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Axel Schmidt, Geschäftsführer der Salto Systems GmbH.
Foto: Salto Systems
Axel Schmidt, Geschäftsführer der Salto Systems GmbH.

Unternehmen

„Nach wie vor die wichtigste Sicherheitsmesse“

Salto Systems freut sich auf die Security Essen 2022 und zeigt auf der Sicherheitsmesse mit Partnern unter anderem Systemlösungen, die weit über die klassische Zutrittskontrolle hinausgehen.

Kurz vor Beginn der Security Essen sprach PROTECTOR mit Axel Schmidt, Geschäftsführer der Salto Systems GmbH, über den technischen Fortschritt in der Zutrittskontrolle, die Bedeutung von Partnerschaften und den Messeauftritt seines Unternehmens.

Nach vier Jahren findet in Kürze endlich wieder die Security Essen statt. Wie schätzen Sie aktuell den Stellenwert der Messe für die Sicherheitstechnik-Branche allgemein ein und speziell für Salto Systems?

Wir freuen uns sehr auf die Security in Essen! Sie ist nach wie vor die größte und damit wichtigste Sicherheitsmesse in Deutschland und besitzt eine starke internationale Ausstrahlung. Deswegen verstehen wir sie als Plattform für unser gesamtes Unternehmen. Wir erwarten dementsprechend nicht nur Besucher aus Deutschland, sondern außerdem aus Skandinavien, den Benelux-Ländern und Osteuropa. Wir binden bei Salto etliche Niederlassungen in die Vorbereitungen und die Durchführung ein. Daher sehen wir der Messe sehr optimistisch entgegen und freuen uns auf die persönlichen Kontakte mit unseren deutschen und internationalen Fachpartnern und Technologiepartnern sowie bestehenden und potentiellen Anwendern.

Ob die Security letztlich ein Erfolg wird, lässt sich naturgemäß erst danach beurteilen. Aber unsere Erfahrungen mit Messen und Kongressen in diesem Jahr waren durchweg sehr positiv – und das unabhängig von der Größe der Veranstaltung und der Besucherzielgruppen. Aus diesem Grund erhoffen wir uns natürlich ebenso auf der Security viele Besucher.

Integrationen und Partnerschaften sind in der Branche mittlerweile weit verbreitet. Wie bewerten Sie diese Entwicklung und welche Schlüsse haben Sie daraus für Ihr Unternehmen gezogen?

Integrationen und Partnerschaften pflegen wir bei Salto seit der Gründung. Wir schätzen den Wert spezialisierter Lösungen und ergänzen unsere Zutrittskontrolle durch deren Integrationen. Dadurch können wir auch außergewöhnliche Anforderungen erfüllen. Umgekehrt haben wir parallel immer angestrebt, unsere Systeme in übergreifende Managementsysteme zu integrieren, sodass unsere Zutrittskontrolle nahtlos Teil eines größeren technischen Ökosystems werden kann, wenn dies gewünscht ist.

Wir sehen unsere Kernkompetenz in der Zutrittskontrolle und wollen in diesem Umfeld immer die besten sein. Deswegen konzentrieren wir unsere Entwicklungen darauf. Das heißt aber gleichzeitig, dass wir keine Experten für angrenzende Gewerke sind. Folglich setzen wir hierfür auf Integrationen. Dabei genießen wir einen enormen Vorteil, weil wir nicht erst jetzt damit anfangen, da übergreifendes Prozessmanagement immer wichtiger wird, sondern eben schon seit Jahrzehnten enge Beziehungen mit unseren Technologiepartnern auf- und ausbauen. Somit können wir heute auf hunderte Integrationen mit unterschiedlichsten Drittsystemen zurückgreifen.

Welche Bedeutung haben Systemlösungen für Salto Systems, und wie setzen Sie diese um?

Unter einer Systemlösung verstehen wir eine maßgeschneiderte Zutrittskontrolle für Anwender – zunächst unabhängig davon, welche Technologien, Softwarefunktionen und Hardware sie enthält. Entscheidend sind die Anforderungen eines Projekts. Und dabei spielen die originär gewünschten Zutrittsfunktionen eine Rolle, der Bestand, die internen Abläufe und vieles mehr. Daraus ergibt sich ein Anforderungsprofil für die Systemlösung, die entsprechend individuell zusammengestellt wird. Das kann man als Anbieter natürlich nur umsetzen, wenn man über eine funktionsreiche und modular aufgebaute Software, alle wesentlichen Technologien (virtuelle Vernetzung, Funkvernetzung, Online-Vernetzung und Mobile Access) und ein vielseitiges Hardwareportfolio verfügt. Wir tun das, und deswegen verkaufen wir nicht einzelne elektronische Zylinder oder eine „Lösung“, bei der Anwender etliche Kompromisse eingehen müssen. Kurz: Systemlösungen von Salto richten sich nach dem Anwender und nicht umgekehrt.

Der Markt sendet eindeutige Signale, dass einzelne Hardware immer unwichtiger bei der Entscheidung wird – es wird schlichtweg vorausgesetzt, dass man alle nötigen Varianten und Modelle im Portfolio hat. Wichtiger ist, dass man als Anbieter komplexe Prozesse abbilden kann und dennoch eine einfache Handhabung bietet. Das ist der Grund, weshalb auf unserem Stand auf der Security unsere Plattformen und Systemlösungen im Fokus stehen.

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Wie wird der Stand von Salto Systems auf der Security Essen aussehen und welche Themen stellen Sie in den Vordergrund?

Der Stand ist so konzipiert, dass er die Lösungsvielfalt der gesamten Salto Group übergreifend darstellt, das heißt Zutrittskontrolle, Schrankschließsysteme, biometrische Lösungen und E-Paymentsysteme sowie deren Zusammenspiel. Daher wird er mit 336 m2 auch wieder einer der größten auf der Security sein.

An den vier großen Workstations lassen sich unsere drei Plattformen erleben – die On-Premise-Lösung „Salto Space“, die Cloud-Lösung „Salto KS“ und die neue cloudbasierte Plattform für die Wohnungswirtschaft „Salto Homelok“. Dabei legen wir jeweils parallel großen Wert auf die Integrationsmöglichkeiten und zeigen diese jeweils anhand mehrerer Beispiele.

Bei den Produktpräsentationen stehen die neuen Hardware-Modelle im Vordergrund, darunter der „XS4 One+“, der „XS4 Mini+“ und die G3-Version des „Salto Neoxx“ Vorhangschlosses.

Darüber hinaus haben wir noch kleinere Workstations eingeplant. Gantner präsentiert hier seine elektronischen Schrankschließ- und Terminallösungen, Cognitec seine biometrische Gesichtserkennung und Contidata seine E-Paymentlösungen. Am Eingang zum großzügigen Hospitality-Bereich setzen wir zudem das Besuchermanagement von Bluefield ein, sodass auch dieses live in Aktion begutachtet werden kann.

Der Stand wird sehr offen und hell sein und damit gestalterisch spiegeln, wie wir bei Salto die Welt der Zutrittslösungen sehen: nämlich offen für neue Technologien, offen für Integrationen und somit immer vorwärtsgewandt.

Andreas Albrecht