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VDE

Neue Speziallabore für „Smart Home“

Dem „Smart Home“ gehört die Zukunft. Elektrogeräte in den eigenen vier Wänden werden zunehmend intelligenter und kommunikativer. Das VDE-Institut eröffnet nun neue Speziallabore für „Smart Home“ und Haushaltsgeräte.

Für den Nutzer bedeutet die intelligente Heimvernetzung mehr Komfort, mehr Sicherheit sowie neue Möglichkeiten, Energiekosten einzusparen und im Alter länger ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Zugleich wachsen die Anforderungen an die Energieeffizienz- und Performance-Eigenschaften von Haushaltsgeräten.

Um seine Kunden dabei zu unterstützen, die neuen Herausforderungen zu meistern, hat das VDE-Prüf- und Zertifizierungsinstitut in Offenbach drei hochmoderne Prüfeinrichtungen für Smart Home, Waschmaschinen/Trockner/Geschirrspüler sowie für Staubsauger in Betrieb genommen. Die drei neuen Speziallabore mit den unterschiedlichen Prüfschwerpunkten haben eines gemeinsam: Modernste Technik, automatisierte Prüfprozesse und die Sicherstellung von Prüfergebnissen mit hoher Zuverlässigkeit, Messpräzession und Reproduzierbarkeit.

Testplattform

Die fortschreitende Entwicklung der digitalen Welt hat die Eigenheime erreicht. Künftig werden immer mehr Geräte über die grundsätzliche Fähigkeit verfügen, miteinander zu kommunizieren. Damit wird der Grad der Vernetzung eine neue Stufe erreichen.

Die neue VDE-Testplattform für die intelligente Heimvernetzung ermöglicht es, alle derzeit am Markt eingesetzten Smart Home-Technologien der verschiedenen Branchen (Multimedia, Haushaltsgeräte, Gebäudeautomation, Heizung etc.) zu evaluieren, zu prüfen und zu zertifizieren. In enger Abstimmung mit den Kunden werden Prüfleitfäden definiert, die als Grundlage für Technische Richtlinien und eine Standardisierung der Prüfverfahren dienen sollen.

Auf Basis der Prüfleitfäden werden Testverfahren zur Prüfung der Interoperabilität und der IT-Sicherheit der Systeme, Komponenten und Geräte für alle Bereiche der Smart-Home-Anwendungen entwickelt und angewandt. Um Geräte in unterschiedlichen Systemen miteinander verbinden zu können, wird deren Interoperabilität und Konformität auf Basis von Use Cases (Anwendungsfällen) überprüft.

Die Prüfung der Informationssicherheit dient dem Schutz der Vertraulichkeit, der Verfügbarkeit und der Integrität aller Informationen im Gesamtsystem. Andere Prüfmethoden richten sich auf den Schutz vor unbefugtem Eindringen und der ungewollten Steuerungsmöglichkeit im Haus. Die Überprüfung der funktionalen Gesamtsystemsicherheit der verbundenen Smart-Home-Systeme auf der Systemebene ist ein weiterer Schwerpunkt des Dienstleistungsangebots.

Ein besonderer Vorteil ist, dass Hersteller bereits während der Entwicklungsphase auf das Wissen und die Erfahrung der VDE-Experten zurückgreifen können. Neben den softwaretechnischen Prüfungen können die Geräte und Systeme auch auf die Einhaltung der produktspezifischen Anforderungen hinsichtlich der Sicherheit und Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) geprüft und zertifiziert werden.

Aus einer Hand

Die neuen Testplattformen ergänzen die umfangreichen Prüfeinrichtungen des VDE-Instituts, mit denen die entstehenden Geräte und Systeme (zum Beispiel Gebäudeautomationstechnik, Haushaltsgeräte, IKT-Systeme, Unterhaltungselektronik) auf ihre elektrische Sicherheit, ihre Performance, Informationssicherheit und ihre Interoperabilität geprüft werden. Über 3.000 moderne Prüf- und Messeinrichtungen setzt das VDE-Institut für die Beurteilung elektrotechnischer Produkte ein.

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VDE-Institut

Testplattform für intelligente Heimvernetzung

Das VDE-Institut prüft, testet und zertifiziert in seinem Kompetenzzentrum Smart Home in Offenbach alle derzeit am Markt eingesetzten Smart-Home-Technologien der verschiedenen Branchen (wie Multimedia, Haushaltsgeräte, Gebäudeautomation oder Heizung).

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Standardisierung und Normung in VDE und DKE

Eine Sprache für Geräte

In dem Gemeinschaftsprojekt Smart Home + Building bemühen sich der VDE und DKE im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums um die Standardisierung und Sicherheit von Smart-Home-Systemen. PROTECTORRedakteur Andreas Albrecht sprach mit der Ingenieur- Informatikerin Jessica Fritz über die Ziele des Projekts, die Methoden ihrer Arbeit und die Hürden, die es dabei zu überwinden gilt.

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Normungs-Roadmap „Smart Home + Building“

Im „Smart Home“ eröffnet die intelligente Vernetzung von Geräten durch Informations- und Telekommunikationstechnologien völlig neue Möglichkeiten des Wohnens und Arbeitens. Jetzt wurde dazu eine Normungs-Roadmap vorgestellt, die einen Überblick zum aktuellen Status und Trends, zu Normen und Standards gibt.

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Vernetzte Gebäude

Im Dschungel der Standards

Ein beliebtes Argument, sich nicht mit dem Thema Smart Home zu beschäftigen, lautet: „Es gibt noch keinen Smart-Home-Standard, und darum warte ich erst einmal ab.“ Doch diese Einschätzung ist falsch.