Drohnen in privater Hand sind nicht immer ordnungsgemäß versichert.
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Versicherungen

Private Drohnen häufig ohne Versicherungsschutz

Nach Ergebnissen der aktuellen helden.de Befragung fliegen in Deutschland fast acht Prozent mit ihren Drohnen ohne entsprechenden Versicherungsschutz.

Das macht hochgerechnet bei geschätzten rund 420.000 Drohnenpiloten, die ihre Drohne nach dem Umfrageergebnis im jährlichen Durchschnitt 50 Mal steigen lassen, rund 1,7 Millionen unversicherte Flüge pro Jahr. Nach dem Luftverkehrsgesetz (LuftVG) ist der Versicherungsschutz auch für Drohnen zwingend erforderlich – es handelt sich um eine Pflichtversicherung, ähnlich wie bei Kraftfahrzeugen. Die Folgen können schwerwiegend sein, wenn kein Versicherungsschutz besteht: Wer kommt für den Schaden auf, den eine abgestürzte Drohne verursacht hat, insbesondere wenn Personen zu Schaden kommen? Dabei geht die Haftung und Schadenersatzpflicht des Drohnenpiloten sogar über eigenes Verschulden hinaus: Er haftet auch dann, wenn zum Beispiel eine Windböe seine Drohne erwischt und dadurch einen Schaden verursacht.

Flugverbote für Drohnen allgemein akzeptiert

Aber es gibt auch positive Signale aus der helden.de Befragung, die bei einem Großteil der Drohnenbesitzer vorbildliches Verhalten aufzeigen: 90 % der Befragten informieren sich durch entsprechende Apps über Flugverbotszonen und halten diese ein. Ein Drittel schätzt das eigene Wissen zu der geltenden Drohnenverordnung als gut oder sehr gut ein. Nur zwei Prozent gaben an, nicht über die gesetzlichen Vorgaben informiert zu sein. Die gemeldete Anzahl der Behinderungen durch Drohnen im Luftraum ist laut Deutscher Flugsicherung im letzten Jahr um 25 % gegenüber dem Vorjahr auf 125 Zwischenfälle gesunken.

Vorschriften für Drohnen müssen zwingend beachtet werden

Für Drohnenpiloten gelten klare Vorschriften: Drohnen dürfen nur in Sichtweite und mit gültiger und geeigneter Haftpflichtversicherung betrieben werden. Unter anderem sind Abstände zu Menschen und Gebäuden, im Besonderen zu sensiblen Bereichen wie Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen und Flugplätzen einzuhalten. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder bis hin zu Strafanzeigen.

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Was Drohnenpiloten beachten müssen

Drohnen werden immer beliebter. Oft bleibt jedoch die Versicherungspflicht für Drohnen und Multicopter unbeachtet. Ohne Versicherung drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro – das wissen viele Drohnenpiloten nicht. Vier Tipps zeigen, was bei einem Drohnenflug noch zu beachten ist.

Foto: Ergo Versicherungsgruppe

Flugdrohnen

Haftung und Regeln für den Einsatz

Was vor kurzem noch Science Fiction war, ist nun Wirklichkeit: Unbemannte Flugroboter, die sich mit dem Smartphone steuern lassen. Doch was können Drohnen, wer darf sie benutzen und wer haftet für den Schaden, wenn Drohnen abstürzen oder Persönlichkeitsrechte verletzen?

Kritische Infrastrukturen wie Atomkraftwerke müssen auf Angriffe aus der Luft vorbereitet sein.
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Drohnen

Wissen, was im Luftraum passiert

Drohnen - wie werden Schutzkonzepte auf Basis zuverlässiger Daten entwickelt?

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BMVI

Klare Regeln für Betrieb von Drohnen

Der Betrieb von Drohnen wird neu geregelt. Bundesminister Dobrindt hat dazu vor Kurzem dem Kabinett eine „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ vorgelegt. Anschließend erfolgt die Zuleitung an den Bundesrat.