In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen mischen sich öffentliche Bereiche mit den sensiblen Zonen, die nur vom Klinikpersonal betreten werden dürfen.
Foto: PCS
In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen mischen sich öffentliche Bereiche mit den sensiblen Zonen, die nur vom Klinikpersonal betreten werden dürfen.

Zutrittskontrolle

Moderne Zutrittstechnik für attraktiven Klinikalltag

Im Klinikumfeld ist eine effiziente Gleitzeitregelung mit Zeiterfassung, Zutrittskontrolle und Dienstplanung ein Plus für die Mitarbeiterbindung.

Das Ärzteblatt berichtete im September dieses Jahres über den Arbeitsalltag in Kliniken. Im Artikel heißt es: „Rund 70 Prozent der vom Marburger Bund Befragten bemängeln die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern. Fast ein Drittel gibt an, vom Arbeitgeber keine Möglichkeit zur Zeiterfassung zu erhalten.“ Der Pflegeberuf klagt über ein riesiges Arbeitspensum und zahlreiche Überstunden, die nicht bezahlt werden. Viele Ärzte überlegen sogar, den Beruf zu wechseln. Höchste Zeit, dass Krankenhäuser und Kliniken hier gegensteuern und mit Hilfe einer Zeiterfassung und einer Gleitzeitregelung für einen fairen Ausgleich für die geleisteten Arbeitsstunden sorgen. Dass ein Zeiterfassungssystem die Attraktivität eines Klinikums erhöht, spiegeln auch aktuelle Stellenanzeigen wider, die verstärkt mit „Zeiterfassung“ als einem Benefit werben. Eine Gleitzeitregelung mit einer digitalen Dienstplanung ist ein wichtiges Instrument, um Menschen an eine Pflegeeinrichtung oder ein Krankenhaus zu binden.

Zeiterfassung ist die Basis für eine digitale Schichtplanung

Das medizinische Personal wünscht sich in der Regel Mitspracherecht in der Dienstplanung und die Berücksichtigung der persönlichen Termine. Ein digitaler Schichtplaner hilft hier bei der Koordination. Es können alle Arbeitszeitmodelle und Wunschdienste hinterlegt werden. Über die erfassten Arbeitszeiten lassen sich jederzeit Auswertungen erstellen, wie eine Anwesenheitsübersicht oder die Zahl der fehlenden Mitarbeitenden. Bezüge und Fehlzeiten werden direkt an das Lohn- und Gehaltssystem übergeben, Zulagen der üblichen Tarife werden automatisiert berechnet. Erfasst werden die Arbeitszeiten im Krankenhausumfeld oft an Intus Zeiterfassungsterminals. Auf den Displays lassen sich Zeitkonten, Urlaubs- und Abwesenheitszeiten über Scrolltasten bequem durchblättern. Damit alle Mitarbeiter die Zeiterfassung nutzen können, werden optional Symbole zur leicht verständlichen Bedienung angeboten, zum Beispiel um mit dem Personal zu kommunizieren, das kein Deutsch spricht. Die automatische Display-Dimmung sorgt einen niedrigen Energieverbrauch. Besonders flexibel ist das Terminal Intus 5600. Die Bedienoberfläche besteht aus einem projiziert-kapazitivem Touch, das sich individuell nach Anforderung konfigurieren lässt. So können im Klinikumfeld alle notwendigen Funktionstasten angelegt werden, um Arbeitszeiten auf Dienstart zu buchen, wie Bereitschaftsdienst, Rufdienst, Tag- oder Nachtdienst. Die Bedienelemente sind frei gestaltbar. Lage, Beschriftung und Anzahl der Funktionstasten lassen sich anpassen.

Robuste Zeiterfassungsterminals lassen sich hygienisch reinigen

Im Klinikalltag ist Hygiene selbstverständlich. Für elektronische Geräte sind chemische Reinigungsmittel oder Nässe aber eine Herausforderung. Die besonders robusten Intus Terminals sind mit einem geschlossenen Gehäuse und zusätzlichem Dichtkit ausgestattet. Sie überstehen eine gründliche Reinigung, auch in feuchten Milieus. Die kompakten Terminals Intus 5200 mit Vollglas-Front sind besonders leicht zu reinigen.

Zur Buchung der Arbeitszeiten eignen sich RFID-Ausweise, die heute multifunktional eingesetzt werden können. Mit flexiblen Speicherkapazitäten übernehmen die RFID-Identmedien Verwaltungsaufgaben, wie das das Bezahlen in der Kantine oder am Getränkeautomaten oder das Follow-me-printing sensibler Schriftstücke. Besonders oft werden die RFID-Ausweise auch für das Zutrittskontrollsystem genutzt. Neben dem Lesen der RFID-Karte ist auch die Schreibfunktion interessant, zum Beispiel für die Einbindung von mechatronischen Schließzylindern in das Sicherheitssystem. Mit der Zeiterfassungsbuchung am Eingang werden zeitgleich aktuelle Zutrittsrechte für die mechatronischen Schließsysteme auf die Mitarbeiterkarte geschrieben. Solche Systeme ergänzen die vernetzte Zutrittskontrolle, zum Beispiel an sicherheitssensiblen Brandschutztüren, die nicht verkabelt werden können. Die Montage erfolgt direkt im Türzylinder.

