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Schließtechnik im Krankenhaus

Nahtlose Integration

Ein modernes Krankenhaus benötigt eine sichere, aber flexible Zutrittskontrolle, und zwar rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr. Das Krankenhaus Maria Middelares in Gent suchte – anstelle von altmodischen mechanischen Schlössern und lästigen Schlüsseln – eine moderne Zutrittskontrolle, um Mitarbeiter, Patienten und ihre vertraulichen Daten zu schützen.

Krankenhaus-manager stehen im Allgemeinen vor zahlreichen Sicherheits-problemen. Vor allem: Wie lässt sich das Krankenhaus als offener, freundlicher Raum für die Öffentlichkeit präsentieren und gleichzeitig der Schutz von Arzneimitteln, Personal, teuren Geräten und sensible Daten gewährleisten? Zu berücksichtigen sind dabei Nutzer aus den unterschiedlichsten Bereichen – von Ärzten, Krankenschwestern, Patienten und ihren Besuchern bis hin zu einer Vielzahl von Zeit- und Leiharbeitern. Alle benötigen Zutrittsrechte, die auf ihre unterschiedlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Hinzu kommt, dass im gesamten Gesundheitswesen – vor allem in vom Steuerzahler finanzierten Institutionen – die Geldmittel knapp sind. Natürlich ist Sicherheit von größter Bedeutung, aber gleichzeitig müssen die Manager stets die Kosten im Auge behalten.

Herkömmliche Schlüssel können eine Reihe von kritischen Bedürfnissen der Branche nicht erfüllen. Mechanische Schlösser bieten nicht die Benutzerfreundlichkeit, Echtzeit-Überwachung und detaillierten Audit-Trails, die eine sensible Sicherheit und eine ordnungsgemäße Aufklärung von Verstößen verlangen.

Herausforderung

Das Krankenhaus Maria Middelares war auf zwei Standorte aufgeteilt – Gent und das nahegelegene Gentbrugge. Es wurde ein größeres Infrastrukturprojekt unternommen, um diese beiden Standorte zu einem einzelnen neuen Komplex in Gent zusammenzufassen, wo das Krankenhaus ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens in Belgiens zweitgrößter Stadt ist.

Wegen seiner wichtigen Rolle im lokalen Gesundheitswesen muss Maria Middelares zuverlässig und sicher funktionieren, und zwar rund um die Uhr. In Zusammenarbeit mit Nedap wurden rund 700 Türen im ersten Krankenhaus-Neubau mit batteriebetriebenen Aperio Offline-Schlössern von Assa Abloy ausgestattet, die mit dem Zutrittskontrollsystem von Nedap verbunden sind. Die Krankenhausmitarbeiter haben jetzt eine benutzerfreundliche Smartcard zum Öffnen der Türen und für den Zutritt zu anderen Sicherheitsbereichen. Die Smartcards nutzen die RFID-Standardtechnologie Mifare.

„Mit Aperio-Schlössern und Nedap-Zutrittskontrolle können die Facility Manager auf einfache Weise Audit-Trails für Räume mit kontrollierten Arzneimittelen oder wertvoller Krankenhausausstattung erzeugen“, erläutert Piet van den Bossche, Access Control Leader bei Assa Abloy Belgien. „Sehr wichtig für den Erfolg dieses Projekts war auch die nahtlose Offline-Integration zwischen dem Nedap-Zutrittskontrollsystem und Aperio,“ fügt er hinzu.

Kosten senken

Dank dieser Offline-Integration werden die Zutrittsberechtigungen direkt auf den RFID-Smartcards gespeichert. Sämtliche Türen werden mit dem Zutrittskontrollsystem verwaltet. Die Benutzer erhalten neue oder modifizierte Zutrittsberechtigungen von einer zentralen Stelle.

Die elektronischen Schlösser bieten für alle Arten von Türöffnungen zuverlässige Sicherheit, von Sicherheitstüren bis hin zu Brandschutztüren, ohne dass eine teure Verkabelung benötigt wird. Die Schlösser werden mit üblichen Lithium-Ionen-Batterien betrieben, so dass Energie- und Wartungskosten eingespart werden – ein wichtiger Gesichtspunkt angesichts des ständigen Kostendrucks im Gesundheitswesen.

Da die Schlösser drahtlos sind, kann die Zutrittskontrolle bei Bedarf problemlos auf weitere Türen, auch in anderen neuen Gebäuden, in dem gleichen System erweitert werden. Und weil die Bereitstellung zu 100 Prozent drahtlos erfolgt, bieten Behandlungszimmer, Büros und Flure einen Anblick, bei dem die Gebäudeästhetik erhalten bleibt.

