovierungsarbeiten zu finden ist, die dem in die Jahre gekommen Objekt wieder zu neuer Schönheit und Standfestigkeit verhelfen sollten. Auch im Mainzer Veranstaltungs- und Kongresszentrum Rheingoldhalle hat am 16. Mai ein Feuer großen Schaden angerichtet. Ersten Ermittlungen zufolge war ein Schwelbrand die Ursache. Möglicherweise sei dieser bei den Bauarbeiten an der Rheingoldhalle entstanden.

Ausgefeilte Brandschutzmaßnahmen und Frühwarnsysteme

Unvorstellbar, dass ein Feuer in der heutigen Zeit, in der wir über ausgefeilte Brandschutzmaßnahmen, zahlreiche Frühwarnsysteme und technische Möglichkeiten zur Brandbekämpfung verfügen, seinen Schrecken und seine Macht nicht verloren hat. Allein 2016 rückten die Feuerwehren laut Statistik des Deutschen Feuerwehrverbandes e.V. (DFV) fast 180.000 Mal zu Bränden und Explosionen aus. Aufgrund dessen sind stationäre Brandmeldeanlagen unentbehrliche Begleiter im Betriebsalltag, in öffentlichen und historischen Gebäuden, Kaufhäusern, Tiefgaragen, Bahnhöfen und auf Baustellen, um nur einige Beispiele zu nennen. Doch was geschieht, wenn sie gewartet werden müssen, ausfallen oder noch gar nicht in Betrieb sind? Und was geschieht beim Umbau von Bauwerken?

Historisches mit adäquaten Brandschutzmaßnahmen bewahren

Der Erhalt eines identitätsstiftenden Gebäudes, seine Relevanz für eine Stadt und eine ganze Nation hat einen unschätzbaren Wert. Es ist unsere Aufgabe, sie zu pflegen und instand zu setzen – für uns und für kommende Generationen. Das Feuer in Notre-Dame hat deutlich gemacht, dass es nicht erst bis zum Äußersten kommen sollte, bevor man den Wert eines historischen Bauwerkes erkennt. Es scheint nicht der Geldmangel zu sein, an dem es manchmal scheitert – es fängt mit der Bereitschaft an, etwas zu bewahren, bevor es verloren geht. Durch den Großschaden in Paris ist die Absicherung von historischen Gebäuden, vor allem auch während Bau- oder Renovierungsarbeiten, auch in Deutschland ein vieldiskutiertes Thema.

Besondere Vorsicht bei Demontage von Brandmeldern

Bei Umbaumaßnahmen in Gebäuden mit Brandmeldeanlagen müssen in den betroffenen Bereichen oft die Rauch- und Brandmelder demontiert werden. Somit entfällt die automatische Branddetektion. Diese Sicherheitslücke kann durch Brandwachen oder durch Mobile Brandmeldeanlagen geschlossen werden. Kritisch sind vor allem Heißarbeiten bei Renovierungen zum Beispiel im Dachstuhl. Es gibt viel Brandlast und im restlichen Gebäude befinden sich eventuell Menschen, die bei einem Entstehungsbrand viel zu spät gewarnt werden. Eine gefährliche Mischung! Hier entspricht es dem Stand der Technik, als Abhilfe in derartigen Fällen eine Mobile Brandmeldeanlage einzusetzen.

Brandwache oder mobile Brandmeldeanlage für den temporären Schutz?

Mobile Brandmeldeanlagen sind unkompliziert im Aufbau und in der Instandhaltung. Eine geringe Anzahl an Täuschungsalarmen ist für die erfolgreiche Umsetzung und Akzeptanz einer mobilen Brandmeldeanlage besonders bedeutsam. Daher ist bei der Auswahl der Sensoren besondere Erfahrung notwendig. Da Mobile Brandmeldeanlagen kein Bauprodukt sind, erfolgt die Projektierung in Anlehnung an die einschlägigen Normen für festinstallierte Brandmeldeanlagen (Normenreihe DIN EN 54, VDE 0833, DIN 14675).

Mobile Brandmeldeanlage gelten als Stand der Technik für die zeitweise Überwachung. Maßgaben des Baurechts, der technischen Überwachungsvereine, der Versicherungen und des Arbeitsschutzes (ASR2.2) werden abgedeckt. Mobile Brandmeldeanlagen sind einfach aufzubauen. Bei der Umsetzung ist es wichtig, dass man die richtigen Sensoren wählt, einen geschulten Anlagenbetreuer vor Ort hat und eine tagesaktuelle Dokumentation verfügbar ist. So können Risiken begrenzt, Täuschungsalarme vermieden und die Schutzziele während der Bauphase erreicht werden. Damit kann das Gebäude auch bei laufenden Bauarbeiten genutzt werden. Mobile Brandmeldeanlagen ermöglichen dadurch Umsatz für den Betreiber.