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Intelligente Technik an öffentlichen Plätzen

Sensibel für Gefahren

Konfrontationen wie vor kurzem in Bautzen ziehen in der Regel Forderungen nach „stärkerer Polizeipräsenz“ nach sich. Dabei stoßen die Ordnungshüter schnell an ihre personellen Grenzen. Durch erhöhte Videoüberwachung im öffentlichen Raum ließen sich die Beamten effektiver einsetzen, bei vertretbaren Kosten und klarer Rechtslage.

Revierleiter Uwe Kilz von der Bautzener Polizei sprach von „chaotischen 45 bis 90 Minuten“, als die Polizei auf dem Kornmarkt Asylbewerber und „Anhänger des rechten Spektrums“ voneinander trennen musste. Die Presse sah erneut die oft zitierte „Massenschlägerei“, Forderungen nach mehr Polizeipräsenz wurden laut. Die gefühlte wie reale Bedrohung der öffentlichen Sicherheit hat zugenommen – weit stärker als das Budget der Sicherheitsorgane. Dass die Polizei nicht überall sein kann, ist keine neue Erkenntnis.

Aber auch die schnelle Lagebeurteilung ist aus der Froschperspektive der Fußstreife oft schwierig. Wenn es um das rasche Erkennen gefährlicher Situationen geht, und um eine rechtssichere Ermittlung und Verurteilung der Straftäter, fordern daher viele den Ausbau öffentlicher wie privater Kooperationen – und den Einsatz intelligenter Überwachungstechnologien. Das sieht die Mehrzahl der Deutschen genauso: Laut dem ARD-Deutschlandtrend sind 82 Prozent für eine Ausweitung der Videoüberwachung öffentlicher Plätze.

HD statt Handy-Video

Videoüberwachung als ein wesentlicher Teil eines ganzheitlichen Sicherungskonzeptes könnte in der Tat viele Sicherheitsprobleme lösen. Der Aufwand ist dabei überschaubar – und das Ergebnis weit besser als bei wackeligen Handy-Videos, die heute nicht selten als „Beweis“ herhalten müssen. Moderne Überwachungskameras ermöglichen eine Lagebeurteilung und Beweissicherung mit HD-Auflösung, selbst bei schlechten Lichtverhältnissen. Der mittlerweile etablierte IP-Standard senkt die Kosten für Übertragung und Archivierung drastisch. Die Speicherung kann zentral erfolgen, ebenso die Überwachung und Auswertung durch geschulte Spezialisten.

Für die Auswertung der anfallenden großen Datenmengen bieten Technologieanbieter wie Tyco längst intelligente Videolösungen, zum Beispiel ein intuitives Exacq-Videomanagementsystem in Verbindung mit Videoanalysetools. Die Enhanced Video Technologie filtert poten zielle Sicherheitsbedrohungen aus einem oder mehreren Video-Streams und schlägt bei verdächtigen Situationen automatisch Alarm. So kann zum Beispiel automatisch Alarm ausgelöst werden, wenn sich größere Menschenmengen in definierten Bereichen aufhalten oder wenn Personen generell verbotene Zonen betreten. Auch geparkte Fahrzeuge, die Rettungswege blockieren, oder Falschfahrer detektiert das Videosystem. Feuerwehr, Polizei und Sicherheitsdienst erhalten aus generierten Systemdaten gezielt die für sie relevanten Informationen.

Intelligente ManagementSysteme bündeln hierzu Informationen und Ereignisse und bieten mit dem so genannten „Decision-Support“ auch Entscheidungshilfen, um Informationen nach festgelegten Regeln zu kanalisieren. Outsourcing bei der Videoüberwachung gehört in der freien Wirtschaft längst zum Alltag. Tyco Integrated Fire & Security, Lösungsanbieter im Bereich Brandschutz- und Sicherheitslösungen, betreut bereits viele seiner 50.000 Kunden mit einer nach dem europäischen Standard DIN EN 50518 zertifizierten Notruf- und Service-Leitstellen (NSL), welche diese Services anbietet. Solche privaten Überwachungsstellen rufen bei Gefahr die Polizei.

Sie sind bei der Vorauswahl und Risikobeurteilung schon heute unverzichtbar und Bestandteil des öffentlichen Sicherheitssystems – ohne das Gewaltmonopol des Staates anzutasten. Für die Privatwirtschaft gibt es also längst definierte Sicherheits- und Überwa chungsstandards. Diese könnten – stets unter strengster Berücksichtigung des Datenschutzes – auch in Risikozonen öffentlicher Bereiche, insbesondere durch den Einsatz von Video, für mehr Schutz und Sicherheit sorgen.

Jens Aperdannier ist Teamleiter Produktmanagement bei Tyco Integrated Fire & Security

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Leitstellen

Entscheidungsunterstützungssystem für Einsatzkräfte

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Die Drohnenabwehr wirft viele rechtliche Fragen auf.
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Coach

Abwehr von Drohnen rechtlich einordnen

Drohnen werden immer häufiger eingesetzt. Das wirft Rechtsfragen auf.

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Der nahende Winter wird die Unterbringung von Flüchtlingen noch schwieriger machen. Bei aller lobenswerten Improvisation sollten dabei grundlegende Sicherheitsaspekte nicht außer Acht gelassen werden – sonst kann bereits eine vergessene Zigarette folgenschwer enden.

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Neue digitale Medieninhalte verfügbar

Tyco Integrated Fire & Security unterstützt die Einführung seiner Enhanced Video Solutions mit einer Reihe von digitalen Medieninhalten durch eine eigens dazu entwickelte Landing Page.