Die neue EN 13637 regelt unter anderem Zeitverzögerungen von Fluchttüren. 
Foto: Eco Schulte
Die neue EN 13637 regelt unter anderem Zeitverzögerungen von Fluchttüren. 

Fluchtwegsicherung

Neue Norm für elektronisch gesteuerte Fluchttüren

Die Norm EN 13637 für elektronisch gesteuerte Fluchttüren befindet sich in der Harmonisierungsphase. Terminals von Eco Schulte erfüllen deren Anforderungen.

Die drei Fluchtwegterminals FTI Basic, FTI T0 und FTI T1 in Kombination mit der Türsystemtechnik von Eco Schulte erfüllen bereits jetzt alle Anforderungen an elektronisch gesteuerte Fluchttüren nach der neuen europäischen Norm EN 13637. Sie sind sowohl nach der alten „Richtlinie über elektrische Verriegelungssysteme von Türen in Rettungswegen“ als auch nach neuen EN 13637 geprüft. Die Europäische Norm befindet sich aktuell in der Harmonisierungsphase, einen Starttermin hat der Normenausschuss bislang jedoch noch nicht festgelegt. Die neue EN 13637 (Elektrisch gesteuerte Notausgangsanlagen für Türen in Rettungswegen) regelt unter anderem erlaubte Zeitverzögerungen bei der Freigabe von Flucht- und Rettungswegen. Die drei Terminals unterscheiden sich hinsichtlich ihrer technischen Ausstattungen und Preise.

Norm regelt Zeitverzögerungen von Fluchttüren

Für die gemeinsame Ausstattung von mechatronischen Türen mit mechanischen und elektronischen Bauteilen ist Eco Schulte bereits im Jahr 2016 eine Kooperationspartnerschaft mit dem Sicherheitsspezialisten BSW Security AG eingegangen. BSW liefert im Rahmen dieser Kooperation die verschiedenen FTI (Fluchttürsteuerterminal Integral), die jeweils an die einzelnen Märkte angepasst sind.

Das kostengünstigste der drei Terminals ist das Modell FTI Basic, das den Anforderungen einfacher Notausgänge vollauf genügt. Im deutschen Markt sind die meisten Notausgänge autark, und dafür ist dieses Terminal optimal ausgestattet. Nach dem Druck auf den flächenbündigen Impuls-Nottaster öffnet sich ohne Verzug die Tür und gibt den Notausgang frei. Ein Alarm macht gegebenenfalls auf die Auslösung aufmerksam. Auf technisch aufwendige Ausstattungen wie Bus-Technologie zur Kommunikation hat man bewusst verzichtet, um auch bei der Kombination mit Fremdprodukten in anderen Märkten flexibel zu sein und um die Inbetriebnahme so einfach wie möglich zu gestalten. Die Terminals werden als Einzelgeräte oder im Set mit Netzteil, Türschließer sowie einem Flächenhaftmagnet mit Hall-Sensor oder einem Fluchttüröffner geliefert.

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Äußerlich gleich, aber technisch anspruchsvoller ausgestattet ist das FTI T0. Das Kürzel T0 steht für Zeit und Null und meint „Öffnung ohne Zeitverzögerung“. Das Terminal lässt sich in eine Gebäudeleittechnik integrieren, ebenso ist aber auch die direkte Kommunikation mit weiteren Terminals möglich. Ein Anwendungsbeispiel wären Türen zwischen OP-Räumen. Hier sind in bidirektionale Fluchtwege vorzusehen, falls es in einem der Räume brennen sollte. Die Terminals auf beiden Seiten der Türen müssen dann koordiniert zusammenarbeiten.

Zeitverzögerung ermöglicht ein Eingreifen des Personals

Das dritte Modell FTI T1 ermöglicht zusätzlich die Programmierung einer Zeitverzögerung, wie sie die EN 13637 für bestimmte Fälle erlaubt. Beispiel könnte eine Kindertagesstätte sein, bei der der Notausgang auf eine befahrene Straße führt. Die Zeitverzögerung ermöglicht ein Eingreifen des Personals zum Schutz der Kinder. Die Verzögerung beträgt standardmäßig bis zu 15 Sek. Die LEDs auf dem Terminal rund um den Nottaster schalten dann schrittweise bis zur Freigabe von Rot auf Grün wie ein Countdown um.

Alle Varianten der Fluchtwegterminals sind mit weißen oder grünen Blenden und Rahmen lieferbar. Auch ist eine Kombinationen von Weiß und Grün sowie Lackierung mit weiteren RAL-Farben möglich. Das weiße Terminal eignet sich unter Designaspekten aufgrund des diskreten Erscheinungsbildes für Gebäude mit gehobener Ausstattung besonders gut. Die Terminals für die Unterputz-Montage zeichnen sich weiter durch ihre schlanke Form (88 mm breit, 208 mm hoch) und den flachen Aufbau (13,5 mm) sowie den flächenbündigen Taster aus. Eine 2er Standard-Unterputzdose reicht für die Montage.

Ein weiterer Vorteil ist der Montagekomfort durch modularen Aufbau. Die Verkabelung erfolgt an einem Montageset vorab in der Rohbauphase. Erst später werden Frontrechner und Abdeckplatte montiert. Die Programmierung und Inbetriebnahme ist ohne Laptop und Schnittstelle möglich, ebenso eine spätere Parametrierung oder Fehlerauslesung vor Ort.