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Foto: Wisag
Geschäftsführer Ralf Hempel

Wisag

Positives Jahr trotz Marktsituation

Einen Umsatz von rund 657 Millionen Euro erwirtschafteten die 24.655 Mitarbeiter der Wisag Facility Service Holding GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2011. Das entspricht einem Plus von knapp acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg um sechs Prozent. Das Resümee für 2011 falle insgesamt positiv aus, allerdings sei die Produktivität auf einem Maximum angekommen, während die Preise das Minimalniveau erreicht hätten, gab das Unternehmen in Frankfurt am Main bekannt.

„Die erhoffte Marktberuhigung ist 2011 nach der Ausschreibungswelle in den Vorjahren leider nicht eingetreten. Die Immobilienbranche hat weiterhin unter anderem mit Leerständen und Finanzierungsproblemen zu kämpfen, sodass der Kostendruck auf uns als Dienstleister unverändert hoch ist", erklärte Ralf Hempel, Geschäftsführer der Wisag Facility Service Holding.

Dennoch könne das Unternehmen auf ein positives Geschäftsjahr zurückblicken, da die Mitarbeiter Enormes geleistet hätten und an ihre Grenzen gegangen seien. Auf Dauer ließe sich dieses Pensum jedoch nicht aufrechterhalten. Es sei Zeit für eine Neubesinnung über den Stellenwert von Facility Services in der Immobilienwirtschaft. Der derzeitige Trend, Einsparungen über die Reduzierung von Leistungen zu realisieren, sei nicht unbedenklich: Dadurch steige die Unzufriedenheit der Nutzer und mittelfristig sei sogar der Werterhalt der Liegenschaften gefährdet.

Aus Unternehmenssicht ist es erfreulich, dass das Umsatzwachstum von allen Dienstleistungsbereichen getragen wird. Die Wisag Gebäudetechnik blickt mit 10,2 Prozent Umsatzwachstum auf ein starkes Jahr zurück. Die übrigen Sparten konnten den Umsatz um sechs Prozent bis 7,8 Prozent erhöhen. Im Bereich Sicherheit & Service wuchs der Umsatz um sieben Prozent auf rund 144 Millionen Euro.

Einen bedauerlichen Rückgang musste das Unternehmen bei der Zahl der Auszubildenden vermelden: Da nicht alle offenen Lehrstellen besetzt werden konnten, sank sie um drei Prozent. Besonders in der Gebäudereinigung und bei der Wisag Sicherheit & Service gab es Schwierigkeiten, geeignete und interessierte Berufseinsteiger zu finden – sowohl für gewerbliche als auch für kaufmännische Stellen.