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Intelligenter Bargeldautomat

Praxistauglich

Automatisierte Bargeldprozesse vereinfachen zeitaufwändige Kassenvorgänge und sparen Mitarbeitern eine Menge Zeit. Zudem bieten sie den Beschäftigten mehr Sicherheit bei der täglichen Ein- und Auszahlung der Einnahmen.

Zu Beginn zweifelten die Mitarbeiter des Modehauses Hagemeyer in Minden noch: Kann ich so einem „Kasten“ wirklich meine Kasse anvertrauen? Doch die Sicherheitsbedenken sind schnell verschwunden. Die Beschäftigten hatten bis vor einigen Monaten die Tageseinnahmen zusammen mit ihren Tagesschichtabrechnungen als Vorgabe in Safebags verpackt, bevor Prosegur diese abholte und verglich.

Durch das Einzahlen in die Maschine wissen die Mitarbeiter heute bereits nach Tagesabschluss, ob die Vorgabe passt. „Unsere Mitarbeiter sollen ihre Zeit und Aufmerksamkeit auf den Kunden richten und sich nicht mit Geldzählen beschäftigen müssen“, sagt Martin Heinzmann, Geschäftsführer bei Hagemeyer. „Die anfänglich zu beobachtende Skepsis gegenüber dem neuen Verfahren ist schnell gewichen.“

Die Rede ist von intelligenten Bargeldautomaten der Firma Prosegur. „Kunden können entsprechende Geräte einfach und unkompliziert bei uns leasen und sparen sich so die täglichen Stopp-Kosten. Die im Laden vorhandenen Geldbestände sind sicher aufbewahrt, und die Kosten für das Zählen des Geldes entfallen“, sagt Dr. Lothar Thoma, Geschäftsführer von Prosegur in Deutschland.

Kassenpersonal entlasten

Vor der Schicht meldet sich der Kassenmitarbeiter am Terminal an und erhält automatisch seine Kasse mit dem entsprechenden Wechselgeld. Dieser Schritt muss von niemandem kontrolliert werden und dauert maximal zwei Minuten. Danach setzt der Beschäftigte seine Kasse ein und beginnt mit der Arbeit. Sollte er in der Zwischenzeit Wechselgeld brauchen oder zu viel Bargeld in der Kasse haben – kein Problem. Er hat jederzeit Zugriff auf den Automaten, um neues Wechselgeld zu holen oder um Bargeld einzuzahlen.

Genauso einfach funktioniert der Kassenabschluss nach seiner Schicht. Der Mitarbeiter nimmt das Geld aus der Kasse und füllt sowohl die Noten als auch das Münzgeld in den Automaten. Dieser zählt das Geld und teilt dem Verantwortlichen seine Tageseinnahmen mit. Das Geld wird automatisch und sicher im Bargeldautomaten eingelagert.

Das Besondere: Scheine ab 50 Euro landen direkt in dem im Boden verankerten Tresor. Münzgeld und kleinere Noten bis 20 Euro gelangen erst in eine spezielle Kassette und dienen bei Bedarf als Wechselgeld.

Ist der Wechselgeldspeicher voll, landet auch dieses Geld bis zur Abholung im Tresor. Die Tageseinnahmen werden schon am nächsten Morgen auf das Geschäftskonto des Kunden gebucht, selbst wenn das Geld noch im Tresor liegt.

Prosegur holt die Einnahmen je nach Kundenwunsch meist an vordefinierten Werktagen ab. Die Bank geht für die nicht abgedeckten Tage in Vorkasse und erhält das Geld nach der Abholung von Prosegur zurück. Martin Heinzmann von Hagemeyer spart sich also den Weg zur Bank und hat trotzdem die Tageseinnahmen pünktlich auf dem Konto.

Dabei wird das Geld nicht nur abgeholt, sondern es wird bei Bedarf auch gleich neues Wechselgeld geliefert. Durch eine entsprechende Online-Anbindung hat der Dienstleister permanenten Zugriff auf die Bargeldautomaten und kann jederzeit die Bestände einsehen.

Martin Heinzmann zeigt sich vollkommen zufrieden mit der Lösung: „Wir überlegen, auch den Mietern in unserer Galerie, wie Butlers und Esprit, die Teilnahme an der Tresorlösung anzubieten“, sagt er. Und nicht nur das. Es gibt bereits weiterführende Überlegungen: „Wir wollen prüfen, wie der Einsatz von entsprechenden Front-End-Geräten von den Kunden angenommen wird.“ Mit solchen Geräten würden die Kunden an der Kasse mit ihrem Bargeld über Automaten zahlen, so wie dies bereits in einigen Tankstellen der Fall ist.

Dies wäre der nächste Schritt hin zu einem komplett bargeldlosen Betrieb bei Hagemeyer. Die Mitarbeiter würden so in Zukunft gar nicht mehr mit Münzen oder Scheinen in Berührung kommen.

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Automatisiertes Bargeldmanagement

Mehrwerte generieren

„Nur Bares ist Wahres“ – dieser Spruch gilt in Deutschland nach wie vor. Über 80 Prozent aller Transaktionen werden laut einer Studie der Deutschen Bundesbank in bar abgewickelt. Zwar nahm der Trend zwischenzeitlich leicht ab, aber durch die absolute Zunahme des Gesamtvolumens machen Barzahlungen immer noch einen bemerkenswerten Anteil der Transaktionen aus. Die Rolle der Sicherheitsdienstleister im Bargeldkreislauf ist dabei erheblich.

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Gunnebo

Bargeldhandling-System für Lidl Schweden

Rund ums Bargeld spielen Effizienz und Sicherheit für Einzelhändler eine immer größere Rolle. Um Mitarbeiter vor Überfällen zu schützen und wirtschaftlichere Abläufe zu erreichen, hat sich die Lidl Sweden KB für den Einsatz des Cashhandling-Systems Safepay von Gunnebo entschieden.

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IT-gestützter Bargeldkreislauf

Der Weg des Geldes

Ohne IT geht heute fast nichts mehr, besonders im Zahlungsverkehr. „IT-gestützt“ heißt aber nicht gleich bargeldlos. Im Gegenteil: 80 Prozent der Transaktionen in Deutschland werden bar abgewickelt.

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Höhere Effizienz

Kein Theater mit Bargeld

In wenigen Branchen kursiert so viel Bargeld wie in der Gastronomie. Geht es dabei um eine Theatergastronomie, so kommen noch die Einnahmen der Garderoben und des Theaterfoyers dazu – Bereiche, in denen bis heute kaum jemand mit Karte bezahlt. Aber auch für solche Fälle gibt es geeignete Systeme.