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OSDP als neuer Schnittstellen-Standard

HID Global sieht OSDP (Open Supervised Device Protocol) als den neuen-Kommunikationsstandard bei Zutrittskontrollsystemen im Hinblick auf die Schnittstelle zwischen Controller und Lesegerät.

OSDP basiert auf einer standardisierten RS-485-Schnittstelle und bietet hohe Interoperabilität und Flexibilität bei der Lösungsauswahl oder einfache Nutzung im Plug-and-Play-Verfahren. Nicht nur der Facherrichter, sondern auch der Endkunde profitiert laut HID Global von offenen, Standard-konformen Zutrittskomponenten wie OSDP-Schnittstellen. Der Nutzen reiche von der möglichen Realisierung vollständig integrierter Sicherheitssysteme über den hohen Sicherheitslevel bis hin zum Investitionsschutz.

In der Vergangenheit hätten bei Zutrittskontrollsystemen hinsichtlich der Kommunikationsprotokolle Wiegand- und Clock/Data-Schnittstellen dominiert. Bei beiden Standards werden drei Kabel-Adern für eine serielle, unidirektionale Kommunikation genutzt. Alle Kartenleser müssen jeweils über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung einzeln angeschlossen werden. Die maximale Kabelanschlusslänge liegt bei jeweils 150 Metern. Zudem wird im deutschsprachigen Markt die RS-485-Kommunikation genutzt. In der Regel handelt es sich dabei um Schnittstellen mit proprietären, herstellerabhängigen Kommunikationsstrukturen.

„Diese Situation wird sich in nächster Zeit gravierend verändern", betont Markus Baba, Area Sales Manager D-A-CH bei HID Global. „Die Zukunft lautet eindeutig OSDP, das heißt, RS-485-OSDP wird als herstellerunabhängige Kommunikationsschnittstelle mit einer sicheren AES-128-Verschlüsselung der neue Standard in der Zutrittskontrollindustrie. Im US-amerikanischen Markt hat sich diese Entwicklung bereits deutlich abgezeichnet. Prinzipiell ist OSDP durchaus vergleichbar mit dem Onvif-Standard in der Videotechnik. So erhalten Anwender eine Plug-and-Play-Lösung an die Hand, die flexibel einsetzbar ist. Alle Geräte können ohne jeden Hardwareaustausch nachgerüstet werden."

OSDP basiert auf einer standardisierten RS-485-Schnittstelle und unterstützt eine bidirektionale Kommunikation, das heißt, es ist im Unterschied zu unidirektionalen Verbindungen auch eine Überwachung der Lesegeräte oder die Durchführung automatischer Firmware-Updates möglich. Die Leser können in einer Entfernung von bis zu 1.200 Metern angeschlossen werden. Dabei gibt es auch keine Beschränkung auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, sondern es können auch Reihenschaltungen realisiert werden.

Marco Pompili, Senior Business Development Manager bei der Axis Communications GmbH, erklärt: „OSDP wird der neue Industriestandard für die Kommunikation zwischen Controllern und Lesegeräten sein. Axis setzt dabei auf offene Standards. Der Grund: So hat der Kunde die Chance, die für seine Bedürfnisse am besten geeigneten Controller und Lesegeräte auszuwählen. Dank einer Verschlüsselung zwischen Lesegerät und Controller sorgt OSDP für die nötige Sicherheit. Dadurch können Zugangsdaten sicherer verwaltet und das Risiko von Manipulationen durch Dritte reduziert werden.“

Die Standardisierung biete einen hohen Investitionsschutz, geringere Schulungskosten und eine deutlich gesteigerte Flexibilität bei der Lösungsauswahl. Die Vorteile hätten dazu geführt, dass immer mehr Hersteller heute auf die OSDP-Schnittstelle setzen, auch HID Global. So bietet das Unternehmen Kartenlesegeräte mit standardisierter RS-485-OSDP-Schnittstelle und sicherer AES-Verschlüsselung für die bidirektionale Kommunikation an. Die innovativen Lesegeräte der Modellreihe Multiclass SE unterstützen dabei beispielsweise nicht nur alle gängigen 125-Kilohertz- und 13,56-Megahertz-Karten, sondern auch NFC und Bluetooth gleichzeitig.

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Standardisierung

Zukunft der Sicherheitstechnik

Vernetzung ist in der Sicherheitstechnik ein zentraler Trend, denn integrierte Sicherheitslösungen bieten eine hohe Kosteneffizienz und einen reduzierten Administrationsaufwand. Voraussetzung für deren Realisierung ist die Nutzung von offenen Plattformen und standardisierten Protokollen.

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Vernetzung von Zutrittskontrolle und Videoüberwachung

Trend zur Offenheit

Proprietäre Schnittstellen blockierten bisher die Integration unterschiedlicher Zutrittskontroll- und Videosysteme. Mit der zunehmenden Standardisierung bricht jetzt aber ein neues Zeitalter an: Es verspricht hohe Sicherheit, niedrige Kosten und minimalen Administrationsaufwand.

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HID Global

Distributionsvereinbarung mit Videor geschlossen

HID Global hat mit Videor E. Hartig einen Distributionsvertrag geschlossen. Der Anbieter für professionelle Sicherheitstechnik erweitert mit der Aufnahme der Zutrittskontrollsysteme von HID Global in das Vertriebsprogramm sein Lösungsportfolio.

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Interview mit HID Global

Türen in neue Welten öffnen

Im sich verändernden Sicherheitstechnik-Markt sieht sich HID Global mit multifunktionalen Lösungen, die weit über Zutritts-Funktionen hinaus gehen, gut aufgestellt. Der Eintritt in neue Marktsegmente wird zudem mit mehreren neu eingegangenen Partnerschaften angestrebt, sagt Markus Baba, Area Sales Manager D-A-CH, im PROTECTOR-Gespräch.

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