Foto: K-Einbruch

Kampagne “K-Einbruch”

Prävention durch Aufklärung

Fast 133.000 Wohnungseinbrüche gabe es 2011 laut Polizeilicher Kriminalstatistik - ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Schäden betragen jährlich rund 600 Millionen Euro. Daher ist der Einbruchschutz und die neue Kampagne "K-Einbruch" ein Schwerpunkt in der Arbeit der Polizeilichen Kriminalprävention.

Ziel ist es, die Bevölkerung noch intensiver als bisher für eine wirksame Einbruchsprävention zu sensibilisieren. Zusammen mit Kooperations-partnern aus der Versicherungs-wirtschaft, den Industrieverbänden und Errichterfirmen startet die Polizei jetzt die bundesweite Öffentlichkeits-kampagne K-Einbruch. Die Schirmherrschaft hat Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich übernommen.

Verlorene Lebenserinnerungen

Ein Einbruch kann das Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen: Nicht nur der materielle Schaden, sondern häufig auch dauerhafte psychische Belastungen sind die Folgen für die Opfer. Denn die Täter dringen in die Privatsphäre ein, wühlen in den persönlichsten Sachen und stehlen womöglich Gegenstände, an denen Lebenserinnerungen hängen.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Dr. Ole Schröder erklärt hierzu „Bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität sind viele Akteure gefragt: In erster Linie die Polizeien der Länder, in deren Verantwortung die Kriminalitätsbekämpfung grundsätzlich steht. Ich begrüße daher, dass einige Länder die Bekämpfung von Einbruchdiebstählen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit machen.

Auch der Bund wird seinen Beitrag leisten – etwa durch die erstmalige Erstellung eines umfassenden Lagebildes, das die Grundlage für etwaige bundesweite Bekämpfungsstrategien bilden kann. Ein wichtiger Baustein beim Kampf gegen Wohnungseinbruch ist zudem eine sinnvolle Prävention durch die Bürgerinnen und Bürger, etwa durch verbesserten Einbruchschutz oder Wachsamkeit in der Nachbarschaft.“

Viele Partner, große Reichweite

Wenngleich die Polizei bundesweit bereits umfangreiche Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen trifft und Broschüren zu Einbruchschutz herausgibt, zeigen die gestiegenen Zahlen, dass zusätzlich noch ein anderer Weg gegangen werden muss, damit die Informationen besser bei der Bevölkerung ankommen. „Wir haben uns deshalb für eine bundesweite Öffentlichkeitskampagne mit großer Reichweite entschieden, die von vielen Partnern aus der Wirtschaft mitgetragen wird“, so Uwe Schünemann, stellvertretender Vorsitzender der Innenministerkonferenz und Innenminister von Niedersachsen.

Einladung für Gelegenheitstäter

Kern der Kampagne ist der neue Internetauftritt mit Tipps, wie man sein Zuhause sichert. Das Motiv der Initiative ist ein von Einbrechern heimgesuchtes Zimmer, bei dem die Terrassentür offen steht, mit dem aufgesprühten Hinweis: „Tür war gekippt!“. „Das Motiv belegt die polizeiliche Erfahrung, dass Einbrecher häufig Gelegenheitstäter sind. Der Hinweis ist dabei ein eindeutiger Fingerzeit auf das leichtsinnige Verhalten sorgloser Bürgerinnen und Bürger“, sagt Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Tipps gegen Einbruch:
  • Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustüre ab.
  • Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
  • Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck.
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
  • Achten Sie auf Fremde in der Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.
  • Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.

Das Logo der Kampagne, angelehnt an ein Polizeisiegel, steht allen Kooperationspartnern zur Verfügung. Außerdem wurden Plakate, Postkarten, Aufkleber, Fülleranzeigen und Linkbanner produziert. Zudem machen Großflächenplakate in den Großstädten Deutschlands auf die Aktion aufmerksam.

Kristina Vogel, Olympiasiegerin im Teamsprint Bahnradfahren und Polizistin bei der Bundespolizei, ist Botschafterin von K-Einbruch. „Für die Opfer sind die psychischen Folgen eines Einbruchs häufig deutlich schlimmer als der materielle Schaden. Sie fühlen sich nicht mehr sicher, können kaum noch schlafen und haben Angst“, so Kristina Vogel.

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären.

Beteiligte Kooperationspartner an K-Einbruch sind: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), Daitem, Abus August Bremicker Söhne KG, Ergo Versicherung AG, VdS Schadenverhütung GmbH, Bundesverband der Hersteller- und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen e.V. (BHE), Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V. – Fachverband Sicherheit, Fachverband Schloss + Beschlagindustrie e. V., Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Fachverband Europäischer Sicherheits- und Schlüssel Fachgeschäfte e. V. (Interkey), Initiative „Nicht bei mir!“ sowie die European Security Systems Association (Essa) e.V.

Foto: www.polizei-beratung.de

Polizei

Einbruchschutz zahlt sich aus

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt auch das Risiko von Wohnungseinbrüchen. Um die Sensibilität für das Thema in der Öffentlichkeit zu fördern, findet am 26. Oktober 2014 bereits zum dritten Mal der „Tag des Einbruchschutzes“ statt.

Foto: www.kriminalpraevention.de

Kriminalprävention

Staatliche Förderung für Sicherheitstechnik

Die Polizei weiß: Richtige Sicherungen schützen vor Wohnungseinbruch. Was viele Bürger nicht wissen: Bund und Länder unterstützen den Einbau solcher Sicherheitstechnik. Nun gibt es aktuelle Informationen über diese Fördermöglichkeiten.

Foto: Polizeiliche Kriminalprävention

Polizei

Tag des Einbruchschutzes

„Bei mir wird schon nicht eingebrochen, da ist ja nichts zu holen“ ist ein oft genannter Grund, den Einbruchschutz zu vernachlässigen. Mit dem „Tag des Einbruchschutzes“ am 27. Oktober 2013 wollen die Polizei und ihre Partner die Bürger aufklären und dabei auch an ihre Eigenverantwortlichkeit in Sachen Einbruchschutz appellieren.

Foto: Nicht bei mir

Einbruchschutz

Wie Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern schützen

Am 29. Oktober 2017 findet der bundesweite Tag des Einbruchschutzes statt. Wenige Tricks können helfen, das Eigenheim vor Einbrechern zu sichern.