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Brandschutz

Neue Regel für Arbeitsstätten bekanntgegeben

Mit Bekanntgabe der neuen Arbeitsstättenregel „Maßnahmen gegen Brände“ (ASR A2.2) haben Unternehmen ihre Gefährdungsbeurteilung auch auf Brandrisiken zu erstrecken und Brandschutzmaßnahmen zu treffen.

Insbesondere die Anforderungen an die Unterweisung von Beschäftigten und betrieblichen Brandschutzhelfern sowie die betriebliche Ausstattung mit Feuerlösch- und Brandmelde-einrichtungen und deren Wartung und Prüfung sind dort näher beschrieben. Darauf weisen der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. (bvbf) und die Gütegemeinschaft Instandhaltung Feuerlöschgeräte e.V. (Gif) hin.

„Der Schutz vor Feuer und Brandrauch“, so Carsten Wege, Geschäftsführer des bvbf und der Gif, „ist und bleibt eine wichtige Aufgabe des Arbeitgebers für die Sicherheit seiner Beschäftigten. Wer sich an den Vorgaben der neuen ASR A2.2 orientiert, handelt auch weiterhin vorschriftsgemäß und kann sich im Haftungsfall entlasten.“

Erhöhte Brandgefahr

Es gilt nach einer Gefährdungsbeurteilung die betrieblich angemessenen technischen und organisatorischen Brandschutzmaßnahmen zu treffen, was die Ermittlung der Brandgefährdung voraussetzt. Es wird zwischen normaler und erhöhter Brandgefahr unterschieden.

Eine normale Brandgefahr wird in all jenen Bereichen angenommen, die mit einer Büronutzung vergleichbar sind. Eine erhöhte Brandgefahr gilt dagegen in allen Betrieben, wo leicht brennbare Stoffe zum Einsatz kommen oder für die Brandentstehung begünstigende Umstände herrschen. Letzteres betrifft brandgefährliche Arbeiten oder Verfahren oder sonstige erhöhte Gefährdungen. Hierzu wurde eine beispielhafte Liste mit betroffenen Betriebsarten und Betriebsbereichen wie Verkauf, Handel, Lagerung, Dienstleistung, Industrie und Handwerk erstellt.

Fettbrandlöscher für Küchen

Besondere Regeln gelten darüber hinaus zum Beispiel für Baustellen, für die die Anzahl der Feuerlöscher und die regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter konkretisiert werden. Für Küchen wird in der ASR A 2.2 generell die erhöhte Brandgefährdung festgestellt, so dass hier zusätzlich zur Grundausstattung Fettbrandlöscher für die Brandklasse F vorzusehen sind.

Weitere Neuerungen betreffen die Grundausstattung mit Feuerlöschern. So können hier künftig nur noch Löschgeräte mit mindestens sechs Löschmitteleinheiten (LE) angerechnet werden. Zudem müssen Feuerlöscher möglichst in nicht mehr als 20 Meter Wegstrecke erreichbar sein. Bei erhöhter Brandgefahr ist zudem die Bereitstellung zusätzlicher Feuerlöschtechnik – von tragbaren oder fahrbaren Kohlendioxid-, Schaum- oder Pulverlöschern bis hin zu Wandhydranten oder Löschanlagen – und Brandmeldetechnik im Einzelfall zu prüfen und vorzunehmen.

Abgesehen von der technischen Ausstattung sollen den Beschäftigten im Rahmen der jährlichen Arbeitsschutzunterweisungen die Maßnahmen gegen Entstehungsbrände und Explosionen sowie das Verhalten im Gefahrenfall näher gebracht werden.

Brandschutzhelfer im Betrieb

Zusätzlich soll nun ein ausreichender Teil der Belegschaft zum Brandschutzhelfer ausgebildet werden. Brandschutzhelfer sind im Hinblick auf ihre Aufgaben fachkundig zu unterweisen. Zum Unterweisungsinhalt gehören neben den Grundzügen des vorbeugenden Brandschutzes Kenntnisse über die betriebliche Brandschutzorganisation, die Funktions- und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen (Feuerlöscher, Wandhydranten), die Gefahren durch Brände sowie über das Verhalten im Brandfall. Bei normaler Brandgefahr sollten das mindestens fünf Prozent, in Arbeitsbereichen mit erhöhter Brandgefahr sollte nach jeweiliger Gefährdungsbeurteilung ein entsprechend höherer Prozentsatz der Beschäftigten geübt sein, so die Empfehlungen des bvbf und der Gif.

Als kompetente Ansprechpartner für die begleitende Umsetzung der ASR A2.2 stehen die qualifizierten Brandschutz-Fachbetriebe in Deutschland zur Verfügung.

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Betrieblicher Brandschutz

Löschpflicht bei entstehenden Bränden

Unternehmer haben für intakte Feuerlöscheinrichtungen und eigene Brandschutzhelfer zur ersten Brandbekämpfung zu sorgen. Und unterlassene Hilfeleistung ist im Gefahrenfall kein Kavaliersdelikt, sondern kann eine Freiheitsstrafe mit sich bringen.

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Brandschutzunterweisung

Feuer und Flamme für Prävention

Brandgefährdungen in Unternehmen sind zahlreich und vielfach unterschätzt. Damit es nicht zum Supergau kommt, sehen Brandschutzvorschriften entsprechende Maßnahmen vor, wie beispielsweise Brandschutzunterweisungen, die nur bei regelmäßiger Durchführung einen wirksamen Schutz darstellen.

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Kerzen am Arbeitsplatz

Vorsicht in der Adventszeit

„Advent, Advent ein Lichtlein brennt“, so heißt es in einem bekannten Kinderreim – und das nicht nur zu Hause. Auch im Büro und anderen Arbeitsplätzen sorgen flackernde Kerzen auf Adventskränzen und Lichterketten alle Jahre wieder für eine festliche Stimmung. Doch was das Betriebsklima in der Vorweihnachtszeit fördert, ist ebenso gefährlich wie besinnlich.

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Brandrisiko im Advent

Unternehmen können Kerzen verbieten

Nicht nur zu Hause, auch am Arbeitsplatz tauchen flackernde Kerzen, Lichterketten und Adventskränze viele Räume in ein festliches Licht. Doch was die weihnachtliche Stimmung und das Betriebsklima fördert, birgt Gefahren.