Der sächsische Landtag weitet die Rauchwarnmelderpflicht nun auch auf Bestandsbauten aus. Die Übergangsfrist fällt dabei überraschend kurz aus.
Foto: Hekatron
Der sächsische Landtag weitet die Rauchwarnmelderpflicht nun auch auf Bestandsbauten aus. Die Übergangsfrist fällt dabei überraschend kurz aus.

Brandschutz

Rauchmelder-Frist in Sachsen endet ein Jahr früher

Der sächsische Landtag weitet die Rauchwarnmelderpflicht nun auch auf Bestandsbauten aus. Die Übergangsfrist endet nun schon zum 31. Dezember 2023.

Nachdem der sächsische Landtag die Rauchwarnmelderpflicht auf Bestandsbauten ausgeweitet hat, gilt es die überraschend kurze Übergangsfrist zu beachten und alle Gebäude bis zum 31. Dezember 2023 mit den unscheinbaren Lebensrettern auszustatten.

Rauchwarnmelderpflicht für Neubauten in Sachsen seit 2016

Für Neu- und Umbauten besteht die Rauchwarnmelderpflicht in Sachsen bereits seit Januar 2016. Seit dem ersten Juni dieses Jahres gilt sie nun auch für bereits bestehende Objekte. Die Vorschriften gelten für sämtliche Gebäudearten und geben vor, dass alle Räume ausgestattet werden müssen, in denen Personen bestimmungsgemäß schlafen. Auch für Flure, die als Rettungswege dienen, sind Rauchwarnmelder nun Pflicht. Nur wenn Schlafräume bereits mit einer automatischen Rauchdetektion und einer angemessenen Alarmierung ausgestattet sind, muss nicht separat nachgerüstet werden. Dies ist beispielsweise in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen der Fall, wenn diese durch entsprechende Brandschutzkonzepte über bauaufsichtlich genehmigte Brandmeldeanlagen gesichert sind.

Mehr Sicherheit durch Schulung zur Q-Fachkraft für Rauchmelder

Bei der Wahl von neuen Rauchwarnmeldern bietet das Q-Label Orientierung: Entsprechend zertifizierte Geräte erfüllen besonders hohe Qualitätskriterien und sind – ohne Batteriewechsel – auf eine zehnjährige Laufzeit ausgelegt. Anders sieht es bei Meldern ohne das Siegel aus: Auch, wenn die Anschaffung zunächst günstiger erscheint, entstehen durch häufige Batteriewechsel neben Umweltbelastungen auch zusätzliche Kosten. Viele dieser Melder müssen auch bedeutend früher getauscht werden.

Neben der technischen Qualität spielt die korrekte Projektierung, Installation und Wartung von Rauchwarnmeldern eine entscheidende Rolle für einen zuverlässigen Brandschutz. Deshalb bietet Hekatron mit der Zertifizierung zur Q-Fachkraft und zum Funkspezialist für Rauchwarnmelder nach DIN14676 praxisnahe Schulungen an. Nach erfolgreicher Durchführung erhalten die Teilnehmer ein für fünf Jahre gültiges Zertifikat, das sie als Q-Fachkraft ausweist. Die Schulungsangebote von Hekatron können entweder als Seminar vor Ort oder flexibel als Webinar durchgeführt werden.

Bis zum 31. Dezember 2023 müssen in Sachsen alle Wohnhäuser im Bestand mit Rauchwarnmeldern nachgerüstet sein.
Foto: Ei Electronics

Märkte

Rauchwarnmelderpflicht für Wohnbauten im Bestand in Sachsen

Der sächsische Landtag hat am 2. Juni mit diversen Änderungen der sächsischen Landesbauordnung auch eine Rauchwarnmelderpflicht für Wohnungen im Bestand beschlossen.

Foto: Kalscheuer

Ei Electronics

Dreifach geprüfte Rauchwarnmelder

Gegen Ende des Jahres 2017 lud der Hersteller Ei Electronics vor dem Hintergrund der bundesweit fortschreitenden Rauchwarnmelderpflicht zur Werksbesichtigung nach Shannon in Irland ein. Die Reise führte ins 23.000 Quadratmeter große Ei-Hauptquartier, zu australischen Käfern und zu rotem Bier.

Foto: Forum Brandrauchprävention e.V. „Rauchmelder retten Leben“

Veranstaltungen

Ausbildung von Q-Fachkräften für Rauchwarnmelder

Wegen aktueller Ausgangssperren und Kontaktverboten können keine Präsenzschulungen für Q-Fachkräfte für Rauchwarnmelder stattfinden.

Foto: VdS

Brandmelder

Rauchmelder im Smart Home normenkonform einsetzen

Wie VdS-Hilfestellungen und Richtlinien für einen sicheren und normkonformen Einsatz von Rauchwarnmeldern in Smart Home-Systemen sorgen.