Innovationsunterstützung: kostenlose VdS-Richtlinien bieten eine Hilfestellungen für Unternehmen (im Bild eine EMV-Prüfung).
Foto: VdS

Brandschutz

Neue VdS-Richtlinien zur visuellen Brandüberwachung

Moderne Bildauswertungs-Systeme ermöglichen visuelle Branderkennung. Zur Prüfung deren Qualität stellt der VdS nun diese Richtlinien zur Verfügung.

Das es noch keine verbindlichen Normen zur Qualitätsprüfung von Kamerasystemen mit innovativen Bildauswertungs-Algorithmen für visuelle Branderkennung gibt, stellt VdS hierzu Richtlinien bereit. Diese dienen zur objektiven Bewertung von Zuverlässigkeit wie Wirksamkeit der Techniken. Sie wird vom Institut kostenlos zur Verfügung gestellt.

Wo visuelle Brandüberwachung zum Einsatz kommt

Groß dimensionierte Räume (wie Tunnel oder viele Verkaufs-, Produktions-, Lagerflächen) sowie die kritischen Atmosphären der Holz-, Textil- oder Recyclingbranchen sind mit klassischer Brandmeldetechnik nur schwer zu schützen. Die Entwicklung immer präziserer mathematischer Algorithmen ermöglicht jetzt auch visuelle Brandüberwachung durch Kameraeinrichtungen. Diese Systeme erkennen Rauch wie Flammen selbsttätig, meist anhand sichtbarer Spektralanteile und auf Grundlage vordefinierter Muster wie Variablen. Sie dienen so als wichtige Ergänzung zur Überwachung durch traditionelle Brandmeldetechniken.

VdS-Richtlinien dienen als Hilfestellung für Unternehmen

Europäische Normen für diese jungen Technologien existieren noch nicht. Also hat das Institut auf Wunsch seiner Partner die Richtlinie VdS 3847, „Videokameraeinrichtungen zur visuellen Brandüberwachung“ erarbeitet. Hersteller erhalten jetzt gewohnt umfangreiche Hilfestellungen für verlässliche Entwicklungen – unter anderem auch bezüglich Störgrößen wie sinusförmigen Schwingungen oder elektromagnetischen Einflüssen sowie bei schwankenden Versorgungsparametern.

Bettina Bormann, im VdS-Produktmanagement für Brandmeldetech-niken zuständig, erklärt: „Basis der neuen Richtlinien war eine erfolgreich durchgeführte Innovationsprüfung für die Bosch Aviotec. Und im Security-Bereich werden videobasierte Systeme schon länger genutzt. Wir konnten so für die Erarbeitung anwendungsspezifischer Anforderungen auf wichtige Praxiserfahrungen zurückgreifen, um nun auch die zahlreichen Entwicklungen im Bereich Brandschutz zu unterstützen. Das neue Prüfverfahren macht die Zuverlässigkeit dieser speziellen Systeme jetzt objektiv bewertbar und somit belegbar.“

Foto: Bosch

Bosch/VdS

Geprüfte Video-Detektion von Bränden

Mittels einer „individuellen Prüfvereinbarung für Innovationen“ hat der VdS mit der Aviotec IP Starlight 8000 von Bosch ein videobasiertes Branderkennungssystem anerkannt. Bei Bedarf der VdS-Partner werden anhand der Prüfvereinbarung eigene Richtlinien zur Produktion sicherer Video-Brandmeldesysteme entwickelt.

Foto: Bosch

Bosch Sicherheitssysteme

Branderkennung per Videokamera

Das videobasierte Brandfrüherkennungssystem „AVIOTEC IP starlight 8000“ von Bosch hat ein anspruchsvolles Prüfverfahren unter Einbeziehung der VdS-Richtlinie 2203 durchlaufen und damit seine Zuverlässigkeit und Sicherheit bei der schnellen Detektion von Feuer unter Beweis gestellt.

Foto: Netcom GmbH

VdS

Richtlinien für Gefahrenmanagementsysteme aktualisiert

Aufgrund des generellen Zusammenwachsens der Sicherheitsgewerke ergänzt VdS seine Richtlinien 3534 für Gefahrenmanagementsysteme auch um die Bearbeitung von Brandalarmen.

Foto: Bosch Sicherheitssysteme

Feuertrutz 2018

Bosch zeigt videobasierte Brandmeldetechnik

Das Highlight am Stand von Bosch Sicherheitssysteme auf der Feuertrutz 2018 ist die videobasierte Brandmeldetechnik „AVIOTEC“. Die Lösung hat am 16.11.2017 die weltweit erste Anerkennung der VdS Schadenverhütung GmbH (kurz VdS) als automatische Videokamera zur visuellen Brandüberwachung mit der Nummer G217090 erhalten.

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