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Rauchmelder

Seit Jahresanfang auch in Bayern Pflicht

Seit dem 1. Januar 2013 müssen auch in Bayern alle Neubauten mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Vorhandene Wohnungen sind spätestens bis zum 31. Dezember 2017 nachzurüsten.

Das besagt die novellierte bayerische Bauordnung. Demnach muss in Schlafräumen, Kinderzimmern sowie Fluren, die zu Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens ein Rauchwarnmelder installiert sein. Bayern folgt damit dem Beispiel der meisten anderen Bundesländer, die zum Teil schon vor Jahren ähnliche Beschlüsse gefasst haben. Lediglich in Berlin, Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen stehen vergleichbare Regelungen noch aus.

Die Brandschutz-Fachbetriebe raten – ungeachtet der unterschiedlichen Übergangsfristen oder gänzlich fehlender Vorschriften in den einzelnen Bundesländern – dringend dazu, ohne Ausnahme jede Wohnung und auch jeden einzelnen Wohnraum damit auszustatten. Insbesondere nachts ist die Gefahr besonders groß, entstehenden Rauch nicht wahrzunehmen, weil im Schlaf der Geruchssinn nahezu ausgeschaltet ist. Die kleinen „Lebensretter" warnen durch einen schrillen Alarmton die gefährdeten Bewohner, so dass diese sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, einen Löschversuch unternehmen und die Feuerwehr verständigen können.

Die Rauchmelder müssen so angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Während in Bayern die Eigentümer verpflichtet sind, die Wohnungen entsprechend damit auszustatten, obliegt es anschließend den Besitzern – also den Mietern – deren Betriebsbereitschaft sicherzustellen; es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

Beim Kauf von Rauchmeldern sollte man darauf achten, dass sie nach DIN EN 14604 geprüft und zertifiziert sowie über ein VdS-Kennzeichen oder Q-Label verfügen. Hochwertige Geräte sind zudem mit Batterien ausgestattet, die bis zu zehn Jahre halten. Darüber hinaus sind hier Fehlalarme weitgehend ausgeschlossen.

Kompetente Ansprechpartner sind die qualifizierten Brandschutz-Fachbetriebe, die neben Rauchmeldern und Feuerlöschern und deren fachgerechter Montage und Wartung auch eine umfassende Beratung zum vorbeugenden Brandschutz bieten.

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Umsetzung der Rauchwarnmelderpflicht

Wenn Sicherheit zur Pflicht wird

In den meisten Bundesländern sind Rauchwarnmelder für Privatwohnungen mittlerweile Pflicht. Je nach Art des Objekts bietet sich dabei eine Absicherung mit Stand-Alone-Meldern oder auch mit funkvernetzten Rauchwarnmeldern an. Aber nur ein hochwertiger Melder kann im Ernstfall Leben retten.

Rauchwarnmelder können die Sicherheit in privaten Haushalten bedeutend erhöhen.
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Verbände

Rauchwarnmelder in allen Wohnungen vorgeschrieben

Spätestens bis Silvester müssen in allen Häusern und Wohnungen in Berlin und Brandenburg Rauchwarnmelder installiert sein.

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Bayerischer Landtag für Rauchmelder-Pflicht

Der bayerische Landtag hat mit einer breiten Mehrheit aus Stimmen von CSU, FDP und SPD die Einführung einer Rauchmelder-Pflicht für Wohngebäude beschlossen. Damit sind bis jetzt zwölf von 16 Bundesländern dem dringenden Rat von Brandschutzexperten und Feuerwehrverbänden gefolgt, eine Sicherheitslücke zu schließen.

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Rauchwarnmelderpflicht

Flächendeckend auf Qualität setzen

In den meisten Bundesländern sind Rauchwarnmelder mittlerweile Pflicht, in einigen von ihnen laufen die Übergangsfristen für die Nachrüstung von Bestandbauten allerdings erst in den nächsten Jahren ab. Hersteller, Fachhandel und mit der Installation und Wartung befasste Facherrichter haben viel zu tun, um der damit verbundenen Nachfrage nachzukommen.