Die Aperio Offline-Technologie wurde vollständig mit der Aeos Security Management Plattform von Nedap integriert und ermöglicht dadurch eine homogene Verwaltung aller Komponenten, Personen und Funktionen. Die Security Management Plattform verwaltet nahezu 900 Türen, bestehend aus mehr als 200 verkabelten und 700 drahtlosen Offline-Türen. Und diese Zahl wird in Zukunft wachsen. „Anwendungen für das Zutrittskontrollsystem können überall gefunden werden. Neben Aperio- Schlössern an Türen verwalten wir auch Schlösser an den Medicart Medikamentenwagen von Belintra“, erläutert Peter Rommens, Sales Manager bei Nedap Belgium.

Ein besonderer Vorteil der Plattform liegt in der Tatsache, dass sie nicht auf ID-Trägern basiert, sondern auf Personen. Der Unterschied ist sofort spürbar, beispielsweise wenn eine Karte verloren geht. Es muss nicht der gesamte Personaldatensatz erneut in das System eingegeben werden, nur weil die Identifikationsnummer einer Person fehlt. Auf diese Weise bietet man dem Krankenhaus die Flexibilität, die es benötigt, um den Zutritt und den Menschenstrom unter Kontrolle zu halten.

Neuer Standard unterstützt

Die Aperio Offline-Integration mit Nedap unterstützt den OSS-Standard Offline, einen offenen „Update on Card“-Standard für elektronische Offline-Schlösser. Dieser wurde vor Kurzem von Assa Abloy, Nedap und anderen Branchenführern entwickelt. Er soll den Kunden angesichts eines sich schnell entwickelnden und vielfältigen Marktes für Produkte zur elektronischen Zutrittskontrolle Vertrauen vermitteln.

Bisher hat jeder Hersteller von Komponenten für die Offline-Zutrittskontrolle seinen eigenen Ansatz zum Schreiben und Lesen von Smartcards entwickelt. Kunden, die Komponenten installieren, die den OSS-Standard Offline erfüllen, wird jetzt jedoch Interoperabilität garantiert. Alle Schlösser, die dem OSS-Standard Offline entsprechen – einschließlich Aperio Offline-Zylinder und Rosetten – lesen die gleichen Zutrittsrechte von einer Karte und interpretieren sie in der gleichen Weise. Es steht den Kunden daher frei, das beste OSS-konforme Offline-Schloss für die jeweilige Aufgabe zu wählen.

Foto: Nedap Security Management

Nedap

Zutrittskontrolle für Krankenhaus in Gent

Nedap hat das Aeos-Zutrittskontrollsystem zusammen mit drahtlosen Aperio Schlössern von Assa Abloy im Krankenhaus Maria Middelares in Gent implementiert. Das Krankenhaus benötigte eine sichere, und ganzjährig funktionale, flexible Zutrittskontrolle.

Foto: Albrecht

Systemintegration von Nedap und Milestone

Leistungsfähigkeit nachgewiesen

Bei einem großen Verlag in den Niederlanden wird erstmals die Zutrittskontrollplattform Aeos von Nedap mit dem Videomanagementsystem Xprotect von Milestone kombiniert. Damit lassen die beiden Unternehmen nur wenige Wochen nach der Ankündigung ihrer Kooperation auf der Security 2016 Taten folgen. Das branchenweit führende Projekt soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Foto: Salto Systems

Kontrollierter Zutritt im Krankenhaus

Unerwünschte Patientenbesuche ausgeschlossen

Die Sicherung von Krankenhäusern unterscheidet sich ganz wesentlich von der anderer Gebäude. Die meisten Krankenhäuser sind relativ leicht zugänglich, da für die Patienten eine einladende Atmosphäre geschaffen werden soll. Einerseits macht dies natürlich Sinn, da viele Stationen einschließlich der Verbindungsflure stark öffentlich frequentiert sind, andererseits muss das unbefugte Betreten der Hintereingänge sowie der meisten nicht öffentlichen Klinikbereiche zum Schutz der Patienten und zur Vermeidung von Diebstählen verhindert werden.

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Compliance im Krankenhaus

Ohne Risiken und Nebenwirkungen

Überall, wo Produkte und Dienstleistungen eingekauft werden, kann es zu Korruption kommen – auch in Krankenhäusern. PROTECTOR befragte zum Thema Compliance Jürgen Schreiber, Security Manager der Tiroler Landeskrankenanstalten (Tilak) GmbH.