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Roofguards

Schneelast-Warnsystem kontrolliert Dachlasten

Die Nachricht vom Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall 2006 ist in trauriger Erinnerung geblieben. Der Druck auf die Verantwortlichen hat seither zugenommen. Der Schneelastwächter der Firma Roofguards wurde entwickelt, um die Einsturzgefahr von Dächern rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Dazu wird permanent das Gewicht der Schnee-Dachlast gemessen, aufgezeichnet und wenn nötig ein optischer und akustischer Alarm ausgelöst, sowie die Verantwortlichen via SMS oder E-Mail benachrichtigt. Die dafür nötigen Grenzwerte können je nach Gebäude und Dachkonstruktion individuell eingegeben werden.

Das System besteht aus einer Messeinheit (Schneewaage) und einer Auswerteeinheit (Kontrollmonitor). Beide Komponenten sind durch ein Daten- und Stromversorgungskabel miteinander verbunden. Die aktuelle Belastung pro Quadratmeter kann bequem vom Schreibtisch aus abgelesen werden – ohne gefährliche Dachbegehungen.

Übersichtliches Ampelsystem

Zusätzlich zu den übermittelten Daten signalisiert ein übersichtliches Ampelsystem auf dem Kontrolldisplay den aktuellen Gefährdungszustand. Die Messwerte werden ständig aktualisiert und protokolliert. Bei drohender Gefahr wird zusätzlich zu dem optischen und akustischen Alarm, via SMS oder E-Mail, eine Benachrichtigung an den oder die Verantwortlichen gesendet. Gegenmaßnahmen können so rechtzeitig veranlasst werden.

Die Vernetzung verschiedener Standorte ermöglicht es, alle Gebäude eines Unternehmens deutschlandweit von einem zentralen Punkt aus zu überwachen oder Daten via Fernabfrage jederzeit abzurufen.

Transparente Datenaufzeichnung

Den Schneelasten auf Dächern wurde in der Vergangenheit nicht genug Augenmerk geschenkt. Im Gegensatz zur Lawinensituation gibt es keine qualifizierten Informationen über die Schneebelastung. Die Schneewaage bietet nun die Möglichkeit zur direkten Überwachung der aktuellen Schneelast und dient als Entscheidungshilfe für die Verantwortlichen.

Viele Gemeinden planen, die ermittelten Daten und Aufzeichnungen öffentlich zugänglich zu machen und so mehr Transparenz für ihre Bürger zu schaffen. Eine Möglichkeit dazu wäre beispielsweise auf der Internetpräsenz der Gemeinde. Das mag nicht nur den besorgten Anwohner beruhigen, sondern dem einen oder anderen Hausbesitzer auch einen Richtwert für seine eigenen Gebäude im Umkreis geben.

Foto: Pixelio.de/ Ulla Trampert

Statik

Gefahr durch Schneeberge auf den Dächern

Starker, lang anhaltender Schneefall birgt Einsturzgefahr fürs Heim. Prof. Norbert Gebbeken ist Statik-Experte an der Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen der Universität der Bundeswehr München und gibt Tipps, wie Hausdächer winterfest gemacht werden sollten.

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Wärmebildkameras und -systeme

Zündende Idee

Über 30 Prozent aller Industriebrände führen zu Sachschäden. Dennoch verzichten viele Unternehmen auf geeignete, präventive Sicherheitsmaßnahmen. Mit Wärmebildkameras ausgestattete Brandfrüherkennungssysteme, die Gefahrensituationen rechtzeitig erkennen und automatisiert Gegenmaßnahmen einleiten, schützen sowohl Material als auch Mensch.

Der Geirangerfjord ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen. An den Felshängen lauert allerdings eine tödliche Gefahr.
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Katastrophenmanagement

Digitale Sirenen

Am Geirangerfjord droht ein riesiger Bergrutsch einen Tsunami auszulösen. Um die Menschen rechtzeitig warnen zu können, wurde ein mobiles Alarmierungssystem installiert.

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Schutzkonzepte für Kulturgüter

Beim Kleinen beginnen

Es sind nach wie vor die großen Schadensereignisse wie der Brand in der Anna Amalia Bibliothek 2004 und der Einsturz des historischen Archivs der Stadt Köln 2009, die den Verantwortlichen in Museen, Archiven und Bibliotheken im Bewusstsein geblieben sind.