Zutritts- und Zufahrtskontrolle innerhalb der Klinik und im Außenbereich

In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen mischen sich öffentliche Bereiche mit den sensiblen Zonen, die nur vom Klinikpersonal betreten werden dürfen. Solche Zonen, wie OP-Bereiche, Medikamentenräume oder Labore, müssen durchgehend mit Zutrittskontrolle abgesichert werden. PCS liefert Zutrittsleser in vielen Varianten, sogar für die Montage direkt auf der Türzarge, falls nur wenig Platz vorhanden ist. Eine Online-Zutrittskontrolle mit einer Türstatus- und Türoffenzeit-Überwachung minimiert menschliches Fehlverhalten. So lösen etwa mit einem Keil blockierte Türen eine Alarmierung aus. Auch im Außenbereich ist es oft notwendig, öffentliche Bereiche von den klinikinternen Bereichen zu trennen und Parkplätze für das diensthabende Personal zu reservieren. Ein Weitbereichsleser liest den UHF-Mitarbeiterausweis und aktiviert die Schrankenanlage zur Tiefgarage.

Image
Das kompakte Zeiterfassungsterminal Intus 5200 ist mit einer Glasoberfläche ausgestattet, die sich leicht reinigen lässt.
Foto: PCS
Das kompakte Zeiterfassungsterminal Intus 5200 ist mit einer Glasoberfläche ausgestattet, die sich leicht reinigen lässt.

Hochsicherheitsbereiche mit Handvenenerkennung geschützt

Überall da, wo besonders hohe Sicherheitsanforderungen gelten, bewährt sich eine Identifizierung mit Biometrie, um einen Nutzer, eine Nutzerin zweifelsfrei zu identifizieren. PCS empfiehlt die biometrische Handvenenerkennung als ein Verfahren für hochsichere Zutrittskontrolle. Sie funktioniert mit Hilfe eines Infrarotsensors, der das Venenmuster im Inneren der Handfläche eines Menschen wiedererkennt. Durch die berührungslose Identifizierung des Handflächenvenenmusters ist sie besonders hygienisch. Dieses Muster ist bei jedem Menschen einzigartig und verändert sich im Laufe des Lebens nicht. Es kann daher zur zweifelsfreien Identifizierung eines Menschen mit False Acceptance Rate von 0,00008 Prozent genutzt werden. Das Speichern des Musters erfolgt nur auf der individuellen Mitarbeiterkarte, ein Vorteil für den individuellen Datenschutz.

Aufzugsteuerung verhindert Besucher in unbefugten Bereichen

Aufzüge dienen in Kliniken in doppelter Funktion: Auf der einen Seite werden sie zu Krankentransporten oder zur Logistik gebraucht, auf der anderen Seite nutzen Patienten und Besucher die Aufstiegshilfe. Damit nicht alle Etagen von allen Personen angefahren werden können, lässt sich RFID-Zutrittskontrolle zur Aufzugsteuerung nutzen. Ein im Aufzug eingebauter RFID-Leser gibt die Zufahrt zu den privaten Etagen frei. Die Stockwerke werden im Zutrittsprofil des Kartennutzers definiert und über die digitalen Ausgänge eines Zutrittskontrollmanagers aktiviert.

Vereinzelungsanlage mit Wärmebildkamera ermöglicht Temperaturscreening

Seit der Corona-Pandemie gelten besondere Präventionsvorschriften, um die Ausbreitung des Virus zu dezimieren, besonders sensibel ist die Lage im Krankenhausumfeld. Mit neuer Technik lassen sich heute präventive Maßnahmen umsetzen, zum Beispiel ein automatisiertes Körpertemperatur-Screening. Damit werden Personen mit erhöhter Temperatur sofort detektiert, bevor sie sich ungehindert im Haus bewegen. Dafür wird eine Vereinzelungsanlage mit RFID-Zutrittsleser und zusätzlich mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. Die Kamera analysiert in Sekundenschnelle die gemessene Körpertemperatur und vergleicht sie mit dem Normbereich. Weicht sie um mindestens 0,5 Grad Celsius vom festgelegten Normbereich ab, wird keine Durchgangsfreigabe erteilt. Auch Personen mit sonst gültigen Zutrittsberechtigungen erhalten dann keinen Zutritt. Dieses Temperaturscreening läuft völlig automatisch an der Vereinzelungsanlage ab – zusätzliches Personal ist nicht notwendig.