ZVEI

Neues Produktsicherheitsgesetz

Im Bundesgesetzblatt vom 11. November 2011 wurde das "Gesetz über die Bereitstellung von Produkten auf dem Markt" (Produktsicherheitsgesetz - ProdSG) verkündet. Dies betrifft auch Planer, Errichter und Instandhalter kraftbetätigter Fenster. Die ZVEI-Akademie für Sicherheitssysteme bietet eine entsprechende Schulung an.

Das ProdSG löste mit Wirkung vom 1. Dezember 2011 das bisherige Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) ab. Wie das bisherige GPSG gilt auch das ProdSG für fast alle Produktarten und somit auch für kraftbetätigte Fenster, die als Öffnungen zur Rauchableitung in Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) sowie zur natürlichen Gebäudelüftung seit Jahrzenten tausendfach in Deutschland verbaut werden. Eine Besonderheit hierbei ist, dass mit einem Antriebssystem ausgerüstete Fassaden- oder Dachelemente hinsichtlich ihres Inverkehrbringens rechtlich unter die Maschinenverordnung fallen. Diese tritt unter der Bezeichnung "9. ProdSV" gleichzeitig mit dem neuen Produktsicherheitsgesetz in Kraft und setzt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG weiterhin in nationales deutsches Recht um.

Wie bereits durch das GPSG entstehen auch durch das neue ProdSG Verpflichtungen in der gesamten Prozesskette. Bei kraftbetätigten Fenstern sind in der Praxis insbesondere Planer, Errichter und Instandhalter betroffen, die hinsichtlich des möglichen Gefährdungspotenzials Schutzmaßnahmen planen und umsetzen müssen.

Ergänzend gelten auch weiterhin die Anforderungen an Betreiber öffentlicher Gebäude und diejenigen für Arbeitgeber in Betriebsstätten hinsichtlich der Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Bei Nichtbeachtung der sich aus dem ProdSG ergebenden Verpflichtungen bestehen für alle zuvor genannten beteiligten Personen Haftungsrisiken, deren Auswirkungen und Tragweite heute noch nicht absehbar sind.

Es ist unerlässlich, die relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen zu kennen und das notwendige Fachwissen zu erwerben, um mögliche Gefährdungspotenziale richtig beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen umsetzen zu können. Eine entsprechende Ausbildung wird mittlerweile von verschiedenen Institutionen und Fortbildungsstätten am Markt angeboten, unter anderem auch von der ZVEI-Akademie für Sicherheitssysteme, die bereits seit Anfang 2011 einen Lehrgang "Sachkundige Person für kraftbetätigte Fenster" anbietet und durchführt.

Foto: D+H Mechatronic AG

Produktsicherheitsgesetz

Wie der Errichter zum Hersteller wird

Die zentrale Rechtsvorschrift für die Sicherheit von Geräten, Produkten und Anlagen in Deutschland ist das am 1. Dezember 2011 in Kraft getretene Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Gleichzeitig ist durch die 9. Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (ProdSV) die europäische Maschinenrichtlinie 2006/42/EG (MaschRL) weiter in deutsches Recht umgesetzt worden.

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Foto: Geze/Getty Images

Mechanische Sicherheit

Tüv-geprüfte Absicherung für kraftbetätigte Fenster

Mit der IQ Box Safety bietet Geze nun eine Lösung zur Tüv-geprüften Absicherung kraftbetätigter Fenster auf den Markt.

Foto: GRW e.V

Rauch- und Wärmeabzug

Instandhaltung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)

Wer die Instandhaltung einer RWA-Anlage beauftragt muss wichtige Entscheidungen treffen und bei der Auswahl des Instandhalters vieles beachten.

Foto: Dorma

Dorma

Neue Environmental Product Declarations verliehen

Das Institut Bauen und Umwelt (IBU) hat Dorma sieben neue Environmental Product Declarations (EPD), unter anderem für Bodentür- sowie Rohrrahmentürschließer, verliehen. Mit der Bereitstellung von EPDs nach internationaler Normung, liefert Dorma umfassende Informationen zur Umweltwirkung seiner Produkte im Hinblick auf den gesamten Lebenszyklus