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In Hochregallagern besteht ein erhöhtes Brandrisiko.

Innovation im Brandschutz

Prävention hat Vorrang

Unternehmerischer Erfolg wird heute zu einem großen Teil von der ständigen Verfügbarkeit von Waren, Dienstleistungen und technischen Anlagen geprägt. Die Logistikbranche hat sich im Laufe der Jahre den sich verändernden Anforderungen gestellt und mit moderner Hochregallagertechnik und Lagerlogistik von immensen Dimensionen reagiert. Innovative Brandschutzlösungen müssen hier ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten.

Besonders in den letzten Jahren hat sich eine Zuspitzung unternehmerischer Ansprüche vollzogen. Bedingt durch eine voranschreitende Automatisierung und Technisierung in Industrie und Handel hat sie zu einem deutlichen Anstieg der Wertekonzentration und der Verfügbarkeitsanforderungen geführt. Eine Zerstörung von Lagerkomplexen durch Brand kann schnell das wirtschaftliche Aus für ein Unternehmen bedeuten. Ist es einem Lieferanten aufgrund eines Brandschadens nicht mehr möglich, seinen Verpflichtungen nachzukommen, kann dies den Verlust von Kunden bedeuten. Zusätzlich zum Sachschaden entsteht dadurch ein großer Imageverlust, vom Personenschaden an dieser Stelle einmal ganz abgesehen.

Erhöhtes Brandrisiko

Mit der Konzentration auf wenige große Standorte wächst auch im Logistik- und Industriebereich mit einem Brand das Risiko eines kompletten Betriebsstillstandes. Im schlechtesten Fall hat auch die Feuerwehr keine Chance zu löschen und muss das Gebäude kontrolliert abbrennen lassen.

Hochregallager, die heute eine Höhe von mehr als 46 Metern erreichen können, stellen unter den Aspekten des Brandschutzes eine besondere Herausforderung für die Planer und Sicherheitsverantwortlichen dar. Hier bestehen fast schon ideale Bedingungen für eine Brandausbreitung durch die Beschaffenheit des Lagers an sich und die damit verbundenen geringen Zwischenräume zwischen dem Lagergut.

Ist erst einmal ein Feuer entstanden, das eine erhebliche Rauchentwicklung mit sich bringt, lassen sich eingelagerte Güter nach erfolgreicher Brandbekämpfung nicht mehr verwenden. Alle Materialien werden bereits dann unbrauchbar, wenn sie einer geringen Rauchbelastung ausgesetzt sind. Dieses trifft auch auf den Fall der Löschung zu. Die Verwendung von Wasser und Löschmitteln lässt den wirtschaftlichen Schaden ähnlich hoch ausfallen.

Innovative Brandschutzkonzepte laufen daher den herkömmlichen Lösungen immer mehr den Rang ab. Im Laufe der letzten Jahre hat sich im Markt parallel zu den bisherigen Branderkennungs- und -bekämpfungslösungen ein Brandschutzkonzept etabliert, das aufgrund des erreichbaren hohen Brandschutzniveaus eine neue Qualität an unternehmerischer Sicherheit darstellt.

Im Gegensatz zu Sprinkleranlagen bekämpft ein Brandvermeidungssystem wie Oxyreduct aus dem Hause Wagner nicht den Brand an sich, sondern setzt bereits viel früher an. Grundgedanke ist die Tatsache, dass die Brennbarkeit vieler Feststoffe bei Abnahme des Sauerstoffgehaltes im Schutzbereich sinkt. Durch die ständige Überwachung des Restsauerstoffgehaltes wird die Atmosphäre im zu schützenden Bereich auf dem Wert gehalten, bei dem die dort vorhandenen Materialien nicht mehr brennen können.

Großes Plus

Der große Vorteil von Brandvermeidungsanlagen im Vergleich zu anderen Technologien besteht definitiv darin, dass das Brandrisiko an sich und somit auch die unüberschaubaren Brandfolgeschäden nahezu ausgeschlossen werden können. Dadurch kommt es zu keiner Beeinträchtigung der Lieferfähigkeit durch ein Feuer. Präventive Brandvermeidung bietet die Sicherheit, dass offene Brände nicht mehr entstehen können. Dieser große Pluspunkt macht sie zu einer für viele Logistikbetreiber unverzichtbaren Anschaffung im Rahmen des Schutzes wertvoller Güter.

Lars Schröder, Wagner Group