Datenpannen müssen schnell erkannt werde – die Automatisierung von Security basierten Prozessen kann dabei helfen
Foto: IBM Security

Märkte

Security-Automatisierung senkt Kosten von Datenpannen

Deutschland führt weltweit in der Security-Automatisierung. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie von IBM Security.

In Deutschland nutzen 75% der Unternehmen Security-Automatisierung, 30% davon haben Systeme für die Sicherheitsautomatisierung bereits vollständig umgesetzt. Gemessen am globalen Durchschnitt von 21% ist das der höchste Wert weltweit. Die aktuellen Studienergebnisse von IBM Security zeigen, dass die globalen Kosten von Datenpannen erstmals leicht gesunken sind: Die durchschnittlichen Kosten pro Datenpanne lagen 2019 bei 3,86 Mio. USD, und somit 1,5% niedriger als 2018. Security-Automatisierung und die verbesserte Dateneinsicht durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind die größten Treiber dieser Kostensenkung.

Automatisierung kann Security optimieren

Dennoch weisen die Ergebnisse auch auf die immer größer werdende Kluft hin, die sich zwischen Unternehmen auftut, die Security-Automatisierung nutzen und solchen, die es nicht tun: Für nicht-automatisierte Unternehmen waren Datenpannen 2019 mit sechs Mio. USD mehr als zwei Mal so teuer wie für Unternehmen, die auf Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Orchestrierung setzen (2,45 Mio. USD). Automatisierung ist auch bei der schnellen Reaktion auf einen Vorfall wichtig: Automatisierte Unternehmen sind 74 Tage schneller bei der Reaktion und Eindämmung eines Vorfalles als Unternehmen ohne Smart-Tech (308 Tage).

Deutsche Unternehmen reagieren mit nur 160 Tagen am schnellsten auf Datenpannen, im globalen Vergleich sind es 280 Tage. Die Eindämmung eines Vorfalles dauert hierzulande insgesamt nur etwa einen Monat, und das spart Geld: Datenpannen, für deren Identifizierung und Eindämmung mehr als 200 Tage benötigt werden, sind im Durchschnitt über eine Mio. USD teurer als Pannen, die in weniger als 200 Tagen behoben werden. Die von IBM Security gesponserte und vom Ponemon Institut jährlich durchgeführte „Cost of a Data Breach“-Studie basiert auf ausführlichen Interviews mit mehr als 3.200 Sicherheitsexperten in Unternehmen, die im vergangenen Jahr eine Datenverletzung erlitten haben. Aus Deutschland haben 37 Unternehmen an der Studie teilgenommen.

Unternehmen setzen IoT-Geräte Sicherheitsrisiken durch Cyberangriffe aus.
Foto: N-Cipher

IoT

Die Risiken bei IoT-Geräten durch Cyberangriffe

Eine Studie von N-Cipher Security belegt: Unternehmen setzen ihre IoT-Geräte Sicherheitsrisiken durch Cyberangriffe aus.

Foto: Checkpoint Systems

Diebstahlbarometer

Ladendiebstahl kostet 4,7 Milliarden Euro

In Deutschland zahlten Einzelhändler 2013 rund 1,1 Prozent ihres Umsatzes für Warenschwund, weltweit sogar 1,29 Prozent. Gestohlen wird, was klein und teuer ist und schnell weiter verkauft werden kann.

Foto: Lünendonk & Hossenfelder

Rückblicke/Ausblicke

Sonder-Studie zu Künstlicher Intelligenz

Eine Sonderanalyse des Marktforschungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder zum Thema Künstliche Intelligenz belegt: KI ist ein Top-Thema auf der Agenda vieler Unternehmen. Sie haben die strategische Bedeutung erkannt und erwarten, dass KI eine Anpassung der Unternehmensstrategie erfordert.

Foto: Seetec

Akzeptanz von Videoüberwachung

Diskussion mit Substanz

Seit 2016 führt die Seetec GmbH in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Yougov den „Sicherheits-Check Deutschland“ durch. Im Gespräch mit Andreas Conrad, Marketing Direktor von Seetec, erfuhr PROTECTOR & WIK Interessantes über die Hintergründe und die zukünftige Entwicklung der Studie.